Köpfchen und die richtige Maschine
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Von news.de-Redakteurin Sophia Sieber
Artikel vom 18.11.2009
Dass sie energiesparend waschen, versprechen sie alle. Tatsächlich gibt es zwischen aktuellen Waschmaschinen aber große Unterschiede in puncto Strom- und Wasserverbrauch. News.de sagt worauf Sie achten müssen.
Die Energieeffizienzklasse A teilen sich fast alle der aktuellen Waschmaschinen. Doch A ist nicht gleich A, erklärt Erhard Bülow von der Verbraucherzentrale Berlin: «Für Waschmaschinen gibt es jetz schon die Klassen A-20 oder A-40. Das bedeutet, dass diese Geräte um 20 Prozent beyiehungsweise um 40 Prozent sparsamer sind als Geräte der Effizienzklasse A.» Laut Verbraucherzentrale ist daher eine Energieklasse von nur A fast die schlechteste lieferbare Qualität.Die Bezeichnungen A+ und A++ gibt es nicht für Waschmaschinen, sondern nur für Kühl- und Gefriergeräte.
Bevor man also eine Waschmaschine kauft, heißt es Vergleichen. Dabei hilft das Energieetikett, das sogenannte EU-Label. Neben der Energieeffizienzklasse kann man darauf auch genauere Daten ablesen. So steht auf dem Label unter anderem der Energieverbrauch in Kilowattstunden für ein Standardwaschprogramm bei 60 Grad. Auch den dafür nötigen Wasserverbrauch kann man auf dem EU-Label ablesen. «Auf der IFA wurden außerdem Waschmaschinen mit einem Warmwasseranschluss vorgestellt. Wenn man das Wasser nicht elektrisch erwärmt, sondern mit Fernwärme, Gas, Öl oder einer Solaranlage, kann man richtig sparen. Eine Kilowattstunde Strom kostet etwa 21 Cent, eine Kilowattstunde Gas kostet beispielsweise nur sieben Cent,» sagt Bülow.
Die Initiative «Energieeffizienz Private Haushalte» von der Deutschen Energie-Agentur (Dena) hat anhand von Herstellerangaben, eine Datenbank zur Energieeffizienz von Waschmaschinen erstellt. Dort kann man unter anderem ablesen, wie viel Strom- und Wasserkosten eine Maschine im Jahr erzeugt. Laut Liste der Initiative wäscht ein Gerät von Privileg mit 55,23 Euro im Jahr für Strom und Wasser am günstigsten.
Auch Miele schneidet mit der W 2839i mit etwa 57,33 Euro noch relativ günstig ab. Dabei zeigt sich, dass man für ein besonders energieeffizientes Gerät auch investieren muss. Die Miele-Maschine kostet etwa 2000 Euro, das sparsamere Gerät von Privileg ist mit etwas mehr als 1000 Euro günstiger. Beim Kauf lohnt auch der Blick auf die Schleuderwirkung. Je höher diese ist, desto weniger Wasser bleibt in der Wäsche. Der Wäschetrockner braucht nun weniger Energie, um die Wäsche zu trocknen.
Allein mit einer energieeffizienten Maschine spart man nicht
Auch wenn man ein energiesparendes Gerät besitzt, sollte man noch einiges beachten. Je heißer man seine Kleidung wäscht, desto mehr Strom verbraucht man. Viele der neuen Waschmittel entwickeln eine hohe Waschkraft auch bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen. Stiftung Warentest empfiehlt deshalb Buntes bei 30 bis 40 Grad und Weißes bei maximal 60 Grad zu waschen.
Außerdem sollte man darauf achten, dass man seine Maschine immer voll befüllt. Das maximale Ladevolumen der Geräte ist auch auf dem EU-Label ablesbar. «Beim Kauf sollte man deshalb schon darauf achten, dass das Ladevolumen der Maschine an die Haushaltsgröße angepasst ist. Volle Maschinen sind auch dann am effizientesten, wenn das Gerät die Lademenge messen und den Wasserbedarf danach selbst regeln kann», sagt Britta Münnikhoff, Referentin Verbraucherallianz Klima bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Deshalb warnt auch Erhard Bülow davor, sich auf die Sparfunktion (oft als Taste mit Aufdruck ½) zu verlassen, denn Wasser- und Stromverbrauch würden damit nicht etwa um die Hälfte reduziert, sondern wird nur geringfügig.
Britta Münnikhoff rät außerdem, die Maschine nach jedem Waschgang ganz vom Netz zu nehmen, da die Maschinen auch im Standby Strom verbrauchen. Um genau herauszufinden, wie viel Strom die eigene Maschine nutzt, empfiehlt Britta Münnikhoff, sich bei seiner Verbraucherzentrale ein Strommessgerät auszuleihen..
kab/news.de
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