Fehlerhafte Software Aussichtlose Meckerei

Softwaremängel (Foto)
Zum Verzweifeln: Doch wenn die Software nicht laufen will, sind Beschwerden meist erfolglos. Bild: istockphoto

Wenn das blöde Programm mal wieder nicht funktionieren will, ist eine Beschwerde selten von Erfolg gekrönt. Denn: Fehler einer Software sind nur schwer bis unmöglich nachzuweisen. Wer seinem Ärger dennoch Luft machen will, muss sich an den Händler wenden.

Der Hersteller ist dagegen nicht die richtige Beschwerdestelle, wenn man die fehlerhafte Software wieder loswerden möchte. Grund: Mit dem Händler ist normalerweise der Vertrag zustande gekommen, erklärte der Rechtsanwalt Ingolf Prinz der Zeitschrift c't. Prinz verwies auf ein älteres Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln.

Ein Anwender war gescheitert, der nach eigenen Angaben «annähernd tagtäglich» die Hotline des Lieferanten hatte anrufen müssen, da das Programm in einem «katastrophalen Zustand» war. (Aktenzeichen: 19 U 80/03). Das OLG Hamm wies die Klage eines Nutzers zurück, der angegeben hatte, ihm seien beim Installieren einer Software «sämtliche Rechner abgestürzt». Das könne auch andere Ursachen wie fehlerhafte Hardware gehabt haben, argumentierten die Richter.

Von der Vorstellung, ein Programm sei ohne jeden Fehler, müssen sich Computernutzer verabschieden. Nicht nur Betriebssysteme, sondern auch moderne Anwendungssoftware sei enorm umfangreich. Deshalb könne selbst die tüchtigste Qualitätssicherung beim Hersteller nicht jede Macke entdecken oder jede ungünstige Wechselwirkung mit anderen Komponenten vorhersehen.

Bietet der Hersteller eine Fehler-Hotline an, macht er das meist aus Kulanz. Gibt es dagegen keinen Support oder kann dieser nicht weiterhelfen, versuchen es betroffene Anwender am besten in Foren im Internet. Dazu geben sie die Fehlermeldung, die der Rechner ausspuckt, möglichst eins zu eins in eine Suchmaschine ein.

kat/news.de/dpa

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig