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Die Alternativen zu Word, Excel und Co. (Bild 1/5)
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Foto: news.de (Montage)
20.10.2009

Die kostenlose Bürosoftware bietet alles, was auch Microsofts Office kann. Getippt wird im «Writer», die Konkurrenz zu Excel heißt «Calc», mit «Impress» erstellt man Powerpointpräsentationen. «Draw» erlaubt das Zeichnen und «Base» hilft bei der Erstellung von Datenbanken. Die Umgewöhnung wird dadurch vereinfacht, das jedes der einzelnen Programme über eine ähnliche Bedienstruktur verfügt.

Kostenlose seriöse Downloads

Der sichere Weg zur Wunschsoftware

Von news.de-Redakteur Karsten Busch

Auf der Suche nach freier Software wie dem kostenlosen Open Office geraten Internetnutzer immer wieder in Abofallen auf Abzockseiten. Wie man immer sicher zur gewünschten Software kommt - ein news.de-Ratgeber.

Das Netz ist voller kostenloser Software und per Google-Suche ist diese schnell gefunden – vermeintlich. Denn hinter den ersten Suchergebnissen verbergen sich nicht selten Abzockseiten. Ein prominentes Beispiel dieser Tage ist das kostenlose Office-Paket namens Open Office, dass sich als direkter und starker Konkurrent zu Microsofts Paket einen Namen gemacht hat. Es ist allerdings nicht nur kostenlos wie Freeware, welche ohne Zustimmung des Autors nicht verbreitet werden darf. Sondern Open Office ist Opensource-Software, auch freie Software genannt, die jeder weiterverbreiten darf, auch kommerziell.Dazu muss der Weiterverbreiter aber auch anderen Nutzern das Gleiche erlauben - das heißt, er gibt das Programm unter der gleichen Lizenz weiter. Auch die kommerzielle Nutzung ist damit prinzipiell erlaubt - 1:1-Kopien gegen Geld sind aber geächtet. Vom Open-Source-Prinzip profitieren populäre Programme wie der Browser Firefox und das E-Mail-Programm Thunderbird in Sachen Verbreitung und Qualität.

Geschäftemacher nutzen momentan verstärkt den guten Namen von Open Office für das schnelle Geld, ohne echten Zusatznutzen zu bieten. Die Trittbrettfahrer nutzen die Ahnungslosigkeit der Nutzer und die verwirrende Vielfalt des Internets aus. Sie fangen Surfer über prominent platzierte Links in den Suchmaschinen ab. Motto: Was oben bei Google steht, muss ja gut sein. Die Adressen der Seiten haben oft das gleiche Strickmuster und setzen sich aus dem Begriff Open-Office und weiteren Worten zusammen.

Auf der Seite angekommen, wird eine Registrierung für den Download verlangt. Die kriminellen der Anbieter verschweigen dabei die Folgekosten, die in Form eines teuren Jahresabos des Dienstes via E-Mail oder Post bei den Betroffenen verlangt werden. Das ist schlicht verboten und Geschädigte müssen nicht zahlen, sondern sollten sich mit Hilfe der Verbraucherzentralen oder juristisch wehren.

Die Open-Office-Entwickler gehen mittlerweile aktiv dagegen vor – juristisch, wenn nötig, und mit einer Kampagne. Unter http://de.openoffice.org/abgezockt/ stehen Informationen für all jene bereit, die bereits in die Abofalle getappt sind. Zudem können dubiose Angebote gemeldet werden. Die landen dann auch auf dem Tisch von Florian Effenberger, zuständig für die Vermarktung von Open Office. Das Ausmaß der Abzocke ist schwer zu beziffern: «Auf unsere Kampagne hin haben wir weit über 500 Rückmeldungen erhalten, und davor schon einige hundert. Das ist sicher nur die Spitze des Eisbergs.»

Doch auch ohne kriminelle Energie werden Verbraucher abgezockt. «Allein die Registrierung für den Download freier Software sollte schon misstrauisch machen, denn so etwas verlangen wir niemals», sagt Effenberger. Auch wenn auf den fragwürdigen Downloadseiten ein Hinweis auf weitere Kosten steht - die Betreiber leben wohl vor allem von der Unachtsamkeit der Nutzer, welche diese kleinen Preislisten gern übersehen. Zudem werden die Programme unverändert zum Original angeboten und sind keinen Deut besser oder weiterentwickelt.

Auch Christian Trabi kennt das. Er ist der Autor der Open-Source-DVD, einer Sammlung freier und kostenloser Software - die er auch kostenlos zum Download anbietet. «Werden ganze Programmsammlungen gegen Gebühr angeboten, dann sind sie oft von schlechter Qualität und nicht gut gepflegt», berichtet Trabi aus seiner eigenen Erfahrung mit Nutznießern eines guten Namens. Auch er bietet seine Zusammenstellung gegen Geld an, dann hat der Käufer aber auch Vorteile gegenüber dem selbst zu brennenden Download.

Doch wie findet man die Originalprogramme mit Open-Source-Lizenz, also die seriösen Quellen? Das Eingeben des Programmnamens mit einer Endung wie .com oder .de oder .org ist kein sicheres Rezept – sie gehören nicht immer den Programmautoren und ähnliche klingende Namen sind häufige Fallen.

Der news.de-Tipp:

Ist der Name des Programms bekannt, findet sich oft ein Eintrag zu diesem bei Wikipedia - und dort gibt es den Link zur Originalseite. Bei Wikipedia stehen auch weitere Informationen zum Programm. Einen prima Überblick in einer gepflegten Sammlung mit Videoanleitungen bietet die im Text erwähnte Open-Source-DVD.

Auch Datenbanken, die sich vornehmlich um Free- und Shareware kümmern, führen Open-Source-Programme in ihren Katalogen. Wenig falsch machen kann auch, wer auf den Downloadportalen von Computermagazinen wie heise.de, chip.de, pcwelt.de, netzwelt.de, zdnet.de oder computerbild.de sucht.

mik/news.de
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Leserkommentare (1)
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  • Kommentar: 1
  • 08.11.2009 16:21
von
Heinrich Schreiber

Auf der Suche nach Google-Earth-Servern bin ich in eine Downloadfalle geraten: Online-Downloaden-Service Limited hat mir nach irrtümlicher Angabe meiner Adresse umgehend eine Rechnung über 84 Euro für ein Ein-Jahres-Abo geschickt. Widerspruch, schon zwei Tage später angemeldet, wurde nicht mehr akzeptiert, sondern sogleich mit Rechtsanwälten gedroht. Ich habe die für mich absolut unnötige Bereitstellung von Software bezahlt, weil ich keinen Gerichtsvollzieher im Haus haben möchte

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