Das Ende des schlechten Bilds
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Von news.de-Redakteur Frank Meinzenbach
Artikel vom 31.10.2009
Mit ZDFneo und den HDTV-Sendern von RTL und Vox gehen neue Kanäle auf Sendung – allerdings nur für Zuschauer, die bereits einen digitalen Fernsehanschluss haben. Mehr Sender, schärferes Bild: Der Umstieg lohnt sich für alle.
Es hat viele Gründe, dass erst rund 55 Prozent der 37 Millionen deutschen TV-Haushalte auf den Digitalempfang umgestiegen sind: höhere Kosten, keine Lust auf neue Technik und natürlich auch Bequemlichkeit. Dabei löst das digitale Fernsehen genau das Problem, das alle immer stört: schlechten Empfang. Rauschendes Bild, mieser Ton oder durch das Bild rollende Balken gehören der Vergangenheit an, wenn die Sender digital ins Wohnzimmer kommen.
Was bereits am alten Röhrenfernseher deutlich sichtbar wird, macht bei modernen Flachbildfernsehern einen großen Unterschied. Sie sind technisch auf die digitalen Bilder angewiesen, analog sind sie eine Zumutung für die Augen. Dazu kommt, dass digital viel mehr Sender ausgestrahlt werden – öffentlich-rechtliche, private und auch Bezahlsender.
Mit einem Digitalanschluss kann man zum Beispiel in Bayern das Programm des NDR oder RBB sehen. Dazu kommen noch die so genannten Spartenkanäle von ARD und ZDFEins Extra, Eins Festival, Eins Plus, ZDF Theaterkanal, ZDF Infokanal und ZDF Neo , die für Kultur, Reportagen und Information stehen. Auch sind nicht alle Privatsender analog zu empfangen: DMax, Das Vierte oder Tele 5 kommen nicht zwangsläufig über das analoge Kabel in die Haushalte. Und wer die Bundesliga live sehen will, kommt sowieso nicht am digitalen Fernsehen vorbei: Bezahlfernsehen ist seit Jahren rein digital und bietet hunderte weitere Kanäle.
Morgen geht nicht nur ZDFneo auf Sendung. Viel wichtiger ist, dass RTL und Vox dann hochauflösend (HDTV) ausgestrahlt werden. Zuschauer mit einer Satellitenschüssel auf dem Dach und der passenden Empfangsbox können sich über bis zu fünfmal schärfere Bilder freuen, die endlich das Potenzial der Flachbildfernseher ausschöpfen. Der Einstieg in die HDTV-Welt ist damit geschafft.
Kostenfaktor Digitalreceiver
Um digitales Fernsehen zu empfangen, braucht man eine besondere Empfangsbox, den so genannten Digitalreceiver. Der wird wie ein DVD-Player einfach an den Fernseher angeschlossen. Besonders gut haben es Satellitenhaushalte: Die Geräte gibt es für alle Ansprüche – ob nun mit oder ohne Festplatte zum Aufzeichnen von Sendungen oder geeignet für HDTV oder nicht. Die Preise reichen von 40 Euro für eine reine Empfangsbox für frei empfangbare Sender bis 1000 Euro für einen HDTV-Receiver mit Festplatte und DVD-Brenner. An der Satellitenschüssel muss nichts geändert werden. Digitales Fernsehen ist kostenlos über Satellit, nur für die privaten HDTV-Sender werden ab 2011 pro Jahr 50 Euro fällig.
Kabelhaushalte müssen sich an ihren Anbieter wenden. Von ihm erhalten sie dann einen Receiver. Meist aber handelt es sich dabei um wenig komfortable Geräte. Zusätzlich muss man für das digitale Fernsehen höhere Kosten einplanen: In der Regel werden monatlich ein paar Euro zusätzlich fällig. Eine kostengünstige Alternative ist das digitale Antennenfernsehen DVB-T. Einmal einen Receiver samt Antenne gekauft (ab 50 Euro), fallen keine weiteren Kosten mehr an. Einziges Problem: Nur in ausgewählten RegionenBerlin, München, Nürnberg, Frankfurt, Wiesbaden, Bremen, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Kiel, Lübeck, Köln, Bonn und Düsseldorf können auch die privaten Sender um Sat.1 und RTL empfangen werden. Ansonsten muss man sich mit den öffentlich-rechtlichen Programmen von ARD und ZDF begnügen.
Seit ein paar Jahren kann das TV-Signal auch aus der Telefondose kommen. Die Telekom, Hansenet und Vodafone bieten das so genannte IPTV in einigen deutschen Städten an. Das Internetfernsehen ist von vornherein digital. Auch hier gibt es vom Anbieter eine Empfangsbox.
news.de-Fazit: Klare Fernsehbilder und keine Störungen mehr – der Umstieg auf digitales Fernsehen lohnt sich. Zumal es jetzt endlich auch mit dem hochauflösenden Fernsehen HDTV losgeht.
bla/news.de
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Komisch, mein altes Fernsehgeraet zaehlt nun stattliche 15 Jahre und das Bild ist hervorragend (ueber Kabelanschluss). Ich vermute, hier wird dem Verbraucher wieder etwas aufgezwungen. Ich benoetige keinen Platt-Bildschirm und nicht noch mehr sondern anspruchsvollere Programme. Noch eine Vermutung: Wir muessen uns alle auf die neueste Technik umstellen, neue Apparate kaufen (soweit der Geldbeutel reicht), sonst sehen wir bald gar nichts mehr. Aber so ist wohl der momentane Zeitgeist, dem wir uns nicht entziehen koennen, es sei denn, wir verzichten ganz auf das Fernsehen.
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