So gelingt der Start mit Windows 7
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Von news.de-Redakteur Karsten Busch
Artikel vom 22.10.2009
Windows 7 ist offiziell erhältlich. Und dank einer Menge Vorschusslorbeeren scheint ein größerer Erfolg als beim Vorgänger Vista sicher. News.de erklärt, wie man preiswert an Windows 7 herankommt und was 7-Einsteiger wissen müssen.
Wer sich geärgert hat, bei der Rabattaktion im August (Windows 7 für 50 Euro) leer ausgegangen zu sein, muss trotzdem keine 120 Euro bezahlen. Der Einstieg in die Windows-Welt kann deutlich preiswerter ausfallen.
Welche Version brauche ich und was kostet sie?
Eine Übersicht über die Versionen bietet Microsoft auf seinen Seiten. Windows 7 in der einfachen Version Home Premium ist für Normalanwender völlig ausreichend und online schon ab 75 Euro erhältlich. Dann handelt es sich zwar um eine für PC-Hersteller gedachte OEM-VersionDiese Versionen sind eigentlich nur Händler oder Zusammensteller von Computern gedacht, welche dann selbst den Kundenservice zur OEM-Version übernehmen müssen. Nach verschiedenen Gerichtsentscheidungen wurde aber auch der Verkauf an Privatkunden erlaubt. , für die Microsoft keinen Kundenservice anbietet. Doch wer schon Erfahrung mit Windows hat und sich auch online Rat suchen kann, muss keine 120 Euro ausgeben - soviel kostet die normale Endkundenversion. Studenten bietet Microsoft einen fairen Preis: Sie zahlen für einen begrenzten Zeitraum für die reguläre Version 35 Euro. Normalanwender brauchen nur die 32-Bit-Version - beim Kauf einer OEM-Variante muss man sich zwischen 32 und 64 Bit entscheiden.
Windows 7 Professional bringt neben Profi-Funktionen für Netzwerkadministratoren einen XP-Modus mit, der alte Software am Leben erhalten soll, die unter Windows 7 nicht läuft. Nur wer absolut auf diese alten Programme angewiesen ist und Windows XP nicht weiter parallel betreiben will, braucht die Professional-Variante. Dafür werden 115 Euro für die OEM-Version und 300 Euro für die «normale» Variante fällig.
Windows 7 Ultimate bringt zusätzlich eine Verschlüsselungsfunktion und die Unterstützung von 35 Sprachen mit und spricht damit ebenfalls nur Profis an. Die zahlen 150 Euro für die OEM-Version und 300 Euro für die Normalversion.
Windows 7 ist sicherer und komfortabler als die Vorgänger, aber ein paar Anpassungen sind dennoch nötig.
Sicherheit auf Maximum stellen
Obwohl endlich mit einer vernünftigen Sicherheitsausstattung versehen, ist Windows 7 nach dem ersten Start zu unsicher eingestellt. Die Entwickler wollen die Kunden nicht mit zu vielen Nachfragen der Benutzerkontensteuerung UAC à la «Darf das wirklich im System verändert werden?» nerven. Und erlauben deswegen manche Änderungen auch ohne Nachfragen. Das ist gefährlich und lässt noch Angriffe zu. Die Lösung ist einfach. In der Systemsteuerung unter dem Punkt Benutzerkonten führt ein Klick auf «Einstellungen der Benutzerkontensteuerung ändern» zu einem Menü mit einem Regler, der ganz nach oben geschoben wird. Erst dann gibt Windows 7 bei jeder Änderung am System Bescheid und arbeitet sicher.
Browser auswählen
Nach der Installation suchen Sie sich noch einen Browser aus, denn nach einer Entscheidung der EU in Sachen Kartellrecht darf Microsoft nicht allein den Internet Explorer anbieten.
Minimale Systemanforderungen
Windows 7 läuft auch auf langsamen und älteren Rechnern. Um den Rechner auf 7-Tauglichkeit zu testen, empfiehlt Microsoft den Test mit dem Microsoft-Programm Upgrade Advisor (englischsprachig). Die Mindestanforderungen an einen Rechner lauten wie folgt:
1 Gigahertz Prozessorgeschwindigkeit, 1 Gigabyte Arbeitsspeicher, 16 Gigabyte Festplatte, Laufwerk zum Installieren muss NTFS formatiert sein oder werden, für die Aero-Dekors muss der Grafikchip den Standard Directx-9 erfüllen. Auf Netbooks läuft Windows 7 nur von der Festplatte schnell, auf Flash-Laufwerken ist es eher langsam.
Hardware ohne Stress einrichten
Wenn nicht gerade allerneueste und exotische Bauteile im Rechner stecken, dann erkennt Windows 7 die verwendete Hardware recht gut. Das c't-Magazin empfiehlt, das Windows-Update mehrere Male hintereinander auszuführen - so oft, bis keine neuen Geräte mehr erkannt werden können. Alle übrig gebliebenen, nicht erkannten Geräte müssen dann händisch mit Treibern versorgt werden - von CD oder von den Herstellerseiten im Internet.
Kein E-Mail-Programm
Windows 7 enthält kein E-Mail-Programm und kein Chatprogramm mehr. Diese sind aber nachrüstbar – per Download aus dem Internet. Live Essentials heißt das Paket, das Windows mit zusätzlichen Multimedia und Internet-Funktionen ausstattet.
Einfacher suchen
Apple-Nutzer kennen das schon: Die Suche nach Dateien, aber auch nach Programmen ist einfach wie nie. Es muss nur noch am aktuellen Ort im Windows Explorer, im Startmenü oder auch in der Systemsteuerung das Suchwort eingetippt werden. Windows 7 beginnt sofort mit der Suche und blendet Funde bereits während des Vorgangs ein. Ein grüner Balken zeigt dabei in der Adressleiste des Windows Explorers den Fortschritt der Suche an. Windows 7 legt übrigens im Hintergrund einen Index aller wichtigen Dateien auf dem Rechner an und erledigt Suchvorgänge so viel schneller als XP.
Installation vom Stick möglich
Windows 7 kann auch von USB-Sticks installiert werden - zum Beispiel auf Netbooks ohne DVD-Laufwerk. Die Herstellung dieses Installationssticks erfordert etwas mehr Geschick, aber im Internet gibt es gute Anleitungen dafür.
seh/news.de
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Windows 7 steht in den Läden und das zu niedrigeren Preisen, als mancher befürchtet hatte. mehr ...
Apple will Microsoft kräftig in die Suppe spucken: Zwei Tage vor dem Windows-7-Start hat der mehr ...
Es war die Frage der Fragen an das neue Windows: Wie gut läuft Windows 7 auf mehr ...
Windows in Bedrängnis: Ein erfolgloses Vista und ein veraltetes Windows Mobile liefen der Konkurrenz um mehr ...
Bei Autos nennt es sich Facelift, wenn eine betagte Karosserie eine Auffrischung bekommt. Beim Handysystem mehr ...
Viren, Würmer und Trojaner verbreiten sich häufig nur, weil PC-Besitzer ihre Windows-Rechner nicht genug schützen. Dabei ist mehr ...