Gratisversion von Office 2010
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Von news.de-Redakteur Frank Meinzenbach
Artikel vom 20.10.2009
Der Konkurrenzkampf bei Textbearbeitungs- und Tabellenkalkulationssoftware wird härter – und Microsoft reagiert. Kostenlos soll es Office 2010 in der sogenannten Starter-Version geben. Dafür muss der Nutzer auf viele Funktionen verzichten und auch Werbung akzeptieren.
Das Rückgrat des Softwareriesen Microsoft bilden vor allem zwei äußerst erfolgreiche Programme: Das Betriebssystem Windows und die Bürosoftware Office. Kaum ein Computernutzer auf dieser Welt, der mit beiden Programmen noch nicht seine Erfahrungen gemacht hat. Doch die Konkurrenz wird stärker, vor allem durch Google aus dem Internet.
Auf die veränderte Situation reagiert Microsoft mit einem neuen Vorstoß. In der ersten Jahreshälfte 2010 ist es wieder soweit: Dann kommt eine neue Version von Office auf den Markt. Office 2010 Starter soll die Nutzer an die nächste Entwicklungsstufe des Programms binden. Voraussetzung ist der Kauf eines neuen PCs, auf dem die Software vorinstalliert sein wird. Das läuft ähnlich wie bisher bei dem wenig beliebten Microsoft Works, was damit eingestampft wird. Das Kalkül ist Folgendes: Wer einmal an die Nutzeroberfläche, die Bedienung und die Funktionen von Word gewöhnt ist, wird bei einem günstigen Angebot nicht zur Konkurrenz wechseln.
Starter-Nutzer müssen auf viele Dinge verzichten. So gibt es nur eine abgespeckte Version der Textverarbeitung Word und der Tabellenkalkulation Excel. Wie genau die Einschränkungen aussehen werden, hat Microsoft noch nicht verraten. Nur soviel: Die Programmversionen sollen die grundlegenden Funktionen zum Erstellen, Editieren und Betrachten von Dokumenten bieten, die man aus dem vollständigen Officepaket kennt.
Um auch an der Starter-Version etwas Geld zu verdienen, will Microsoft den Nutzern Werbung unterjubeln. Genaueres dazu steht auch noch nicht fest. Dafür ist schon bekannt, wie einfach Microsoft es Käufern machen will: Wer sich für das vollständige Office entscheidet, muss nur in einen Elektronikmarkt gehen und sich dort eine Freischaltkarte kaufen. So spart sich Microsoft die Verpackung und die DVD; auf der Karte steht ein Zahlencode. Damit lassen sich dann die restlichen Optionen freischalten; Office lädt die benötigten Funktionen automatisch aus dem Internet nach.
news.de-Fazit: Microsofts jahrelanges Erfolgsrezept ist es, bereits von Beginn an auf den Rechnern der Käufer präsent zu sein. Ein Präsent ist das jedoch noch lange nicht: Wer die kompletten Funktionen will, muss kräftig zahlen. Ist man bereit, sich etwas umzustellen, bekommt man gleichwertige Programme sogar für lau. Mehr erfahren Sie in der Fotostrecke.
sgo/news.de
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