Die Dampfmaschine in der Küche
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Von news.de-Redakteur Frank Meinzenbach
Artikel vom 16.10.2009
Das Dämpfen ist in deutschen Küchen noch nicht angekommen. Dabei gibt es keinen Grund, auf die schonende und gesunde Kochweise zu verzichten - schon gar nicht aus technischer Sicht. Dampfgarer sind zu Multifunktionsgeräten geworden.
Obwohl es gesund und simpel ist, wird das Dämpfen in deutschen Haushalten kaum angewandt. Dabei spricht viel für die schonende Zubereitungsweise: Durch den heißen Dampf bleibt der Geschmack samt aller wichtigen Vitamine und Mineralstoffe im Fisch oder Gemüse erhalten. Anders beim Kochen: Dabei wandern die Nähr- und Geschmacksstoffe ins Wasser.
Außerdem muss nicht dauernd umgerührt werden, weil nichts anbrennen kann. Damit behält das Essen seine Konsistenz - und Gemüse seine Farbe. Gut für die Linie ist das Dämpfen auch: Da der Geschmack in der Nahrung bleibt, braucht man weniger Fette und Öle als Geschmacksträger. Einziger Nachteil: Es dauert etwas länger als das normale Kochen im Wasser.
Die großen Küchenhersteller sind dennoch davon überzeugt, dass sich Dampfgaren in Deutschland durchsetzen wird. Die meisten haben Dampfgaröfen im Angebot, die wie kleine Backröhren aussehen und in moderne Küchen eingebaut werden können. Miele baut derzeit sogar eine eigene Montagehalle nur für Dampfgarer, die im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden soll.
Die hochmodernen Einbaugeräte können mehr als nur dämpfen. So bieten zum Beispiel Miele, Siemens, Bosch, Gorenje und Neff einen Combidampfgarer an, der Backofen und Dampfgarer kreuzt. Der Vorteil: Braten werden gleichzeitig knusprig und bleiben saftig. Und auch beim Backen kann der Dampf von Vorteil sein. So gelingen Brote und Brötchen wie beim Bäcker.
Mit zusätzlicher Grillfunktion kommen die Modelle von Küppersbusch und AEG daher. Das Non-plus-ultra werden jedoch die Koreaner von LG im kommenden Jahr auf den Markt bringen. Der Steamcube vereint nicht nur Dampfgarer, Herd und Grill - auch eine Mikrowelle und ein leistungsstarker Halogenstrahler sind integriert. Das Licht soll die Nahrung besonders schonend garen, dazu geht es schneller und soll auch weniger Strom verbrauchen als im normalen Ofen.
Geschwindigkeit ist ein weiterer Pluspunkt des LG-Multigeräts: So lassen sich Mikrowelle, Ofen und Grill gleichzeitig betreiben, was neben Zeit auch Energie sparen soll. Laut LG kommen die Gerichte so bis zu dreimal schneller auf den Teller.
Wer nicht so viel Geld investieren will, kann den Dampfeffekt auch mit dem Schnellkochtopf erzielen. Noch billiger ist nur der Bambuseinsatz aus dem Asialaden. Alternativ leisten auch kleine Dampfkocher ihren Dienst, wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat. Die Geräte sind ab 40 Euro zu haben, bieten allerdings kaum Komfort und werden teilweise extrem heiß.
mas/news.de
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