Sparsamer Sondermüll
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Von von Matthias Schäfer
Artikel vom 04.10.2009
Energiesparlampen geben das neue Licht, wenn es nach dem Gesetzgeber geht. Doch irgendwann geben auch die ihren Geist auf und müssen entsorgt werden. Die Sparlampen verlangen aber nach einer Sonderbehandlung.
Wer eine Glühlampe unmittelbar nach dem Durchbrennen aus der Fassung drehen will, verbrennt sich schnell die Finger. Dies zeigt, dass ein großer Teil der teuren Energie nicht zum eigentlichen Zweck – dem Leuchten – verbraucht wird, sondern sich in Wärme umwandelt. Moderne Energie-Sparlampen hingegen haben drei entscheidende Vorteile: Sie geben deutlich weniger Wärme ab, verbrauchen weniger Strom und halten gleichzeitig wesentlich länger als herkömmliche Glühlampen. Doch Sparlampen haben auch einen Nachteil: sie gelten als Sondermüll und das wissen viele Verbraucher nicht.
Dürfen Energie-Sparlampen in den normalen Hausmüll?
«Nein, auf gar keinen Fall», sagt Ines Oehme vom Umweltbundesamt in Dessau. «Energie-Sparlampen enthalten ebenso wie stabförmige Leuchtstofflampen in geringen Mengen Quecksilber.» Und dieses Metall ist für den Menschen und die Umwelt giftig. Energie-Sparlampen gelten als Elektrogeräte und müssen genauso behandelt werden wie beispielsweise Handys oder Akkus, die auch nicht in den normalen Hausmüll gehören. Daher tragen alle Energie-Sparlampen an der Fassung das Logo einer durchgestrichenen Mülltonne und das dazugehörige Kürzel Hg für Quecksilber. Auch in Glascontainern haben sie nichts zu suchen, berichtet die Deutsche Energieagentur Dena in Berlin.
Seit März 2006 schreibt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz vor, dass alle Energie-Sparlampen nicht mehr über den Restmüll entsorgt werden dürfen. Stattdessen werden sie in einem Spezialverfahren in alle Einzelteile zerlegt und die Rohstoffe wie Glas und Quecksilber wieder verwertet.
Wie viel Quecksilber ist in Energie-Sparlampen enthalten?
Die älteren Modelle enthalten nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe vier bis acht Milligramm Quecksilber pro Energie-Sparlampe. Bei neueren Modellen sind es nur noch etwa zwei Milligramm des leicht flüchtigen Schwermetalls. Doch noch ist die Kennzeichnung auf vielen Lampen ungenügend. Die Europäische Union (EU) hat zwar bereits die schrittweise Abschaffung der herkömmlichen alten Glühlampe vom 1. September an beschlossen – seitdem ist der Verkauf von 100-Watt-Glühbirnen nicht mehr erlaubt. Aber die Hersteller müssen erst in nächster Zeit konkretere Angaben zum Quecksilbergehalt auf der Verpackung machen.
Wo gibt es Sammelstellen?
Energie-Sparlampen müssen an speziellen Sammelstellen oder Rohstoffhöfen in den Städten und Gemeinden abgegeben werden. Dies ist kostenlos. Wo die nächste Sammelstelle zu finden ist, ist in der jeweiligen Kommune oder Stadt zu erfragen. Allerdings ist die Rückgabe nicht so einfach wie beispielsweise bei Batterien, die jeder im Supermarkt um die Ecke loswerden kann. Es gibt noch viel zu wenige solcher Stellen, kritisiert das Umweltbundesamt. Zum Teil müssen weite Wege zurückgelegt werden.
Wird es irgendwann Sparlampen ohne Quecksilber geben?
Energie-Sparlampen gelten unter Experten als eine Übergangstechnologie. Die Zukunft wird den Lampen mit Leuchtdioden gehören. Diese sind noch sparsamer, halten nochmals länger und kommen ohne Quecksilber aus.
kab/kat/news.de
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Quecksilber, das kann doch nicht hochgiftig sein, das tragen wir immerhin seit ca. 100 Jahren schon als Plomben in den Zähnen mit uns rum und die paar Meter bis zum Entsorgungsstützpunkt machen doch Spaß, wenn man weiß, dass man unsere echte Regierung; die Industrie damit unterstützt.
jetzt antwortenKommentar meldenSo etwas Irrsinniges kann doch nur völlig wirklichkeitsfremden Bürokraten einfallen: Energiesparlampen werden mit hochgiftigem Quecksilber hergestellt und wenn das Teil ausbrennt soll es der Bürger kilometerweit zur nächsten Sammelstelle fahren. Der wird den Oberbürokraten was husten, denke ich.
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