Xbox Natal Steuerung per wildem Rumhüpfen

Bereits zur Electronic Entertainment Expo hatte Microsoft angekündigt, auf den Zug der Bewegungssteuerung aufzuspringen. Das Projekt «Natal» geht dabei noch etwas weiter als das Steuerungsprinzip, das Nintendo bei der Wii anwendet.

Zeitung: Microsoft plant 3D-Kamera für Xbox 360 (Foto)
Dürften bald ausgedient haben: Die klassischen Controller der Xbox. Bild: dpa

Die Zeiten der Controller sind vorbei. Steuerungssysteme der Zukunft verzichten auf ein Stück Plastik mit integriertem Mikrochip. Computerkonzern Microsoft nennt sein Projekt «Natal» – eine Steuerkontrolle, die vor allem auf Kameras und auf Stimm- und Bewegungssensoren setzt. Zeit also für das wilde Rumhüpfen vor dem Fernseher, damit sich virtuelle Videospielhelden in Bewegung setzen.

Insgesamt sollen sich die Spieler vor Konsolen und Fernseher aber völlig natürlich bewegen können. Die Reaktionen werden registriert und als entsprechende Interaktion im Spiel umgesetzt. Dies geschieht anhand zweier Kameras, die aus den Bewegungen der Spieler ein 3D-Bild erstellen, dass von einer eigenen Software auf der Konsole umgerechnet wird. Dabei werden zugleich Entfernungen, Lichtverhältnisse und Konturen ausgemessen. So soll es innerhalb eines Spiels auch möglich sein, Personen voneinander zu unterscheiden, die recht dicht beieinandersitzen – bis hin zur Gesichtserkennung und damit auch der Mimik.

Spekuliert wird, ob Microsoft bis zur Einführung des Systems auch die Hardware der Konsole selbst noch einmal überarbeitet. Nicht zuletzt, weil die Xbox bislang einen hohen Stromverbrauch aufweist.

Unklar ist bislang, wann das neue Steuersystem auf den Markt kommen soll. Xbox-affine Entwickler können aber bereits an Spielen arbeiten, die sich mit dem reaktiven System steuern lassen. Laut Microsoft-Chef Steve Ballmer könnte es bereits 2010 soweit sein.

Diejenigen, die «Natal» bei der Electronic Entertainment Expo schon ausprobiert haben, waren begeistert. Wie es bei den Gamern ankommt, die dauerhaft mit dem neuen Steuersystem spielen sollen, bleibt abzuwarten. Zumindest aber ersparen sie sich blaue Flecke. Denn seinem Mitspieler versehentlich einen Controller an den Kopf zu knallen, fällt schon mal weg. Sich gegenseitig auf die Füße zu treten unter Umständen aber nicht.

kat

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