Surfen (fast) ohne Spuren
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Von news.de-Redakteur Karsten Busch
Artikel vom 09.04.2009Jeder hinterlässt Daten und Spuren im Netz. Immer. Und viele Nutzer wissen das mittlerweile auch. Aber wie verwischt man diese Spuren denn nun richtig? Die grundlegendsten Methoden hat news.de kurz zusammengefasst.
Es sei noch einmal betont: Wirklich anonym ist niemand im Internet. Selbst mit den besten Verschleierungsmethoden hinterlässt ein Nutzer Spuren. Kriminelle, die sich trotzdem den Behörden immer wieder entziehen können, arbeiten oft mit falschen Identitäten und profitieren zum Beispiel von den Schwierigkeiten grenzübergreifender Polizeiarbeit.
Der normale Nutzer kann zu ganz legalen Mitteln greifen, um das eigene Leben nicht allzusehr im Internet auszubreiten. Die banalste Regel lautet: Nichts Privates oder Intimes preisgeben. Im Internet ist alles öffentlich.
Informationen, die einmal im Netz gelandet sind, sind nur schwer oder gar nicht mehr zu entfernen. Das betrifft schon den eigenen Namen. Wenn der echte nicht unbedingt nötig ist, sollte man ein Pseudonym oder einen Fantasienamen wählen und davon auch verschiedene zu verschiedenen Zwecken. So kann niemand Äußerungen und Daten im Netz mit der eigenen Person verbinden.
Selbst wenn Inhalte gelöscht werden, die man beispielsweise in einem Internetforum oder auf der privaten Homepage hinterlassen hat: Suchmaschinen wie Google speichern diese Dinge noch lange in ihren automatisch angelegten Zwischenspeichern. Zudem gibt es Projekte, die eine Art Archiv des Internets anlegen wollen und ihrerseits Webinhalte dauerhaft speichern.
Auch in passwortgeschützten Bereichen von Communities wie StudiVZ oder Facebook sind Daten nicht automatisch privat. Zum einen behalten sich die Seitenbetreiber oft die Nutzung der eingegebenen Daten vor. Ob sie dies wirklich immer anonym oder im versprochenen Umfang tun, ist ungewiss. Die Versuchung, solche für die Werbeindustrie hochinteressanten Daten zu nutzen ist groß.
Webseiten legen im eigenen Browser kleine Dateien ab – die sogenannten Cookies. Diese dienen zum Beispiel zum bequemen Wiederanmelden in der Community am nächsten Tag, zum Speichern des Warenkorbs im Webshop oder zum Anpassen von Startseiten von Suchmaschinen. Seriöse Webseiten löschen die Cookies wieder, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Unseriöse Seiten, die an Nutzergewohnheiten interessiert sind, können Cookies aber dauerhaft anlegen und so die eigenen Surfgewohnheiten ausschnüffeln – wenn auch im begrenzten Umfang
Gegen solche Surfspuren im Browser gibt es Abhilfe: Der Firefox-Browser bietet das automatische Löschen dieser und weitere Daten beim Schließen des Fensters an. Die Einstellung dazu findet sich im Menüpunkt Extras – Einstellungen – Datenschutz – Private Daten.
Ähnlich funktioniert es beim Internet Explorer 7 – hier führt der Weg über Extras - Browserverlauf löschen.
Wer so anonym wie möglich surfen oder andere Dienste im Internet nutzen will, muss dies über Proxy-Dienste tun. Deren Server stehen idealerweise im Ausland und unterstehen somit nicht ohne Weiteres deutschen Behörden. Bei der Nutzung eines Proxys erscheint nicht mehr die eigene IP-Adresse auf den gewählten Webseiten, sondern die des Proxy-Dienstes. Allerdings ist das Ganze nicht eben einfach einzurichten, zudem wird das Surfen spürbar verlangsamt. Schnellere und einfach einzurichtende Anbieter verlangen Gebühren für ihre Dienste.
Bekannte kostenlose Proxy-Server und -Netzwerke sind: Tor und Java Anon Proxy. Beide Projekte klären auf ihren Webseiten über die Schwächen der jeweils eingesetzten Mechanismen auf.
seh
Der Artikel erwähnt nicht das größte Problem: Flashcookies. Sie sind wesentlich gefährlicher als normale Cookies. Einfach mal in ixquick.de eingeben ... oder in scroogle.com ..... oder unter Cookies in wikipedia. FLASHCOOKIES werden nicht vom Browser gelöscht! Das übliche Cookielöschen ist lächerlich geworden ...
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