Android in der Google-Falle
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Menschenähnlich, denn das heißt Android aus dem Griechischen übersetzt, ist das Google-Betriebssystem am ehesten noch in seiner Streitsucht. Ein ernstzunehmender Gegner für das iPhone ist das Google-Handy in jedem Fall - vor allem beim Preis.
Am 2. Februar ist es auch in Deutschland soweit: Dann kommt das G1 in die T-Mobile-Filialen. Dort wird es dann mit Apples iPhone um die Gunst der Handy-Liebhaber streiten. Die zwei bislang heißesten erhältlichen Supermobiltelefone in einem Stall - das wäre, wie wenn Lewis Hamilton und Felipe Massa im selben Rennstall um die Formel-1-Krone fahren würden.
Die Telekom selbst versucht von vornherein, Dampf aus diesem heißen Stallduell zu nehmen. Thomas Heilen, Marketingmanager bei T-Mobile, sieht für G1 und iPhone verschiedene Kundenstämme. «Das G1 bedient mit dem Trackball und der Tastatur andere Erlebniswelten.» Sein Kollege Matthias Kretschmann präzisiert, dass sich das Android eher pragmatisch gäbe, während das iPhone eine Design-Ikone sei.
Nur ein dezenter Aufdruck auf der Rückseite des schwarzen Mobiltelefons - «with Google» - verrät, wer die Software für das jüngste Hightech-Gadget von T-Mobile eigentlich programmiert hat. Doch das G1 ist durch und durch ein Google-Handy, denn ohne ein Konto bei dem Suchmaschinengiganten läuft beim G1 gar nichts. «Google ist der Internetexperte», sagte Peter Chou, der Chef des G1-Herstellers HTC, in Hamburg. Daher könne mit dem G1 die «bestmögliche Interneterfahrung hergestellt werden.»
Das G1 ist das erste Handy, bei dem das von Google programmierte Betriebssystem Android zum Einsatz kommt. Die Benutzeroberfläche kann mit dem iPhone mithalten. Erste Testeindrücke bestätigen, dass das G1 in die Spitze des Smartphone-Markts vorgestoßen ist. Nur im alles entscheidenden Punkt gehen die Meinungen auseinander: Ist das G1 besser als das iPhone?
Von der Benutzeroberfläche her soll sich das Apple-Handy zwar etwas einfacher bedienen lassen als sein Herausforderer. Aber während zum Beispiel beim iPhone in den meisten Anwendungen der Bildschirm vom Hoch- auf ein Querformat umschaltet, wenn man das Gerät um 90 Grad dreht, tut sich beim G1 nichts - obwohl das Google-Handy wie das iPhone über einen Bewegungssensor verfügt.
Erst wenn der Anwender die Quertastatur ausfährt, schaltet auch der Bildschirm des G1 auf die horizontale Darstellung um. Außerdem fehlt beim G1 die Möglichkeit, den Bildschirm mit mehreren Fingern gleichzeitig, dem Multitouch-Verfahren, zu bedienen. Damit könnte der Nutzer etwa bequem und intuitiv in ein Foto oder eine Webseite zoomen. Dagegen hat das G1 aber die beim iPhone häufig vermisste mechanische Tastatur sowie einen vom Blackberry her bekannten Trackball. Damit lässt es sich schnell und präzise durch längere Menüs oder Webseiten scrollen.
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