Premiere sperrt die Hacker aus
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Premiere selbst lehnt alle Spekulationen über die Haltbarkeitszeit der jetzigen Karten ab. Verständlicherweise will das Unternehmen so wenige Worte wie möglich über die Verschlüsselung verlieren, um die Hacker im Dunkeln tappen zu lassen. Dabei könnte der Konzern den illegalen Händlerringen allen Anreiz nehmen, Premiere-Karten nachzubauen: In Großbritannien ist zum Beispiel hinlänglich bekannt, dass die Karten alle zwei Jahre komplett getauscht werden. Damit ist der Zeitraum, tatsächlich Geld mit den Hacks zu verdienen, zu kurz – und man hat kaum Schwarzseher.
Doch auch hier will sich Premiere nicht festlegen und verweist recht nebulös auf eine Reihe von technischen und juristischen Möglichkeiten, auf Piraterieversuche zu reagieren. «Wir sind auf die Hacker vorbereitet», versicherte Jachan einmal mehr. Gegen einen regelmäßigen Smartcard-Tausch spricht jedoch vor allem eine Sache: die hohen Kosten. Zwar hat Premiere mit Rupert Murdoch endlich einen finanzkräftigen Investor, allerdings hat der bereits kräftige Verluste aus seinem Engagement in München eingefahren. Nachdem herauskam, dass Premiere lange Zeit mit geschönten Abonnentenzahlen geworben hat, war der Börsenkurs von Premiere zuletzt in den Keller gefallen.
Die Umstellung der Codierung ist für Premiere ein erster Schritt aus der Krise – auch wenn der Premiere-Sprecher das «K-Wort» nicht gelten lassen will. Denn eins ist klar: Um mit Bezahlfernsehen Geld zu verdienen, müssen die Zuschauer auch bezahlen.
Lesen Sie auf Seite 2, warum die Hacker die Nase vorn hatten
WIR RENTER HABEN AUCH ANGST.UM UNSERE BANKSCHEKKARTEN.HACKER STRAFEN NUR MIT HAFT 2 JAHRE.
jetzt antwortenKommentar melden