Selbsthilfe gegen den Buchstabenterror
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Von news.de-Redakteur Karsten Busch
Artikel vom 17.08.2009
Zusammengekniffene Augen, der Finger auf dem Bildschirm oder – im schlimmsten Fall – Kopfschmerzen: All das können Symptome und Folgen von Bleiwüsten und zu kleiner Schrift auf Internetseiten sein. Abhilfe schaffen die Finger des Nutzers.
Dass es ein Problem mit zu kleinen Inhalten auf Webseiten gibt, zeigte zuletzt eine Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom. Fast die Hälfte (47 Prozent) der 1005 befragten Nutzer hat demnach Probleme beim Lesen von Texten im Internet. Bei den über Sechzigjährigen klagen rund 14 Prozent über häufigere Probleme, bei den Jüngeren bis 30 Jahre sind es nur halb so viele.
Das Problem ist nicht neu. Die Schriftgrößen auf Webseiten sind seit Jahren unverändert, während der Anteil an älteren Internetnutzern und die Nutzung von Onlinemedien stetig steigen. Betreiber und Designer von Webseiten müssten also reagieren und sich auf die neue Mediennutzung einstellen. Das tun sie aber noch sehr selten, und bis sich das ändert, bleibt dem Nutzer nur die Selbsthilfe.
Mit ein paar Kniffen lassen sich aber Webseiten und auch Inhalte von Programmen auf lesbare Dimensionen bringen. Die einfachste Methode: Die Strg-Taste und die Plustaste, gemeinsam gedrückt, vergrößern in allen gängigen Webbrowsern die ganze Seite. Zurück geht es mit Strg und Minustaste. Noch bequemer ändert das Mausrad die Schriftgröße: Mit gedrückter Strg-Taste verstellt der Dreh am Rad die Größe stufenlos und ruckzuck.
Diese Methode funktioniert auch in anderen Programmen - zum Beispiel Microsoft Office oder Open Office. Dort wäre sonst eine umständlichere Tastenkombination oder das Hangeln durch Menüs nötig.
Viele Webseiten bieten bereits Bedienelemente im oberen Teil der Seite, um die Textgröße anzupassen. Die funktionieren, sind aber oft zu klein oder nicht sofort zu finden. Wer ausschließlich den Text einer Seite vergrößern will, aktiviert beispielsweise im Firefox-Browser im Menü «Bearbeiten - Zoom» die entsprechende Option.
Am einfachsten haben es die Nutzer von Computern und Handys mit Multitouch-Unterstützung - darunter die EeePC von Asus oder neuere Apple-Geräte. Diese unterstützen die sogenannten Multitouch-Gesten mit mehreren Fingern auf dem Touchpad. Zusammen mit einem Browser, der die Gesten versteht (zum Beispiel Firefox, Safari) zieht man mit zwei Fingern die gesamte Webseite größer oder kleiner.
Eine kleine Einschränkung gibt es noch: Die angegebenen Methoden verändern immer gleichmäßig sämtliche Inhalte der ganzen Webseite zusammen. Will man diese so zoomen, wie es deren Designer vorgesehen haben, greift man besser auf die oben besprochen Zoom-Knöpfe auf der Seite selbst zurück - wenn vorhanden.
iwi/news.de
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