27.07.2019, 07.10 Uhr

Hugo Alfredo Santillan tot: Box-Drama! Profiboxer (23) stirbt nach Horrorkampf

Kaum erst wurde die Nachricht vom Tod des Boxers Maxim Dadashev publik, hat die Boxwelt einen zweiten Todesfall zu betrauern: Der Superleichtgewichtler Hugo Alfredo Santillan aus Argentinien ist nach einem Kampf gegen Edoardo Javier Abreu an schweren Hirnverletzungen gestorben.

Der argentinische Boxer Hugo Santillan ist nach einem Kampf im Alter von nur 23 Jahren gestorben (Symbolfoto). Bild: Adobe Stock / Sergey Nivens

Beim Boxen fassen sich die Kontrahenten nicht mit Samthandschuhen an - doch wenn die Fäuste im Ring sprechen, hat das nicht selten schwerwiegende Auswirkungen auf die Boxer. Erst vor wenigen Tagen machte die traurige Nachricht die Runde, dass der russische Boxer Maxim Dadashev nach einem Boxkampf mit nur 28 Jahren infolge von schweren Hirnverletzungen starb. Jetzt hat die Boxwelt einen weiteren Todesfall zu beklagen.

Hugo Alfredo Santillan ist tot: Argentinischer Boxer stirbt nach Horror-Kampf

Wie unter anderem in der britischen "Daily Mail" zu lesen ist, starb der aus Argentinien stammende Boxer Hugo Alfredo Santillan im Alter von nur 23 Jahren am Donnerstag, dem 25.07.2019. Das aufstrebende Box-Talent, das im Superleichtgewicht antrat, stand zuletzt am Samstag gegen den aus Uruguay stammenden Boxer Eduardo Javier Abreu im Ring. Der erbitterte Kampf der beiden Boxer zog sich über zehn Runden, bevor die Unparteiischen ein Unentschieden ausriefen. Doch als Hugo Alfredo Santillan seine Arme zum Zeichen der Freude über den Kampf in die Höhe reißen wollte, kollabierte der 23-Jährige und sank leblos in die Arme seines Trainers. Die erschreckenden Szenen wurden von Augenzeugen auf Video festgehalten.

Boxer Hugo Santillan an Blutgerinnsel, Herzinfarkt und Nierenversagen gestorben

Kurzerhand wurde Hugo Alfredo Santillan mit Sauerstoff versorgt und vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht, wo nicht nur ein Blutgerinnsel, sondern auch zwei Herzinfarkte und Nierenversagen diagnostiziert wurden. Zwar wurde der Boxer in ein künstliches Koma versetzt, doch die Herzinfarkte und das Nierenversagen sollten mit dem Blutgerinnsel das Todesurteil des 23-Jährigen darstellen.Der 23 Jahre alte Argentinier erlag am Donnerstag in einem Krankenhaus in Buenos Aires seinen schweren Verletzungen, wie der Boxverband WBC mitteilte.

Dabei hätte der Argentinier eigentlich gar nicht kämpfen dürfen, er war vom Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) mit einer Schutzsperre belegt worden. "Ein absoluter Wahnsinn, den Mann so schnell wieder boxen zu lassen. Santillán hat von uns nach dem harten Kampf gegen Artem eine Schutzsperre bis zum 30. Juli bekommen", sagte BDB-Präsident Thomas Pütz der "Bild"-Zeitung. Santillán hatte am 15. Juni seinen Kampf in Hamburg gegen Artem Harutyunyan verloren.

Hugo Alfredo Santillan stand zum ersten Mal im September 2015 als Box-Profi im Ring und feierte sein Debüt mit einem K.o.-Sieg gegen Osmoso Escalante. In seiner jungen Karriere brachte es der Argentinier auf 19 Siege, davon acht K.o.-Siege, ein Unentschieden und sechs Niederlagen.

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loc/news.de/dpa

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