20.06.2019, 08.17 Uhr

TuS Asterlagen: Schiris ins Krankenhaus geprügelt! Mehrjährige Sperren

Ein Amateurligaspiel in Duisburg ist am Wochenende eskaliert, nachdem der Schiedsrichter zwei rote Karten gegen die Heimmannschaft verhängte. Einige Spieler des TuS Asterlagen rasteten daraufhin aus und prügelten den Unparteiischen und den Linienrichter ins Krankenhaus.

Bei einem Kreisligaspiel in Duisburg kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen (Symbolbild). Bild: DragonImages/Adobe Stock

Nach schweren Attacken gegen zwei Schiedsrichter bei einem Amateur-Fußballspiel in Duisburg ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen einen Co-Trainer und zwei Spieler, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Eskalation beim Kreisliga-Spiel TuS Asterlagen gegen Büderricher SV

Am Samstag waren beim Spiel zwischen TuS Asterlagen und dem Büdericher SV um den Aufstieg in die Kreisliga A der Schiedsrichter und ein Assistent so schwer verletzt worden, dass sie zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden mussten, wie Schiedsrichter-Obmann Jakob Klos mitteilte.

Spieler vom TuS Asterlagen prügeln Schiedsrichter und Linienrichter ins Krankenhaus

Der Schiedsrichter hatte nach Angaben von Staffelleiter Peter Heinisch zwei rote Karten wegen Tätlichkeiten gegen Asterlagener Spieler verhängt. Einer der beiden habe daraufhin den Schiedsrichter attackiert. Ein Mann habe auf einen Linienrichter eingetreten. Auf Fotos des Spiels, die die "WAZ" veröffentlichte, sind regelrechte Jagdszenen zu sehen. Die beiden Unparteiischen konnten laut Polizei in einen Vereinsraum flüchten und mussten laut "Bild" im Krankenhaus behandelt werden.

TuS Asterlagen verlangt lebenslange Sperre für Prügel-Spieler

Nach dem Zwischenfall meldete sich auch der Verein TuS Asterlagen zu Wort und bat auf Facebook um Entschuldigung. Man dulde solch ein Verhalten in keinster Weise und habe unverzüglich entsprechende Schritte eingeleitet. Gegenüber "Bild" forderte Trainer Tugay Yilmazer harte Strafen: "Diejenigen, die das alles zu verantworten haben, sollten die härteste Strafe bekommen. Ich fordere lebenslänglich."

Lesen Sie auch: Todesdrama auf dem Spielfeld – Wegen roter Karte! Fußballer tötet Schiedsrichter.

Mehrjährige Sperren nach Attacken auf Schiedsrichter

Nach Attacken gegen zwei Schiedsrichter bei einem Amateur-Fußballspiel hat ein Sportgericht mehrjährige Spiel- und Platzverbote verhängt. Ein Betreuer des TuS Asterlagen darf sieben Jahre lang keine Funktion in einem Verein ausüben. Außerdem dürfe er nach einer Entscheidung des Sportgerichts des Fußballkreises Moers anderthalb Jahre keinen Fußballplatz betreten, sagte ein Sprecher des Fußballverbands Niederrhein. Zudem erhielt ein Spieler fünfeinhalb Jahre Spiel- und ein Jahr Platzverbot.

Spieler sollen Antigewalttraining absolvieren

Der Betreuer soll einen Schiedsrichter-Assistenten zu Fall gebracht und anschließend auf ihn eingetreten haben. Mit den sieben Jahren Betätigungssperre sei das Gericht ein Jahr unter der möglichen Höchststrafe von acht Jahren geblieben, sagte der Verbandssprecher.

Der Spieler soll den Schiedsrichter geschlagen und getreten haben. Zuvor soll ein weiterer Spieler des Duisburger Vereins einen Gegenspieler mit einem Kaugummi bespuckt haben. Er erhielt fünf Monate Spielsperre. Beide Spieler sollen außerdem an einem Antigewalt-Training teilnehmen.

TuS-Asterlagen-Spieler entschuldigt sich bei Schiedsrichter

Der Verbands-Sprecher sagte, dass sich der anwesende Spieler vom TuS Asterlagen während der Verhandlung persönlich bei dem Schiedsrichter mit Handschlag entschuldigt habe. Auch der Betreuer soll sich bei dem Assistenten entschuldigt haben.

jat/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser