22.05.2019, 08.26 Uhr

Nach Niki Laudas Tod: So bewegend trauern die Promis um die Formel-1-Legende

Diese Nachricht bewegt, besonders die Formel-1. Der Tod von Niki Lauda hat große Trauer in der Motorsport-Königsklasse ausgelöst. Auch Promis trauern um den ehemaligen Formel-1-Champ.

Der Tod von Niki Lauda hat große Trauer ausgelöst. Bild: dpa

Die Formel-1 trauert um eine ihrer größten Ikonen. Vor dem Klassiker in Monaco hat der Tod des dreimaligen Weltmeisters Niki Lauda Fahrer, Teams und Fans erschüttert. "Für immer in unseren Herzen, für immer unsterblich in unserer Geschichte", twitterte die Motorsport-Königsklasse am Dienstagmorgen. "Die Motorsport-Gemeinschaft betrauert den verheerenden Verlust einer wahren Legende". Die Gedanken aller in der Formel 1 seien bei den Freunden und der Familie des Österreichers, der am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben war.

In der Heimat twitterte Kanzler Sebastian Kurz: "Das ganze Land und die Motorsportwelt trauert um einen ganz großen Österreicher. Niki, du wirst uns fehlen." Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat Lauda als Idol und Kämpfer gewürdigt. "Ein ganz Großer und Schillernder, ein Idol und ehrgeiziger Kämpfer, der nie aufgegeben hat, ist von uns gegangen", schrieb Van der Bellen am Dienstag bei Twitter. "Wie kein anderer hat Niki #Lauda unser Bild vom Rennsport, von der Formel 1 geprägt", so Van der Bellen weiter.

Niki Lauda ist tot: Formel-1 in tiefer Trauer - bewegende Worte von Ferrari und McLaren

Laudas ehemaliger Rennstall Ferrari schrieb am Dienstag ebenfalls bei Twitter:"Heute ist ein trauriger Tag für die Formel 1". Und weiter: "Die große Familie Ferrari erfährt in tiefer Trauer die Nachricht vom Tod des Freundes Niki Lauda, dreifacher Weltmeister, zweimal mit der Scuderia (1975-1977). Er wird auf ewig in unseren Herzen und in denen der Fans bleiben." Seinen dritten Titel hatte Lauda 1984 in einem McLaren geholt.

"Alle bei McLaren sind tieftraurig zu hören, dass unser Freund, unser Kollege und der Weltmeister von 1984, Niki Lauda, gestorben ist", schrieb das britische Team bei Twitter. "Niki wird für immer in unseren Herzen und verankert sein in unserer Geschichte."

Das deutsche Werksteam Mercedes veröffentlichte via Twitter zunächst ein Foto eines lächelnden Niki Lauda, darüber neben einem roten Herzen: Niki, 1949 - 2019. Lauda arbeitete seit Ende 2012 als Aufsichtsratschef des Rennstalls.

Formel-1-Stars nehmen Abschied von Niki Lauda

"Eine Legende hat uns verlassen", schrieb der britische Ex-Weltmeister Jenson Button, er hatte 2009 die WM gewonnen. "R.I.P. Niki Lauda", twitterte der aktuelle Formel-1-Pilot Romain Grosjean vom amerikanischen Team Haas. "Legende. Ikone. Champion", kommentierte der britische Sender BBC unter anderem. Der spanische Ex-Weltmeister Fernando Alonso äußerte sich bei Twitter:"Schockierende und traurige Nachricht, diesen Morgen. RIP Niki".

Formel-1-Champion Hamilton kann Lauda-Tod kaum fassen

Lewis Hamilton kann den Tod von Niki Lauda kaum fassen. "Ich wehre mich zu glauben, dass du gegangen bist", schrieb der fünfmalige Formel-1-Weltmeister am Dienstagabend bei Twitter. "Ich werde unsere Gespräche vermissen, unser Lachen, die großen Umarmungen, wenn wir gemeinsam Rennen gewonnen haben."

Der 34-jährige Hamilton, an dessen Wechsel zur Saison 2013 von McLaren zum deutschen Werksrennstall Lauda maßgeblich beteiligt gewesen war, dankte dem am Montag im Alter von 70 Jahren gestorbenen Österreicher, "helles Licht in mein Leben" gebracht zu haben. Lauda galt auch als Ratgeber für den Briten.

Unter Lauda als Teamaufsichtsratschef und dessen Landsmann Toto Wolff als Teamchef reiften die Silberpfeile zudem zur alles dominierenden Macht und Hamilton zum aktuell erfolgreichsten Piloten im Fahrerfeld. Er ist auf dem besten Weg, sogar den Rekord von Michael Schumacher - sieben WM-Titel - anzugreifen. Hamilton startet an diesem Wochenende bereits wieder als WM-Spitzenreiter in den Großen Preis von Monaco.

Der Klassiker wird diesmal im Zeichen des Todes einer der größten Rennlegenden stehen. Hamilton versprach der Familie von Lauda, immer für sie dazu sein, wenn sie ihn brauche. "Liebe dich Mann", schloss Hamilton seinen Post bei Twitter. Das Bild dazu zeigt beide aus der Vogelperspektive, wie Lauda mit ausgestreckten Armen Hamilton nach einem Sieg empfängt.

DTM-Chef Berger über Lauda: "Trauere um einen Freund"

DTM-Boss Gerhard Berger hat Niki Lauda als Ausnahmeerscheinung gewürdigt. "Wenn der Begriff "Legende" auf jemanden zutrifft, dann auf ihn. Seine Erfolge als Rennfahrer und Geschäftsmann in Verbindung mit seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit machen ihn zu einer wahren Legende", sagte der Österreicher über seinen am Montag im Alter von 70 Jahren verstorbenen Landsmann.

"Letztendlich glaube ich, dass es für Niki eine Erlösung war, weil er sein Leben immer mit 120 Prozent Einsatz gelebt hat. Das war ihm aufgrund seiner schweren Krankheit zuletzt nicht mehr möglich. Ich kenne wenige Menschen, die ein so erfülltes Leben hatten wie der Niki - mit großen Erfolgen im Sport und im Geschäftsleben, auch privat noch einmal das Glück zu finden."

Für den Chef des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) und ehemaligen Formel-1-Piloten werde Lauda "der Welt als der Österreicher mit großem Können, Charisma, Ehrlichkeit und Zielstrebigkeit in Erinnerung bleiben."

Berger hatte nach eigener Aussage vor allem in den vergangenen zehn Jahren ein sehr persönliches Verhältnis zum dreimaligen Weltmeister. "Ihn zeichneten Genauigkeit, Pünktlichkeit, Ordnung und ein scharfer Verstand aus. Diese Merkmale in Verbindung mit seiner schonungslos offenen und geradlinigen Art machten ihn für mich zu einer sehr besonderen Person", sagte Berger weiter. "Ich trauere um einen Freund, den ich sehr verehrte und schätzte."

Schauspieler Daniel Brühl: Viel von Lauda gelernt und ihn bewundert

Schauspieler Daniel Brühl hat sich tief betroffen vom Tod Niki Laudas gezeigt. "Er war der mutigste Mann, den ich je kennengelernt habe, nicht nur als Formel 1-Pilot, sondern auch im Umgang mit den Menschen, immer ehrlich und direkt", sagte Brühl am Dienstag laut einer Mitteilung. Der 40 Jahre alte Brühl spielte im Film "Rush" (2013) die österreichische Rennfahrer-Legende. "Wir sind uns im Rahmen der Dreharbeiten zu "Rush" sehr nahe gekommen, und ich war stolz, diesen großartigen Menschen auf der Leinwand verkörpern zu können", sagte Brühl. "Ich habe viel von ihm gelernt und ihn zutiefst bewundert. Meine Gedanken sind bei seiner Frau und seiner Familie."

Niki Lauda ist unsterblich! Die Presse-Reaktionen auf den Lauda-Tod

"Niki Lauda ist tot, und es ist eine unglaubliche Nachricht, die uns nur verdammt traurig machen kann. Aber wie ist das möglich? Er, der ein Überlebender war, er, der wenigsten zweimal gelebt hat, er, der durch eine Art Höllenflammen gegangen ist, er, der zwei Nierentransplantationen überstanden hat", kommentierte der italienische Privatsender Mediaset. "Musste denn dieser Held auf vier Rädern nicht eigentlich unsterblich sein?"

Die spanische Zeitung "AS" schrieb in ihrer Online-Ausgabe: "2019 wird mit Sicherheit ein Jahr, an das sich Mercedes lange erinnert - um nicht zu sagen auf ewig. Denn einer der großen Begründer der Vorherrschaft, welche die Silberpfeile seit sechs Saisons im Formel-1-Zirkus innehaben, ist diesen Montag gestorben. Wir sprechen leider von Niki Lauda." In Österreich stellte der "Kurier" fest:"In der KURIER-Redaktion galt Niki Lauda als unsterblich."

Daimler würdigt Laudas "unschätzbare Wirkung" - Dank von Rosberg

Der deutsche Autobauer Mercedes ist tief bestürzt über den Tod von Niki Lauda und hat dessen Verdienste für den Mercedes-Werksrennstall gewürdigt. "Wir werden für immer dankbar sein für Nikis unschätzbare Wirkung auf den Motorsport und MercedesAMGF1", schrieb die Daimler AG am Dienstag bei Twitter. "Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gehen an die Lauda-Familie." Der dreimalige Formel-1-Weltmeister war am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben. Seit Ende 2012 arbeitete Lauda als Aufsichtsratschef für den Mercedes-Werksrennstall in der Formel 1.

Lauda hat auch großen Anteil an der Erfolgsgeschichte von Mercedes. Seit einschließlich 2014 gewannen die Silberpfeile jeweils die Fahrer- und die Konstrukteurswertung. Der Mercedes-Weltmeister von 2016, Nico Rosberg, dankte Lauda via Twitter. "Ich habe soviel von Dir gelernt. Deine Leidenschaft, dein Kampfgeist, nie zu aufzugeben, dein Glaube daran, dass man sich immer zweimal im Leben begegnet, und selbst deine Geduld mit uns Youngsters", schrieb Rosberg. Er und mit ihm die 100 Millionen Fans auf der ganzen Welt "denken an dich und an deine Familie und wünschen, dass Du in Frieden ruhst".

Die Geissens, Stehfest, Llambi, Becker, Ebel, Stereoact, Melanie Müller: Promis trauern nach Tod von Niki Lauda

Betroffen zeigen sich auch Stars abseits der Motorsport-Welt. "Let's Dance"-Juror Joachim Llambi würdigte Niki Lauda ebenso wie Reality Star Carmen Geiss, RTL-Moderatorin Katja Burkard, Formel-1-Reporter Kai Ebel, Moderator Florian König, Ballermann-Star Melanie Müller und Wimbledon-Champ Boris Becker. Sie trauern öffentlich bei Instagram und Twitter.

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Abschied nimmt auch dasDJ- und Musikproduzenten-Duo Stereoact. Gegenüber news.de erklären sie: "Durch die Medien haben wir vom Tod Niki Lauda's erfahren. Niki hat für uns die Formel 1 geprägt. Keiner hatte mehr Erfahrung wie der Mann mit dem roten Cap. Mit seiner sportlichen Leistung seit den 70er Jahren war er für viele ein Vorbild. Niki, ein Mann der Respekt und höchste Anerkennung verdient hat."

Auch Schauspieler Eric Stehfest kommentiert den Lauda-Schock: "Mit einer unglaublichen Ruhe ausgestattet und einem unaufdringlichen Humor, war dieser Mann ein Vorbild für alle Menschen auf dieser Welt die nach einer schweren Krise nicht im Stande sind wieder aufzustehen. Niki Lauda ist aufgestanden und hat bewiesen das es sich lohnt die Wahrheit zu zeigen und zu leben. Danke für diesen Mut.", lässt er news.de wissen.

rut/sba/news.de/dpa

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