Formel 1 in Monaco 2019 - Ergebnisse: Alle Gewinner im Freien Training von Monte Carlo beim GP

Am 23. Mai 2019 startet das sechste Rennen der aktuellen Formel-1-Saison. Alle aktuellen Ergebnisse und Zwischenstände vom Freien Training, Qualifying und Rennen beim Großen Preis von Monaco in Monte Carlo lesen Sie hier.

Alle aktuellen Ergebnisse der Formel-1-Saison 2019 lesen Sie auf news.de. Bild: dpa

In der Formel 1 steht in diesem Jahr bereits die 70. Weltmeisterschaft an. Von März bis September 2019 müssen sich die Fahrer auf insgesamt 21 Stecken beweisen, um am Ende als Weltmeister hervorzugehen. An diesem Wochenende steht der Große Preis von Monaco in Monte Carlo auf dem Programm.

Formel 1 GP 2019 in Monaco: Ergebnisse und Live-Ticker vom Großen Preis von Monte Carlo

Direkt nach den jeweiligen Durchgängen versorgen wir Sie hier auf news.de mit den aktuellen Ergebnissen vom Freien Training, Qualifying und Rennen des Großen Preises von Monaco in Monte Carlo. Wie Sie den Großen Preis von Monaco im Live-Stream und TV sehen,erfahren Sie hier.

+++ 23.05.2019:Silberpfeile fahren davon: Hamilton Schnellster beim Monaco-Auftakt +++

Lewis Hamilton und Valtteri Bottas haben beim Training zum Großen Preis von Monaco die Konkurrenz vorgeführt. Formel-1-Titelverteidiger Hamilton fuhr am Donnerstagnachmittag in der schnelleren zweiten Einheit in 1:11,118 Minuten die schnellste Runde des Tages. Bottas fehlten auf dem rund 3,3 Kilometer kurzen Stadtkurs von Monte Carlo lediglich 81 Tausendstelsekunden.

WM-Herausforderer Sebastian Vettel landete im zweiten Freien Training mit einem erschreckenden Rückstand von 0,763 Sekunden auf dem dritten Platz. Der Monegasse Charles Leclerc kam im zweiten Ferrari auf seiner Heimstrecke nicht über Platz zehn mit über 1,2 Sekunden Rückstand auf Hamilton hinaus.

Der fünfmalige Weltmeister aus Großbritannien bestimmte beide Einheiten, nachdem er tags zuvor seine Medientermine wegen des Todes von Niki Lauda abgesagt hatte. Er und auch Bottas fuhren mit einer Widmung an den Österreicher, der am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben war, auf ihren Autos. Vettel trug einen Helm im Lauda-Design.

Vor dem sechsten WM-Lauf führt Hamilton die WM-Wertung mit sieben Punkten Vorsprung vor Bottas an. Das Mercedes-Duo fuhr in den bisherigen Saisonrennen jeweils die ersten beiden Plätze ein. Max Verstappen von Red Bull ist Dritter mit 46 Punkten weniger als Hamilton. Vettel fehlen bereits 48 Zähler auf den Briten.

+++ 23.05.2019:Hamilton fährt Bestzeit zum Auftakt in Monaco - Vettel Fünfter +++

 

Lewis Hamilton ist zum Auftakt des Großen Preises von Monaco die beste Runde gefahren. Nachdem der fünfmalige Formel-1-Weltmeister seine Medientermine am Mittwoch wegen des Todes von Niki Lauda abgesagt hatte, war am Donnerstag in Monte Carlo beim ersten Freien Training keiner schneller als der 34 Jahre alte Brite.

Mit einer Widmung für Lauda auf dem Silberpfeil verwies Hamilton Max Verstappen im Red Bull auf den zweiten Platz. Der Niederländer war auf dem 3,3 Kilometer langen Kurs aber nur 59 Tausendstelsekunden langsamer. Dritter wurde Valtteri Bottas im zweiten Mercedes.

Die beiden Autos des deutschen Werksteams trugen zu Ehren von Lauda den Schriftzug "Danke Niki" sowie dessen Unterschrift auf der Fahrzeugnase. Zudem war einer der Sterne auf der Motorabdeckung rot - in Anlehnung an die berühmte rote Kappe des Österreichers, der am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben war.

Auf Rang vier folgte im ersten Training Charles Leclerc im Ferrari bei seinem Heim-Grand-Prix. Der 21 Jahre alte Monegasse verwies den zehn Jahre älteren Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel im zweiten Ferrari auf Platz fünf. Der Heppenheimer erinnerte mit einem Helm im Lauda-Design an den ehemaligen Ferrari-Pioten. Nico Hülkenberg kam auf Platz sieben im Renault.

Vor dem sechsten WM-Lauf führt Hamilton die WM-Wertung mit sieben Punkten Vorsprung vor Bottas an. Das Mercedes-Duo fuhr in den bisherigen Saisonrennen jeweils die ersten beiden Plätze ein. Verstappen ist Dritter mit 46 Punkten weniger als Hamilton. Vettel fehlen bereits 48 Zähler auf den Briten.

+++ 22.05.2019: Hamilton nicht wie geplant bei der Monaco-Pressekonferenz +++

 

Lewis Hamilton ist am Mittwoch nicht wie ursprünglich vorgesehen bei der Pressekonferenz zum Großen Preis von Monaco aufgetreten. Anstelle des fünfmaligen Formel-1-Weltmeisters nahm dessen Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas an der Fragerunde im Fahrerlager von Monte Carlo teil. Hamilton hatte am Vorabend bereits mit einem Posting in den sozialen Netzwerken emotional auf den Tod von Ratgeber und Wegbegleiter Niki Lauda reagiert.

Der Österreicher war am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben. Er hatte 2012 maßgeblichen Anteil am Wechsel Hamiltons von McLaren zu Mercedes. Ohne Lauda wäre er nicht bei Mercedes, hatte Hamilton in seiner Trauer-Nachricht geschrieben. "Ich werde unsere Gespräche vermissen, unser Lachen, die großen Umarmungen, wenn wir gemeinsam Rennen gewonnen haben."

Auch Teamkollege Bottas sprach von einer schockierenden Nachricht gleich zu Wochenbeginn. "Er hat auch mir viel bedeutet", sagte der Finne. Bottas betonte, dass Lauda immer eine massive Motivation für alle im Mercedes-Team gewesen sei. Man wolle ihm nun beim Klassiker in Monte Carlo mit einer starken Leistung Respekt zollen.

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge telefonierten Hamilton und Mercedes-Teamchef Toto Wolff noch in der Nacht nach Laudas Tod eine Stunde lang.

+++ 22.05.2019: Niki Laudas Tod überschattet Formel-1-Rennen in Monaco +++

Unter dem Eindruck des Todes von Niki Lauda muss die Formel 1 in Monte Carlo Trauerarbeit verrichten. Nur einen Tag nach der schockierenden Nachricht um den dreimaligen Weltmeister soll aber schon am Mittwoch (15.00 Uhr) auch WM-Titelverteidiger Lewis Hamilton auf der offiziellen Pressekonferenz zum sechsten Grand Prix der Saison Rede und Antwort stehen.

Auch für den Medienprofi und Jetsetter wird das wohl kein leichter Auftritt. "Ich wehre mich zu glauben, dass du gegangen bist", schrieb Hamilton am Dienstagabend bei Twitter. "Ich werde unsere Gespräche vermissen, unser Lachen, die großen Umarmungen, wenn wir gemeinsam Rennen gewonnen haben."

Der britische Mercedes-Pilot hatte ein enges Verhältnis zum langjährigen Team-Aufsichtsrat der Silberpfeile. Lauda spielte eine entscheidende Rolle, Hamilton zur Saison 2013 als Nachfolger von Michael Schumacher zu verpflichten. "Die Mercedes-Familie hat einen ihrer besten Mentoren verloren", sagte Daimler-Boss Dieter Zetsche.

Lauda war am Montag im Kreis seiner Familie in der Universitätsklinik in Zürich friedlich entschlafen, wie es in einer im Namen der Familie verbreiteten Mitteilung hieß. Der Österreicher mit der roten Kappe als Markenzeichen wurde 70 Jahre alt. Seit seinem Feuer-Unfall auf dem Nürburgring 1976 hatte er immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Durch Spätfolgen hatte er sich schon zweimal einer Nierentransplantation unterziehen müssen.

Anfang August 2018 erhielt Lauda eine Spender-Lunge. In der Reha machte er zunächst auch große Fortschritte, die Hoffnung auf eine Rückkehr an die Rennstrecke erfüllte sich aber nicht mehr. "Er war ein fantastischer Pilot, ein talentierter Unternehmer und ein umwerfender Mensch. Er wird mir fehlen", sagte Ferrari-Vizepräsident Piero Ferrari über Lauda, der zwei seiner drei WM-Titel für die Scuderia holte. Selbst wenn man mit dem gebürtigen Wiener nicht immer einer Meinung gewesen sei, erinnerte sich Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, "musste man ihn einfach mögen".

Lauda wird Mercedes als emotionaler Anker fehlen. "Es war ein Privileg, ihn zu unserem Team zählen zu dürfen, und es war bewegend zu sehen, wie viel es ihm bedeutete, Teil des Erfolgs dieses Teams zu sein", sagte Teamchef Toto Wolff. "Immer, wenn er durch die Werke in Brackley oder Brixworth ging oder eine seiner berühmten Motivationsreden hielt, versprühte er eine Energie wie niemand sonst."

Die Formel 1 wird einer ihrer großen Legenden in Monaco die Ehre erweisen. Im Fürstentum, wo Hamilton im Rennen am Sonntag (15.10 Uhr) seine WM-Führung ausbauen will, dürfte es genügend emotionale Momente des Abschiednehmens geben. Weil am Freitag dort keine Formel-1-Autos auf die Strecke rollen, beginnt das Grand-Prix- Wochenende dort traditionell immer schon mittwochs.

"Er war eine wahre Legende unseres Sports und jemand, für den ich großen Respekt hatte", ließ Red-Bull-Pilot Max Verstappen wissen. Der Spanier Carlos Sainz, im McLaren-Cockpit einer der Nachfolger von Lauda, würdigte den Österreicher als einen "der letzten echten Helden unseres Sports, ein wahrer Gentleman und ein großer Mensch". Und Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost sagte: "Die Formel 1 verliert einen der wichtigsten Botschafter des Sports."

+++ 22.05.2019: Daten und Fakten zum Großen Preis von Monaco +++

Name: Circuit de Monaco

Streckenlänge: 3,337 Kilometer

Rundenzahl: 78

Erster Grand Prix: 1950

Rekordsieger: Ayrton Senna (6x/1987, 1989 bis 1993)

Besonderheit: Besonders ist fast alles, gewöhnlich ist praktisch nichts. Normalerweise cruisen Schwerreiche in sehr teuren Autos durch die engen Straßen. Motto: Sehen und gesehen werden. Für Rennwagen ist die Strecke eigentlich nichts. Genau das ist aber der Reiz. Überholen? Eigentlich unmöglich. Fehler? Bloß nicht! Doch diesmal wird der Glanz und Glamour getrübt. Der Tod des dreimaligen Weltmeisters Niki Lauda, Sieger in Monte Carlo 1975 und 1976, lastet schwer auf der Motorsport-Königsklasse.

Streckenprofil: Jeder Streckenabschnitt steht für Legenden und Anekdoten: Sainte-Dévote, Casino, Mirabeau, Tabac, Schwimmbad, Tunnel und Rascasse. Es ist die kürzeste aller Strecken. Es gibt keine Stelle zum Durchatmen. 18 Kurven auf 3,3 Kilometern - macht rechnerisch alle 183 Meter eine Kurve.

Fahrermeinungen: Nico Hülkenberg (Renault/Emmerich): "Es gibt nichts, das an Monaco rankommt. Es gibt ein paar Straßenkurse im Formel-1-Kalender mit Baku und Singapur, die auch jeder für sich großartig sind. Aber Monaco ist fantastisch und unvergleichlich. Es gibt dir einen mächtigen Adrenalinrausch. Du fühlst den Speed, wenn du so eng zwischen den Mauern die Runde fährst."

Max Verstappen (Red Bull/Niederlande): "Ich lebe ja in Monaco, es ist also schön, im eigenen Apartment zu schlafen anstatt im Hotel. Es ist ein sehr spezielles und hektisches Wochenende, aber es ist auch ein großer Spaß."

Deutscher Faktor: Zehn deutsche Siege gab es vor dem 66. Grand Prix in Monaco in der Formel 1. Allein fünfmal gewann Rekordweltmeister Michael Schumacher in Monte Carlo (1994, 1995, 1997, 1999 und 2001). Wahl-Monegasse Nico Rosberg fuhr 2013, 2014 und 2015 als Erster durchs Ziel. Sebastian Vettel gewann den Klassiker 2011 auf dem Weg zu seinem zweiten Formel-1-Titel im Red Bull und 2017 für Ferrari. 16 Jahre musste die Scuderia seit Michael Schumachers Triumph auf einen weiteren Sieg bei dem Klassiker der Saison warten.

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