17.02.2019, 16.40 Uhr

Leichtathletik DM 2019 in Leipzig: Alle Gewinner vom 2. Wettkampftag der Deutschen Hallenmeisterschaften

Am Wochenende des 16. und 17. Februars 2019 messen sich Deutschlands Top-Leichtathleten in Leipzig. Hier erfahren Sie, wie Sie die Deutschen Hallenmeisterschaften in der Leipziger Arena live verfolgen können und wer welche Disziplin für sich entscheidet.

Am 16. und 17.02.2019 misst sich in Leipzig Deutschlands Leichtathletik-Elite. Bild: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Am Wochenende des 16. und 17. Februars 2019 steigen in der Arena Leipzig die Deutschen Hallenmeisterschaften in der Leichtathletik. Beim nationalen Höhepunkt der Hallensaison 2019 geht es allerdings nicht nur um die jeweiligen deutschen Meistertitel, sondern auch um die Qualifikation für die Hallen-Europameisterschaft in Glasgow (1.-3. März 2019).

Leichtathletik DM 2019 aus Leipzig im Live-Stream sehen

Die Arena Leipzig ist bei dem Sportevent am 16. und 17. Februar 2019 restlos ausverkauft. Wer dennoch bei den spannenden Wettkämpfen live dabei sein möchte, hat beim eigens eingerichteten Live-Stream auf leichtathletik.dedie Möglichkeit dazu. Die Übertragungen starten am 16. Februar 2019 um 13.10 Uhr und am 17. Februar um 12.00 Uhr. Die Kommentatoren Ivo Koken und Alexandra Dersch werden sie durch den Event im Live-Stream begleiten. Welche Disziplin Sie um welche Uhrzeit erwartet, erfahren Sie ausführlich hier.

Deutsche Meisterschaften der Leichtathletik 2019 im TV sehen

Eine Live-Übertragung im TV ist leider nicht vorgesehen. Dafür wird Eurosport am Sonntag, den 17. Februar 2019 ab 19.00 Uhr, die Ergebnisse von der Deutschen Hallenmeisterschaft in Leipzig in einer knapp 90-minütigen Sendung zusammenfassen.

Alle Ergebnisse der Deutschen Hallenmeisterschaften 2019 in Leipzig

Wer in welcher Disziplin die Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik in Leipzig für sich entscheiden konnte, erfahren Sie zeitnah hier bei news.de.

+++ 17.02.2019: Die Gewinner des 2. Wettkampftages auf einen Blick +++

Disziplin Gewinner/in
Dreisprung der Herren Max Heß
Hochsprung der Damen Imke Onnen
Stabhochsprung der Herren Bo Kanda Lita Baehre
800 Meter der Herren Robert Farken
800 Meter der Damen Katharina Trost
400 Meter der Damen Nadine Gonska
400 Meter der Herren Torben Junker
200 Meter der Damen Rebekka Haase
200 Meter der Herren Zeitfinale 1: Patrick Domogala
Zeitfinale 2: Maurice Huke
1500 Meter der Damen Hanna Klein
Weitsprung der Damen Malaika Mihambo
Hochsprung der Herren Mateusz Przybylko
1500 Meter der Herren Marius Probst
4x200 Meter Staffel der Herren 1. Zeitendlauf: VFL Sindelfingen
  2. Zeitendlauf: TSV Bayer 04 Leverkusen II
4x200 Meter Staffel der Damen 1. Zeitendlauf: TSC Bayer 04 Leverkusen I
  2. Zeitendlauf: MTG Mannheim

+++ 17.02.2019:Europameisterin Mihambo holt Titel mit mäßigen 6,72 Metern +++

Europameisterin Malaika Mihambo hat ihren Weitsprung-Titel bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Leipzig erfolgreich verteidigt. Die 25-Jährige von der LG Kurpfalz erreichte am Sonntag 6,72 Meter und verpasste damit ihren erhofften ersten Satz über die Sieben-Meter-Marke. Mihambo, Olympia-Vierte von Rio de Janeiro, war vor zwei Wochen beim ISTAF Indoor in Berlin 6,99 Meter gesprungen.

Den letzten Sieben-Meter-Satz einer Deutschen hatte Olympiasiegerin Heike Drechsler am 4. März 1995 mit 7,09 Metern in Sindelfingen geschafft. Mihambo hatte in Leipzig auch ihre Sprintqualitäten unter Beweis gestellt und war am Samstag Siebte über 60 Meter in 7,39 Sekunden geworden. Im Weitsprung musste sie nach zwei ungültigen Versuchen zunächst aber zittern, ehe sie sich am Ende klar vor Annika Gärtz vom LV 90 Erzgebirge (6,47 Meter) durchsetzte.

+++ 17.02.2019: Eine Tausendstel nach 800 Metern: Trost entthront Hering +++

Die Winzigkeit von einer Tausendstelsekunde fehlte Christina Hering bei den deutschen Hallenmeisterschaften zum fünften Titel in Serie. Die 24 Jahre alte Leichtathletin von der LG Stadtwerke München rannte über 800 Meter am Sonntag in 2:05,16 Minuten ins Ziel - ihre Clubkollegin und Trainingspartnerin Katharina Trost wurde mit exakt der gleichen Zeit gestoppt. Erst das Zielfoto wies dann den kleinstmöglichen Unterschied aus: Trost 2:05,158 - Hering 2:05,159 Minuten. Bei der Ehrenrunde in der Leipziger Arena strahlten dann beide wie Siegerinnen.

+++ 16.02.2019: Alle Gewinner vom 1. Wettkampftag auf einen Blick +++

Disziplin Gewinner/in
Dreisprung der Damen Kristin Gierisch
Kugelstoßen der Damen Christina Schwanitz
Stabhochsprung der Damen Lisa Ryzih
3000 Meter Lauf der Herren Sam Parsons
Kugelstoßen der Herren David Storl
60 Meter Hürden der Herren Gregor Traber
60 Meter Hürden Damen Pamela Dutkiewicz
60 Meter Herren Kevin Kranz
60 Meter Damen Lisa Marie Kwayie
Weitsprung der Herren Fabian Heinle
3000 Meter der Damen Konstanze Klosterhalfen

+++ 16.02.2019: Konstanze Klosterhalfen mit furiosem 3000 Meter Lauf +++

Deutschlands große Lauf-Hoffnung Konstanze Klosterhalfen hat bei den Hallen-Meisterschaften der Leichtathleten in Leipzig ihren deutschen 3000-Meter-Rekord deutlich verbessert. Zwei Tage vor ihrem 22. Geburtstag rannte die Leverkusenerin am Samstag nach 8:32,47 Minuten ins Ziel - sie blieb damit 3,54 Sekunden unter ihrer ein Jahr alten Bestmarke. "Das fühlt sich gut an. Ich finde Rekorde immer cool", sagte die Siegerin, die zugleich eine Weltjahresbestzeit aufstellte.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hatte wegen Klosterhalfen extra den Zeitplan verändert und das 3000-Meter-Rennen an das Ende des ersten Wettkampftages gelegt.

+++ 16.02.2019:Dreispringerin Kristin Gierisch überzeugt in Leipzig +++

Eine Woche nach ihrem deutschen Rekord von 14,59 Metern überzeugte Dreispringerin Kristin Gierisch auch in Leipzig: Mit 14,38 holte sich die Favoritin ihren vierten Hallentitel ab - und fährt mit Medaillenchancen zur Hallen-Europameisterschaft vom 1. bis 3. März in Glasgow. «Bei der EM bin ich Titelverteidigerin. Ich bin zudem Erste der europäischen Bestenliste. Das sagt doch alles über meine Ziele», erzählte die 28-Jährige aus Chemnitz, die sich mit einer Portion Himbeeren belohnte.

+++ 16.02.2019: Kevin Kranz und Lisa Marie Kwayie deutsche Sprintmeister in Leipzig +++

Kevin Kranz und Lisa Marie Kwayie sind erstmals deutsche Hallen-Meister über 60 Meter. Bei den Titelkämpfen der Leichtathleten am Samstag in Leipzig setzte sich Kranz in 6,59 Sekunden durch. Im Vorlauf hatte der 20-Jährige vom Sprintteam Wetzlar in 6,56 Sekunden den deutschen Rekord von Julian Reus knapp verpasst. Der Erfurter war vor drei Jahren ebenfalls in Leipzig 6,52 Sekunden gerannt, fehlte diesmal aber wegen einer Oberschenkelverletzung. Kranz war bereits vergangenen Sommer Meister über 100 Meter.

Bei den Frauen eroberte Kwayie in Abwesenheit von Vize-Europameisterin Gina Lückenkemper (Berlin) und Titelverteidigerin Tatjana Pinto (Paderborn) den Titel in 7,19 Sekunden.

+++ 16.02.2019: Kugelstoß-Favoriten Schwanitz und Storl sichern sich Hallentitel+++

Kugelstoßer David Storl hat sich bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig bereits seinen siebten Titel gesichert. Der 28 Jahre alte Europameister gewann die Konkurrenz am Samstag in Leipzig überlegen mit der persönlichen Saisonbestleistung von 21,32 Metern. Zweiter in der Arena hinter Lokalmatador Storl vom SC DHfK Leipzig wurde der Sindelfinger Tobias Dahm mit fast zwei Metern weniger.

Zwei Wochen vor der Hallen-EM der Leichtathleten in Glasgow ist auch Christina Schwanitz schon in Top-Form. Mit 19,54 Metern übertraf die Vize-Europameisterin vom LV 90 Erzgebirge ihre eigene Hallen- Weltbestleistung um 23 Zentimeter. Der Sieg der 33-Jährigen war nie in Gefahr: Vorjahres-Meisterin Alina Kenzel aus Waiblingen lag als Zweite trotz persönlicher Bestweite von 17,94 Metern weit zurück.

+++ 14.02.2019: Sprinter Reus sagt DM-Hallenstart in Leipzig wegen Verletzung ab +++

Deutschlands Top-Sprinter Julian Reus kann seinen Titel bei den Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in Leipzig (16./17. Februar) nicht verteidigen. "Leider muss ich meine Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften am Wochenende aufgrund einer Oberschenkelverletzung absagen. Seit Beginn der Hallensaison habe ich Probleme, die jetzt leider einen Start unmöglich machen", teilte der 30-Jährige aus Erfurt am Mittwoch auf seiner Facebookseite mit.
Reus beendet diese Hallensaison damit knapp drei Wochen vor der EM in Glasgow (1. bis 3. März). Die Norm für die 60 Meter (6,63 Sekunden) hatte der deutsche Rekordhalter in dieser Saison noch nicht erfüllt. "Im Sommer bin ich dann wieder mit dabei", kündigte Reus mit Blick auf die Freiluftsaison und die Weltmeisterschaften in Doha (27. September bis 6. Oktober) an.

+++ 14.02.2019: Lauf-Talent Konstanze Klosterhalfen in Leipzig dabei +++

Konstanze Klosterhalfen ist so schnell wie nie in die Saison gestartet. In New York verbesserte die große Lauf-Hoffnung von Bayer Leverkusen die Hallen-Bestmarken über eine Meile und 1500 Meter. Nun schaut die Leichtathletik-Szene am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Leipzig auf die knapp 22-Jährige aus Leverkusen. Das Training in ihrer neuen Wahlheimat USA, wo sie sich in Portland dem Nike Oregon-Project (NOP) angeschlossen hat, zeigt erste Wirkung. Das Prestigeprojekt ihres US-Sportartikelherstellers ist wegen eines Mannes nicht unumstritten: Alberto Salazar.

"Ich freue mich sehr, dass es für 'Koko' in den USA so gut läuft und ihre Entwicklung in diesem Jahr so weitergeht", sagte Bundestrainer Sebastian Weiß. Er betreut Klosterhalfen, wenn sie in Deutschland ist. Der bekannteste Coach in Portland ist Alberto Salazar, der frühere Trainer des britischen Laufhelden und viermaligen Olympiasiegers Mo Farah. Nach Vorwürfen seiner ehemaligen Läuferin Kara Goucher, von Salazar zur Einnahme leistungsfördernder Mittel genötigt worden zu sein, ermittelt die Anti-Doping-Agentur der USA seit Jahren. In einem geleakten Zwischenbericht von März 2016 stellte die USADA fest, dass es "zwingende Beweise" gebe, dass unter anderen Salazar Medikamente "unkonventionell (und auch potenziell ungesetzlich)" sowie nach den Regeln des Sports "nicht erlaubt" angewendet haben soll. Die Untersuchung ist nicht abgeschlossen, soll aber vor dem Ende stehen.

"Es gilt die Unschuldsvermutung. Bisher ist nichts belegt und es liegt kein Abschlussbericht vor", sagte Weiß zu den Anschuldigungen gegen Salazar. "Solange gehen wir davon aus, dass alles sauber ist." Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes äußert sich zurückhaltend zum Thema Klosterhalfen und NOP. "Das ist die Entscheidung der Athletin", meinte Jürgen Kessing. Sie sei nicht offizieller Teil des Projektes und trainiere auch nicht bei Salazar. Dennoch sollte man "etwas wachsamer" sein als sonst. "Konstanze Klosterhalfen gehört dem Testpool an und wird regelmäßig von der NADA und bei Trainingslagern von der WADA kontrolliert", betonte Kessing.

Die Hallen-Vizeeuropameisterin von 2017 selbst hat sich bisher nicht zu dem Schritt, die Möglichkeiten des Oregon-Projects zum Training zu nutzen, geäußert. Anfragen der Deutschen Presse-Agentur nach einem Interview bei ihrem Management blieben ohne Erfolg. "Sie ist eine Athletin, die zielorientiert ist und Störungen nicht so mag", nennt Kessing einen möglichen Grund für das Schweigen.

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pap/news.de/dpa

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