06.02.2019, 21.21 Uhr

Rudi Assauer tot: Fußball-Welt trauert! Schalke-Legende mit 74 Jahren verstorben

Jahrelang prägte Rudi Assauer den FC Schalke 04 wie kein anderer. Er war Macher und Seele des Traditionsclubs. Der UEFA-Cup-Sieg 1997 und seine Tränen nach der "Vier-Minuten-Meisterschaft" 2001 sind unvergessene Momente. Nun starb der Ex-Manager nach langer Krankheit.

Schalke-Legende Rudi Assauer ist mit 74 Jahren gestorben. Bild: Guido Kirchner / picture alliance / dpa

In der Fußball-Bundesliga machte sich Rudi Assauer als Abwehrspieler bei Borussia Dortmund und Werder Bremen einen Namen, bevor er sich nach seiner aktiven Laufbahn in den 1980er Jahren als Trainer des SV Werder Bremen und FC Schalke 04 verdingte. Jetzt tragen Schalke-Fans Trauer: Rudi Assauer ist Medienberichten zufolge im Alter von 74 Jahren gestorben.

Rudi Assauer tot: Ex-Schalke-Manager stirbt laut "Bunte" mit 74 Jahren

Die Bestätigung, dass Ex-Schalke-Manager Rudi Assauer verstorben ist, will die "Bunte" von Assauers ehemaliger Lebensgefährtin Beate Schneider erhalten haben. "Rudi ist heute Nachmittag gestorben", so die Worte von Assauers Ex-Partnerin. "Es ist traurig, aber auch eine Erlösung für ihn. Wir sind alle wahnsinnig traurig."

Schalke-Legende Rudi Assauer litt an Alzheimer

Seit 2012 war bekannt, dass Rudi Assauer an Alzheimer erkrankt ist. In Assauers Familie gab es weitere Fälle der heimtückischen Erkrankung: Auch Rudi Assauers Bruder Lothar litt an der neurodegenerativen Erkrankung. Neben seiner fußballerischen Karriere geriet Rudi Assauer durch sein Privatleben in die Schlagzeilen, war der gebürtige Saarländer doch neun Jahre lang mit Schauspielerin Simone Thomalla liiert.

FOTOS: Abschied von den Promis Diese Stars sind 2019 gestorben

Schalke-Aufsichtsratschef Tönnies: "Tief betroffen und traurig"

Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hat mit großer Bestürzung auf den Tod von Rudi Assauer reagiert. "Wir sind tief betroffen und traurig. Umso mehr trifft uns die Nachricht von seinem Tod ausgerechnet am Pokalspieltag", sagte Tönnies am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wussten alle um seinen Gesundheitszustand. Rudi ist der Architekt des modernen Schalke. Er hat unendlich viel für Schalke getan und wir werden sein Andenken immer in Ehren halten."

DFB-Präsident Grindel über Assauer: "Herausragende Persönlichkeit"

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat den früheren Schalke-Manager Rudi Assauer nach seinem Tod als "herausragende Persönlichkeit" bezeichnet. "Er hat in 307 Bundesliga-Partien als Spieler, als Trainer und vor allem als Manager des FC Schalke 04 viel für den Vereinsfußball in Deutschland bewegt. Mein Beileid gilt besonders der Familie", schrieb Grindel am Mittwochabend auf Twitter. Auch zahlreiche Bundesliga-Clubs bekundeten am Abend des Todesfalls ihre Trauer und ihre Anteilnahme.

Nach Assauers Tod: Trauerflor und Gedenkminute vor Pokalspiel

Vor dem DFB-Pokalspiel zwischen FC Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf wird es nach dem Tod von Rudi Assauer eine Gedenkminute geben. Dies teilten die Schalker vor dem Anpfiff (20.45 Uhr) am Mittwochabend über ihren Twitter-Account mit. Zudem werden die Königsblauen das Pokal-Achtelfinale mit einem Trauerflor bestreiten.

Assauer, der frühere Manager des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, war am Mittwoch im Alter von 74 Jahren gestorben. Das wurde der dpa aus Kreisen der Familie bestätigt. Zuerst hatte die "Bunte" über den Tod Assauers berichtet.

Schalkes früherer Manager Assauer in aller Stille beigesetzt

Rudi Assauer ist in aller Stille und im engsten Familienkreis beigesetzt worden. Der langjährige Manager des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 fand seine letzte Ruhestätte am Dienstagmittag in einem Friedwald im nördlichen Ruhrgebiet. Der FC Schalke 04 hat zu einer Gedenkfeier am kommenden Freitag um 11.00 Uhr in die Propsteikirche St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer eingeladen. Dort wollen neben den Königsblauen auch Vertreter von Borussia Dortmund und Werder Bremen seines Lebenswerks gedenken. Für beide Vereine spielte Assauer als Fußball-Profi, ehe er in Bremen seine Manager-Karriere startete.

Im Anschluss an die Gedenkfeier sind alle Freunde, Wegbegleiter und Fans zu Bier und Bratwurst in die Veltins-Arena eingeladen - so wie es dem Kind des Ruhrgebiets gefallen hätte. In der Arena liegt zudem ein Kondolenzbuch aus. Bei der Gedenkfeier sind Kränze willkommen. Darüber hinaus kann an die Rudi Assauer Initiative Demenz und Gesellschaft gespendet werden.

DFL-Präsident Rauball: Assauer war Urgestein und Identifikationsfigur

DFL-Präsident Reinhard Rauball hat den am Mittwoch gestorbenen Rudi Assauer als "ein Urgestein und eine Identifikationsfigur" gewürdigt. Der frühere Manager von Schalke 04 sei über viele Jahre "eines der prominentesten Gesichter des deutschen Fußballs" gewesen, sagte Rauball in einer von der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Mittwochabend verbreiteten Mitteilung. "Einen Mann wie Rudi Assauer wird man im deutschen Fußball nicht vergessen", fügte Rauball an.

Auch DFL-Geschäftsführer Christian Seifert würdigte die Verdienste des früheren Funktionärs. "Er hatte die Gabe, andere Menschen für sich zu gewinnen - auch deshalb genoss er weit über die Stadtgrenzen von Gelsenkirchen hinaus einen hervorragenden Ruf. Die Nachricht von seinem Tod macht mich sehr traurig", sagte Seifert.

Auch Borussia Dortmund trauert um verstorbenen Rudi Assauer

Auch Schalkes Revierrivale Borussia Dortmund trauert um Rudi Assauer. "Der BVB wird einen Menschen wie Rudi Assauer nicht vergessen. Er war als aktiver Spieler Bestandteil der Europapokalsieger-Mannschaft von 1966 und damit an einem Meilenstein in der Geschichte von Borussia Dortmund beteiligt", sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball am Mittwoch.

Assauer absolvierte von 1964 bis 1970 insgesamt 119 Bundesligaspiele (8 Tore) für die Dortmunder und gewann mit dem Club 1965 den DFB-Pokal und im Jahr darauf den Europapokal der Pokalsieger. "Auch wenn Assauer in der Rückschau natürlich vor allem Schalker ist, so hat er seine schwarzgelbe Vergangenheit doch nie verleugnet", hieß es in einer Erklärung der Borussia. 2010 wurde er für 40-jährige BVB-Mitgliedschaft geehrt.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser