Biathlon-Weltcup 2018 Ergebnisse heute: Platz 3 in Biathlon-Staffel bei den Herren! Debakel bei den Frauen

Das deutsche Team möchte vom 10. bis 16. Dezember im österreichischen Hochfilzen glänzen. Wettkämpfe im Sprint, in der Verfolgung und in der Staffel stehen auf dem Programm. Alle Ergebnisse finden sie zeitnah hier.

Der Biathlon-Weltcup startet in diesem Jahr im slowenischen Pokljuka. Bild: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Weltcup-Auftakt der Biathleten: Vom 10.12 bis 16.12.2018 gastieren die Wintersportler im österreichischen Hochfilzen. Auch das deutsche Team hat sich in diesem Jahr einiges vorgenommen. Am 13. und 14. Dezember 2018 stehen die Sprints der Herren und Damen an, bevor am 15.12.2018 die Verfolgung der Herren und Damen folgen wird. Abgerundet wird das Biathlon-Wochenende in Hochfilzen am 16. Dezember 2018 mit den Staffelläufen der Damen und Herren.

Biathlon Weltcup 2018 in Hochfilzen: Alle Ergebnisse aus Österreich im Überblick

Die Ergebnisse vom Biathlon Weltcup 2018 in Hochfilzen lesen Sie direkt im Anschluss an die Wettbewerbe hier bei news.de. Wie Sie die laufende Biathlon-Saison live im deutschen Fernsehen verfolgen können, erfahren Sie hier.

+++ 16.12.2018: Deutsche Biathleten laufen in Staffel auf Platz drei +++

Die deutschen Biathleten sind im ersten Staffelrennen der neuen Saison auf Platz drei gelaufen. Zum Abschluss des zweiten Saison-Weltcups im österreichischen Hochfilzen mussten sich in der ungewohnten Aufstellung Simon Schempp, Johannes Kühn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll am Sonntag nur Olympiasieger Schweden und Norwegen geschlagen geben. Insgesamt leistete sich das deutsche Quartett zwar nur sechs Nachlader, Kühn musste aber einmal in die Strafrunde. Nach 4x7,5 Kilometern hatten die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner 28,8 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Der etatamäßige Startläufer Erik Lesser, der an permanenten Rückenproblemen leidet, wurde geschont. Nach der Strafrunde von Kühn lag das deutsche Team als 14. mehr als eine Minute hinter der Spitze zurück. Aber Peiffer brachte mit einer starken Leistung sein Team auf Rang sieben nach vorne, Doll sicherte dann den Podestplatz ab.

Damit beenden die deutschen Skijäger den zweiten Weltcup mit drei Podestplätzen: Sprint-Olympiasieger Peiffer war zuvor in der Verfolgung Zweiter geworden, Weltmeister Doll im Sprint Dritter.

+++ 16.12.2018: Biathlon-Frauenstaffel in Hochfilzen auf Platz sieben +++

Die deutsche Biathlon-Frauenstaffel hat im Weltcup erstmals seit fast drei Jahren die Podestplätze verfehlt. Das Quartett mit Vanessa Hinz, Franziska Preuß, Karolin Horchler und Denise Herrmann musste sich am Sonntag in Hochfilzen nach schwachen Schießleistungen mit Rang sieben begnügen. Beim Sieg von Italien leistete sich das Team des Deutschen Skiverbands neun Nachlader und musste zweimal in die Strafrunde, im Ziel betrug der Rückstand 2:05,0 Minuten. Den zweiten Platz sicherte sich Schweden vor Frankreich.

An Position zwei liegend ging es für Preuß nach dem Stehendschießen gleich zweimal in die Strafrunde. Die 24-Jährige fiel bis auf Rang 15 zurück. "Das ist extrem bitter, mir tut das wahnsinnig leid. Man kann es aber leider nicht mehr ändern", sagte Preuß.

Zuletzt hatte die Mannschaft am 24. Januar 2016 in Antholz als Neunter die ersten drei Plätze verpasst. Auch bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Februar hatte es nach drei Strafrunden als Achter nicht für die Medaillen gereicht. Ohne Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, die im Weltcup nach ihrer längeren Trainingspause noch pausiert, lief es zuvor auch in den Einzelrennen in Hochfilzen enttäuschend. Ein neunter Platz in der Verfolgung von Franziska Hildebrand war das beste Resultat.

+++ 15.12.2018: Biathlon-Olympiasieger Peiffer Zweiter bei Fourcade-Sieg +++

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer hat seinen ersten Podestplatz in diesem Winter geholt. Der 31 Jahre alte Skijäger aus dem Harz wurde am Samstag im Verfolgungsrennen beim Weltcup in Hochfilzen Zweiter. Peiffer, der eine Strafrunde laufen musste, lag 13,7 Sekunden hinter dem Franzosen Martin Fourcade. Dritter wurde der Norweger Vetle Sjåstad Christiansen, der wie Fourcade beim Schießen fehlerfrei geblieben war. Auf Rang acht lief Massenstart-Weltmeister Simon Schempp, der ebenfalls ohne Strafrunde blieb. Einen Tag nach seinem dritten Platz im Sprint kam Benedikt Doll nach fünf Strafrunden über die 12,5 Kilometer auf Platz 17. Erik Lesser beendete das Rennen auf Rang 23, Johannes Kühn auf Platz 25.

Im Rennen der Frauen hatte Franziska Hildebrand als beste Deutsche den neunten Platz belegt. Die 31-Jährige leistete sich einen Schießfehler und landete nach zehn Kilometern 25,4 Sekunden hinter der siegreichen Finnin Kaisa Mäkäräinen. Zum Abschluss stehen in Hochfilzen am Sonntag (ab 11.15 Uhr/ZDF und Eurosport) die ersten Staffelrennen der Saison auf dem Programm.

+++ 15.12.2018: Hildebrand in der Biathlon-Verfolgung in Hochfilzen Neunte +++

Biathletin Franziska Hildebrand hat beim Weltcup in Hochfilzen in der Verfolgung als beste Deutsche den neunten Platz belegt. Die 31-Jährige leistete sich am Samstag in Österreich einen Schießfehler und landete nach zehn Kilometern 25,4 Sekunden hinter der siegreichen Finnin Kaisa Mäkäräinen (3 Fehler). Den zweiten Platz sicherte sich Paulina Fialkova (2) aus der Slowakei vor der Italienerin Dorothea Wierer (4). Zweitbeste Deutsche wurde Vanessa Hinz (4) als 21. mit einem Rückstand von 1:34,9 Minuten.

Zum Abschluss steht für die Frauen in Hochfilzen am Sonntag (11.15 Uhr/ZDF und Eurosport) das erste Staffelrennen des Winters auf dem Programm. Dabei fehlen wird weiterhin die im Weltcup pausierende zweimalige Olympiasiegerin Laura Dahlmeier.

+++ 14.12.2018: Biathlon-Weltmeister Doll wird Sprint-Dritter in Hochfilzen +++

Weltmeister Benedikt Doll ist beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen Dritter im Sprint geworden. An der Stätte seines größten Erfolges musste sich der fehlerfrei schießende Schwarzwälder am Freitag über die zehn Kilometer nur dem Norweger Johannes Thingnes Bö und dem Franzosen Martin Fourcade geschlagen geben. Bö musste einmal in die Strafrunde und war trotzdem 10,2 Sekunden schneller als Doll, Fourcade war ebenfalls ohne Schießfehler geblieben und lag am Ende 1,6 Sekunden vor dem Deutschen.

Der am Schießstand ebenfalls fehlerfrei gebliebene Olympiasieger Arnd Peiffer komplettierte als Fünfter das gute deutsche Ergebnis. Erik Lesser (1 Fehler), Johannes Kühn (2 Schießfehler) und Simon Schempp (1) schafften es dagegen nicht in die Top 15.

+++ 13.12.2018: Kein Top-Ten-Platz für deutsche Biathletinnen - Wierer gewinnt Weltcup-Sprint +++

Die deutschen Biathletinnen müssen weiter auf den ersten Podestplatz des WM-Winters warten. Zum Auftakt des Weltcups im österreichischen Hochfilzen landete die am Schießstand fehlerfrei gebliebenen Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand und Karolin Horchler im Sprint über 7,5 Kilometer am Donnerstag auf den Rängen elf, 13 und 14.

Die beste deutsche Skijägerin Vanessa Hinz hatte 52,6 Sekunden Rückstand auf die ebenfalls fehlerfrei gebliebene Siegerin Dorothea Wierer aus Italien. Platz zwei sicherte sich die Finnin Kaisa Mäkärainen vor der Polin Monika Hojnisz. Franziska Preuß beendete das Rennen nach zwei Schießfehlern auf Platz 28. Anna Weidel musste ebenfalls zweimal in die Strafrunde und kam auf Rang 46. Mit insgesamt fünf Schießfehlern schaffte es Denise Herrmann als 60. gerade noch in das Feld für das Verfolgungsrennen.

+++ 13.12.2018: Biathlon Wettkämpfe in Hochfilzen von Doping-Ermittlungen bei Russlands Biathleten überschattet +++

Den russischen Biathleten drohen im nicht enden wollenden Dopingskandal erneut drastische Konsequenzen. Die Behörden in Österreich ermitteln wegen möglicher Dopingverstöße bei der WM 2017 in Hochfilzen erstmals konkret gegen zehn Mitglieder der Nationalmannschaft, darunter auch Superstar Anton Schipulin. Die Wiener Staatsanwaltsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption bestätigte am Donnerstag: Es laufen Ermittlungsverfahren gegen fünf Betreuer wegen "der Anwendung verbotener Substanzen bzw. Methoden zum Zweck des Dopings" und gegen fünf Sportler wegen "schweren Betruges im Zusammenhang mit Doping".

Am Mittwochabend, einen Tag vor dem Start des Weltcups in Hochfilzen, hatte die Polizei der Team-Unterkunft einen Besuch abgestattet. "Die Vertreter der Polizei haben einige russische Sportler und Spezialisten befragt", hieß es in einer Mitteilung des russischen Verbands. Laut Staatsanwaltschaft wurden jedoch keine Durchsuchungen oder Vernehmungen vorgenommen. Den Beschuldigten wurde wie in der Alpenrepublik üblich "eine Verständigung von der Führung eines Ermittlungsverfahrens ausgehändigt", hieß es.

Ungeachtet des Vorfalls treten die Russen bei den Rennen in Österreich an, zeigten sich an den Strecken jedoch gereizt. Offiziell äußern wollte sich niemand. Auch der Deutsche Ricco Groß, bei der WM im vergangenen Jahr Cheftrainer der russischen Männer, vermied klare Aussagen. "Erstmal abwarten", sagte er. Der gewöhnlich sehr gut informierte russische TV-Sportkommentator Dmitri Gubernijew veröffentlichte auf Instagram zuvor ein Dokument mit allen Namen. Von den Sportlern sind Anton Schipulin, Alexander Loginow, Jewgeni Garanitschew, Alexej Wolkow sowie Irina Starych betroffen. Starych schaffte es beim Sprintsieg der Italienerin Dorothea Wierer am Donnerstag über 7,5 km als Neunte auch im vierten Saisonrennen wieder unter die Top 12.

Während Loginow und Starych bis Ende 2016 bereits mehrere Jahre wegen Epo-Missbrauchs gesperrt waren, verwahrte sich Schipulin gegen jeden Dopingverdacht. "Ich habe die Anti-Doping-Regeln niemals verletzt. Ich habe immer guten Gewissens alle Dopingtests absolviert", schrieb der 31 Jahre alte Olympiasieger von 2014 bei Instagram. "Ich bin äußerst verärgert, dass diese Hexenjagd weitergeht." Schipulin, der in Österreich Weltmeister mit der Männer-Staffel wurde, befindet sich nicht in Hochfilzen und bestritt in dieser Saison noch kein Rennen.

"Es gibt noch keine positiven Proben, deswegen sollten wir uns nicht an Spekulationen beteiligen und abwarten, was die österreichische Polizei herausfindet", sagte Erik Lesser, der Mitglied der Athletenkommission des Weltverbandes IBU ist. Das Thema sei "hochkomplex". Der Ex-Weltmeister forderte: "Man sollte sich deswegen jetzt Zeit nehmen und keine Schnellschüsse machen."

Seit Ende 2017 ermittelt in Österreich die Staatsanwaltschaft gegen den von Krisen geplagten Weltverband. Im Zuge dessen kam es nun zu den neuen Entwicklungen im Fall Russland. Der Verband kämpft um die Glaubwürdigkeit, nachdem Indizien aufgetaucht sind, dass Doper aus Russland gedeckt und positive Dopingproben vertuscht worden sind. Am Sonntag wird sich der erst im September neu gewählte Präsident Olle Dahlin bei einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten stellen.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Dahlins Vorgänger Anders Besseberg, der alle Anschuldigungen bestreitet. Im April hatte es am IBU-Sitz in Salzburg eine Razzia gegeben, die Auswertung der Daten dauert an. Ende November sind zumindest die russischen Olympiasieger Jewgeni Ustjugow und Swetlana Slepzowa wegen des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln offiziell von der IBU angeklagt worden. Kurz zuvor wurden neun Kasachen wegen Dopingverdachts vorläufig gesperrt.

Der russische Verband verlor bereits den Status als vollwertiges IBU-Mitglied und muss zwölf strenge Kriterien erfüllen, um künftig wieder aufgenommen zu werden. Zudem werden bis mindestens 2022 keine Biathlon-Wettkämpfe in Russland stattfinden. Die IBU nahm die neuen behördlichen Maßnahmen gegen die Russen zunächst zur Kenntnis und kündigte weitere eigene Untersuchungen an.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser