24.03.2019, 11.53 Uhr

Skispringen-Weltcup 2019 alle Ergebnisse:    Skispringen Weltcup 2018 in Wisla: Alle Ergebnisse, alle Gewinner auf der Adam-Malysz-Schanze

Der Skispringen-Weltcup 2018/19 ist in vollem Gange. Bild: dpa/Grzegorz Momot

Unmittelbar nach dem Teamspringen und Einzelspringen in Wisla lesen Sie die Ergebnisse mit allen Gewinnern hier im Überblick.

+++ 18.11.2018: Skispringer Leyhe holt erstes Einzelpodest - Sieg an Russen Klimow +++

Skispringer Stephan Leyhe hat erstmals in seiner Karriere eine Podestplatzierung erreicht. Der 26 Jahre alte Hesse belegte am Sonntag in Wisla nach Sprüngen auf 124,5 und 130,5 Meter überraschend den zweiten Platz und ließ damit auch die interne Konkurrenz um Olympiasieger Andreas Wellinger und Richard Freitag hinter sich. Der Sieg ging an Jewgeni Klimow, der damit den ersten Weltcup-Erfolg eines Russen überhaupt einfuhr. Der Japaner Ryoyu Kobayashi folgte auf Rang drei, Lokalmatador Kamil Stoch wurde nur Vierter. Andreas Wellinger als Elfter und Richard Freitag auf Rang 22 schafften es nicht in die Nähe des Podests.

Bei wechselnden Windbedingungen und einem schwierigen Aufsprunghang waren sechs der sieben DSV-Adler in den zweiten Durchgang gekommen. Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande aus Norwegen sowie der österreichische Weltcup-Rekordgewinner Gregor Schlierenzauer waren schon nach dem ersten Sprung ausgeschieden.

+++ 17.11.2018: Deutsches Skisprung-Team holt ersten Podestplatz - Zweiter in Wisla +++

Die deutschen Skispringer haben gleich zum Start in den neuen Weltcup-Winter die erste Podestplatzierung geholt. Im Teamwettbewerb von Wisla sprangen die DSV-Adler in der Besetzung Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe und Richard Freitag auf Platz zwei hinter den Polen, die am Ende etwa sechs Meter vor dem deutschen Quartett lagen. Schlussmann Freitag verlor im letzten von acht Durchgängen deutlich auf Überflieger Kamil Stoch, der seinem Team damit den Sieg sicherte.

Bundestrainer Werner Schuster hatte auf den in der Qualifikation schwachen Andreas Wellinger verzichtet. Den dritten Platz belegte Österreich. Topfavorit Norwegen war wegen eines illegalen Anzugs von Robert Johansson schon im ersten Durchgang ausgeschieden.

+++ 17.11.2018: Disqualifiziert und ausgeschieden: Anzug wird Norwegen zum Verhängnis +++

Norwegens Top-Skispringer Robert Johansson ist gleich beim ersten Wettkampf der neuen Saison disqualifiziert worden. Seine Punkte für einen Sprung auf 126,5 Meter bekam der 28-Jährige aberkannt, weil sein Anzug nicht regelkonform war, wie der Weltverband FIS noch während des Teamspringens in Wisla mitteilte. Olympiasieger und Topfavorit Norwegen ist damit bereits nach dem ersten Durchgang ausgeschieden.

+++ 16.11.2018: Olympiasieger Wellinger für ersten Teamwettbewerb nicht nominiert +++

Die deutschen Skispringer bestreiten den ersten Teamwettbewerb des neuen Winters ohne Olympiasieger Andreas Wellinger. Stattdessen entschied sich Bundestrainer Werner Schuster für das Quartett Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe und Schlussspringer Richard Freitag, wie aus der Startliste des Weltverbandes FIS hervorgeht. Die DSV-Adler wollen am Samstag in Wisla den ersten Podestplatz der neuen Saison einfahren. Wellinger war in der Qualifikation nur auf Rang 46 gelandet und hatte auch zuvor mit seinen Trainingssprüngen nicht so überzeugt wie seine Teamkollegen.

+++ 16.11.2018: DSV-Adler in Wisla geschlossen dabei - Wellinger und Stoch schwach +++

Die sieben deutschen Skispringer haben sich geschlossen für das erste Weltcup-Einzel im polnischen Wisla qualifiziert. Bei der Qualifikation am Freitagabend landete Stephan Leyhe nach einem Sprung auf 133 Meter als bester DSV-Adler auf Rang drei. Der erste Quali-Sieg ging an den Russen Jewgeni Klimow (137 Meter), der schon beim Sommer-Grand-Prix eine klar aufsteigende Formkurve unter Beweis gestellt hatte. Auch Karl Geiger (4.) und Pius Paschke (10.) zeigten ordentliche Sprünge.

Olympiasieger Andreas Wellinger schaffte es mit einem Satz auf 112 Meter gerade so in den Wettkampf an diesem Sonntag. Noch schlechter lief es bei Kamil Stoch: Der polnische Überflieger des vergangenen Winters sprang 111 Meter und schrammte um gerade einmal 2,8 Punkte an einem sensationellen Quali-Aus vorbei. Skisprung-Dino Noriaki Kasai qualifizierte sich nicht für das erste Einzel des Winters.

+++ 16.11.2018: Früherer Top-Springer Hannawald warnt vor Diskussion um Bundestrainer +++

Unmittelbar vor Beginn der neuen Saison hat der frühere Vierschanzentournee-Sieger Sven Hannawald vor möglichen Debatten um den Bundestrainer-Posten gewarnt. "Ich hoffe, dass Werner Schuster dem DSV als Bundestrainer erhalten bleibt. Er hat das deutsche Skispringen wiederbelebt und große Erfolge gefeiert. Außerdem hoffe ich, dass keine Diskussion um den Bundestrainer entsteht, die dann alles überstrahlt und sich negativ auf die sportliche Entwicklung auswirkt", sagte Hannawald dem Internetportal "t-online.de". Der Vertrag des Österreichers Schuster läuft nur noch bis zum Saisonende.

Hannawald verglich die Situation mit 2003, als der Kontrakt des ehemaligen Coaches Reinhard Heß auslief. "Da wurde mehr über den Bundestrainer gesprochen als über den Sport. Die WM ist dann komplett schiefgegangen", merkte der 43-Jährige an.

Beim Deutschen Skiverband sieht man derzeit noch keine Handlungsnot bei der Trainerfrage. "Wir haben keinen Zeitdruck. Wir dürfen nicht zu viel Unruhe reinbringen", sagte der Sportliche Leiter Horst Hüttel der Deutschen Presse-Agentur. Schuster gilt auch über 2019 hinaus als Wunschkandidat des DSV.

Skispringen-Weltcup 2018: Zeitplan zum Saisonauftakt in Wisla (Polen) am 17.11.2018

Der Zeitplan für den Saisonauftakt im Skispringen-Weltcup 2018 wurde bereits bekanntgegeben. Nach der Qualifikation am Freitag, dem 16.11.2018, steht das Teamspringen am Samstag und das Einzelspringen am Sonntag an. Die Wettbewerbstermine lauten im Detail wie folgt:

  • Freitag, 16.11.2018, 16.00 Uhr: Offizielles Training (zwei Durchgänge)
  • Freitag, 16.11.2018, 18.00 Uhr: Qualifikation
  • Samstag, 17.11.2018, 15.00 Uhr: Probedurchgang
  • Samstag, 17.11.2018, 16.00 Uhr: Teamspringen
  • Sonntag, 18.11.2018, 14.00 Uhr: Probedurchgang
  • Sonntag, 18.11.2018, 15.00 Uhr: Einzelspringen

Skispringen Weltcup 2018: Alle Termine der Saison 2018/2019 im Überblick

Datum Austragungsort Wettbewerb
17.11.2018 Wisla / Polen Team-Wettkampf,Wettkampf unter Flutlicht
18.11.2018 Wisla / Polen Wettkampf unter Flutlicht
24.11.2018 Kuusamo / Finnland Wettkampf unter Flutlicht
25.11.2018 Kuusamo / Finnland Wettkampf unter Flutlicht
01.12.2018 Nischni Tagil / Russland Wettkampf unter Flutlicht
02.12.2018 Nischni Tagil / Russland Wettkampf unter Flutlicht
08.12.2018 Titisee-Neustadt / Deutschland Wettkampf unter Flutlicht
09.12.2018 Titisee-Neustadt / Deutschland Wettkampf unter Flutlicht
15.12.2018 Engelberg / Schweiz Wettkampf unter Flutlicht
16.12.2018 Engelberg / Schweiz  
30.12.2018 Oberstdorf / Deutschland Vierschanzentournee, Wettkampf unter Flutlicht
01.01.2019 Garmisch-Partenkirchen / Deutschland Vierschanzentournee
04.01.2019 Innsbruck / Österreich Vierschanzentournee
06.01.2019 Bischofshofen /Österreich Vierschanzentournee, Wettkampf unter Flutlicht
12.01.2019 Val di Fiemme / Italien  
13.01.2019 Val di Fiemme / Italien  
19.01.2019 Zakopane / Polen Team-Wettkampf, Wettkampf unter Flutlicht
20.01.2019 Zakopane / Polen Wettkampf unter Flutlicht
26.01.2019 Sapporo / Japan  
27.01.2019 Sapporo / Japan  
02.02.2019 Oberstdorf / Deutschland Skifliegen, Wettkampf unter Flutlicht 
03.02.2019 Oberstdorf / Deutschland Skifliegen, Wettkampf unter Flutlicht 
09.02.2019 Lahti / Finnland Team-Wettkampf, Wettkampf unter Flutlicht 
10.02.2019 Lahti / Finnland  
16.02.2019 Willingen / Deutschland "Willingen Five" (zusätzliche Gesamtwertung)
17.02.2019 Willingen / Deutschland "Willingen Five" (zusätzliche Gesamtwertung)
23.02.2019 Innsbruck / Österreich Nordische Ski-WM (zählt nicht zum Weltcup)
24.02.2019 Innsbruck / Österreich Nordische Ski-WM (zählt nicht zum Weltcup), Team-Wettkampf
01.03.2019 Seefeld / Österreich Nordische Ski-WM (zählt nicht zum Weltcup)
02.03.2019 Seefeld / Österreich Nordische Ski-WM (zählt nicht zum Weltcup), Mixed 
09.03.2019 Oslo / Norwegen Raw Air (zusätzliche Gesamtwertung), Team-Wettkampf, Wettkampf unter Flutlicht
10.03.2019 Oslo / Norwegen Raw Air (zusätzliche Gesamtwertung)
12.03.2019 Lillehammer / Norwegen Raw Air (zusätzliche Gesamtwertung), Wettkampf unter Flutlicht 
14.03.2019 Trondheim / Norwegen Raw Air (zusätzliche Gesamtwertung), Wettkampf unter Flutlicht 
22.03.2019 Planica / Slowenien Skifliegen
23.03.2019 Planica / Slowenien Skifliegen, Team-Wettkampf
24.03.2019 Planica / Slowenien Skifliegen 

+++ 16.11.2018: Sprung ins Grüne: DSV-Adler beginnen Schanzenjagd auf Flieger Stoch +++

Die erste große Herausforderung des neuen Winters wird für Andreas Wellinger und Co. zum Sprung ins Grüne. Bei herbstlicher Atmosphäre, Plusgraden und Schneemangel wollen die DSV-Adler aber gleich in den Winter-Wettkampfmodus schalten und im polnischen Wisla erste Erfolge einfahren. "Wir wollen von Anfang an sowohl im Einzel als auch im Team um Podestplatzierungen mitkämpfen", forderte Bundestrainer Werner Schuster vor dem ersten Mannschaftswettbewerb der Skispringer an diesem Samstag. Die mit Kunstschnee präparierte Schanze wirkt dabei wie ein kleiner weißer Punkt in der grünen Landschaft im Süden Polens.

Bei der Jagd auf den polnischen Überflieger Kamil Stoch soll der frühe Auftakt nicht stören, Trainer Schuster hat so viele heiße Aktien wie lange nicht mehr. Neben Wellinger werden vor allen der letztjährige Gesamtzweite Richard Freitag und Sommer-Durchstarter Karl Geiger für sofortige Sprünge in Richtung Podest gehandelt. "Zurzeit muss ich echt sagen, dass das die beste Ausgangslage ist, die wir je hatten", sagte der ambitionierte Freitag vor dem Saisonstart. Er gilt im DSV-Team derzeit als gesetzt, auch für die Teamwettkämpfe.

Es ist ein spannendes Konstrukt aus Etablierten und Jungen, aus Gekrönten und Jägern, die das deutsche Team für die neue Saison aufbietet. "Wir haben mehrere Optionen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir vor der Saison mal mit so vielen Optionen gestartet sind", sagte der Sportliche Leiter Horst Hüttel der Deutschen Presse-Agentur. Besonders gespannt wird die Rückkehr von Severin Freund erwartet, der nach zwei Kreuzbandrissen und eineinhalb Jahren Pause aber erst in der kommenden Woche im finnischen Kuusamo wieder einsteigt.

Teamintern dürften sich damit auch neue Strukturen bilden. Freund galt lange Jahre als der Anführer, in seiner Abwesenheit sind mit Freitag und Wellinger zwei Teamkollegen aus seinem Schatten gesprungen und bereit für weitere Erfolge. "Wir versuchen seit Jahren vorzuleben, dass wir gemeinsam stark sind und es wichtig ist, dass einer oben steht. Bis jetzt war die Hierarchie relativ klar. Ich glaube, dass es funktionieren kann", erklärte Schuster. Hinter den Top-Athleten wollen auch Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe den nächsten Schritt machen.

Die Höhepunkt sind für die DSV-Adler dabei klar umrissen. Neben den Heim-Weltcups in Titisee-Neustadt, Oberstdorf und Willingen wird vor allem auf die Vierschanzentournee und die Nordische Ski-WM in Seefeld geblickt. "Wichtig ist, dass wir gut starten und bei den Highlights präsent sind", sagte Schuster. Dass er so viele motivierte und ambitionierte Schützlinge gibt, sieht der Österreicher ausschließlich positiv: "Ich hoffe, dass es eine Stärke wird. Dass sie sich gegenseitig nicht auf den Zehen stehen."

Hinter Topfavorit Stoch, der seine Schanzen-Festspiele vom Vorjahr gerne beim Heimspiel in Wisla gleich fortsetzen würde, scheint das Feld komplett offen. "Die Konkurrenz ist extrem stark, das hat man im Sommer gesehen. Das Feld wird insgesamt noch einmal enger zusammenrücken", sagte der 27 Jahre alte Freitag. Nicht nur das Feld, sondern auch das deutsche Team. 

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loc/news.de/dpa

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