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DFB-Kader Nations League 2018: Löw verzichtet auf Boateng - Kroos pausiert gegen Russland

Nach der verpatzten WM soll Jogi Löw die deutsche Nationalmannschaft neu aufbauen. Bei vergangenen Länderspielen konnte der DFB-Kader nicht überzeugen. Wen wird Löw für die Länderspiele gegen Russland und die Niederlande nominieren?

Jogi Löw steht nach den verpatzten Länderspielen unter Druck. Bild: dpa

Die nächsten beiden Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft stehen auf dem Programm. Am 15.11.2018 muss die DFB-Elf in Leipzig gegen Russland und am 19.11.2018 gegen die Niederlande auf den Platz. Doch wen nominiert Joachim Löw in den Kader? Angeblich soll der Bundestrainer seine Nominierung für die Nationalmannschaft am Freitag (09.11.2018) bekanntgeben. Alle Informationen erhalten Sie hier.

Alle aktuellen Entwicklungen zum DFB-Kader für Länderspiele 2018 gegen Russland und die Niederlande im News-Ticker

+++ 09.11.2018:Löw geht ohne Boateng in Abstiegs-Duell - Kroos pausiert in Leipzig +++

Ohne Jérôme Boateng, dafür wieder mit dem derzeit starken Marco Reus geht Joachim Löw in das mögliche Abstiegs-Endspiel in der Nations League gegen Holland. Der Bundestrainer verzichtet für das Spiel am 19. November in Gelsenkirchen gegen die Niederländer und den Test vier Tage zuvor in Leipzig gegen Russland auf den Münchner Verteidiger. "Mit Jérôme Boateng habe ich gesprochen. Ich bin davon überzeugt, dass auch ihm aktuell eine Pause gut tut", sagte Löw am Freitag in einem Interview auf der DFB-Homepage.

Real-Madrid-Profi Toni Kroos bekommt für das erste Spiel in Leipzig am kommenden Donnerstag (20.45 Uhr) frei und wird erst gegen Holland zum Team gehören. "Ich hatte ja nach der WM mehrere Gespräche mit Toni und weiß natürlich, dass er seit Jahren unglaublich beansprucht ist", erklärte der DFB-Chefcoach. Löw holt diesmal keine Neulinge.

"Bei der Weiterentwicklung einer Mannschaft kann man nicht einfach einen Hebel umlegen und von heute auf morgen alle Spieler austauschen. Gerade die jungen Spieler brauchen zur Orientierung schon einige wesentliche Eckpfeiler und Stabilisatoren", betonte Löw.

Nach dem 0:3 in Amsterdam gegen die Niederlande hatte er beim folgenden 1:2 in Frankreich notgedrungen sein System unter anderen mit dem Turbo-Sturm um Leroy Sané und Serge Gnabry neu ausgerichtet. "Wir haben in Paris einen Prozess eingeleitet, den wir kontinuierlich und konsequent weiterführen werden", sagte Löw. Die Mischung aus Erfahrung und Unbekümmertheit müsse stimmen.

Barcelona-Torwart Marc-André ter Stegen (Schulterprobleme), Ilkay Gündogan von Manchester City (Rückstand nach Verletzung) und Emre Can (erkrankt) sind beim abschließenden Länderspiel-Doppelpack 2018 nicht dabei. Neben dem Dortmunder Reus, der zuletzt gefehlt hatte, rücken auch Antonio Rüdiger vom FC Chelsea und Kai Havertz von Bayer Leverkusen wieder in den insgesamt 24-köpfigen Kader.

+++ 09.11.2018: Kader für die DFB-Länderspiele am 15. und 19. November +++

Torwart
Bernd Leno 04.03.1992 FC Arsenal
Manuel Neuer 27.03.1986 Bayern München
Kevin Trapp 08.07.1990 Eintracht Frankfurt
Abwehr
Matthias Ginter 19.01.1994 Borussia Mönchengladbach
Jonas Hector 27.05.1990 1. FC Köln
Mats Hummels 16.12.1988 Bayern München
Thilo Kehrer 21.09.1996 Paris Saint-Germain
Antonio Rüdiger 03.03.1993 FC Chelsea
Nico Schulz 01.04.1993 TSG Hoffenheim
Niklas Süle 03.09.1995 Bayern München
Jonathan Tah 11.02.1996 Bayer 04 Leverkusen
Mittelfeld/Sturm
Julian Brandt 02.05.1996 Bayer 04 Leverkusen
Julian Draxler 20.09.1993 Paris Saint-Germain
Serge Gnabry 14.07.1995 Bayern München
Leon Goretzka 06.02.1995 Bayern München
Kai Havertz 11.06.1999 Bayer 04 Leverkusen
Joshua Kimmich 08.02.1995 Bayern München
Toni Kroos 04.01.1990 Real Madrid
Thomas Müller 13.09.1989 Bayern München
Marco Reus 31.05.1989 Borussia Dortmund
Sebastian Rudy 28.02.1990 FC Schalke 04
Leroy Sané 11.01.1996 Manchester City
Mark Uth 24.08.1991 FC Schalke 04
Timo Werner 06.03.1996 RB Leipzig

+++ 09.11.2018, 12.11 Uhr: Joachim Löw verzichtet auf Boateng +++

Ohne Jérôme Boateng, dafür wieder mit dem derzeit starken Marco Reus geht Joachim Löw in das mögliche Abstiegs-Endspiel in der Nations League gegen Holland. Der Bundestrainer verzichtet für das Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 19. November in Gelsenkirchen gegen die Niederländer und den Test vier Tage zuvor in Leipzig gegen Russland auf den Münchner Verteidiger Boateng. "Ich bin davon überzeugt, dass auch ihm aktuell eine Pause gut tut", sagte Löw am Freitag. Real-Madrid-Profi Toni Kroos bekommt eine zusätzliche Erholungsphase und wird erst gegen Holland zum DFB-Team gehören.

Barcelona-Torwart Marc-André ter Stegen (Schulterprobleme), Ilkay Gündogan von Manchester City (Rückstand nach Verletzung) und Emre Can (Schilddrüsen-Operation) von Juventus Turin sind beim abschließenden Länderspiel-Doppelpack nicht dabei. Neben dem Dortmunder Reus, der zuletzt in Frankreich (1:2) und in Holland (0:3) gefehlt hatte, rücken auch Antonio Rüdiger vom FC Chelsea und Kai Havertz von Bayer Leverkusen wieder in den insgesamt 24-köpfigen Kader. Löw nominierte keine Neulinge.

+++ 08.11.2018, 12.22 Uhr: DFB-Boss stärkt Löw vor Jahresabschluss +++

DFB-Präsident ReinhardGrindel hat Bundestrainer Joachim Löw vor den letzten Länderspielen des Jahres gegen Russland und die Niederlande noch einmal den Rücken gestärkt. "Wir haben uns imPräsidium nach der WM imSommer die Frage gestellt, wer der Richtige ist, um den Neuaufbau einer neuen Mannschaft voranzutreiben. Wir trauen Joachim Löw absolut zu, dass er das bis 2020 schafft", sagte Grindel bei einer Veranstaltungsreihe des "Darmstädter Echo" amMittwochabend im südhessischenTraisa.

Löw wird am Freitag sein Aufgebot für das Testspiel am 15. November in Leipzig gegen Russland sowie das letzte Spiel in der Nations League vier Tage später in Gelsenkirchen gegen die Niederlande bekanntgeben. "Er wird dabei aber nicht auf den einen oder anderen erfahrenen Spieler verzichten können, sondern Stück für Stück eine neue Mannschaft bilden. Ich denke, beim jüngsten Spiel in Paris gegen Frankreich ist das eingeleitet worden", sagte Verbandschef Grindel.

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Die deutsche Nationalmannschaft hat seit dem 2:1 gegen Schweden in der WM-Gruppenphase vier Pflichtspiele in Serie nicht gewonnen. Ob das DFB-Team in der Nations League absteigt, haben Löw und seine  Spieler im Moment nicht mehr in der eigenen Hand. Gewinnt die Niederlande am Freitag kommender Woche ihr Heimspiel gegen Frankreich, ist der Abstieg in die Zweitklassigkeit besiegelt. Ansonsten käme es zu einem Abstiegsendspiel gegen Holland.

+++ 07.11.2018: Werner: Wäre wichtig, "Abstieg noch zu verhindern" +++

Vor dem nächsten Länderspiel-Doppelpack rückt Nationalspieler Timo Werner schon jetzt den Abstiegskampf in der Nations League in den Vordergrund. "Es ist nicht so, dass alles zusammenbrechen würde, wenn wir tatsächlich absteigen sollten, aber es wäre schon wertvoll und wichtig, den Abstieg noch zu verhindern", erklärte der Fußball-Profi von RB Leipzig mit Blick auf das letzte Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft am 19. November in Gelsenkirchen gegen Holland. "Leider haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand", sagte Werner in einem Interview auf der DFB-Homepage.

Gewinnen die Niederlande zuvor gegen Frankreich, ist der Abstieg aus der höchsten Nations-League-Liga A für Deutschland nicht mehr zu vermeiden. "Wobei auch klar ist, dass die Nations League wichtig ist, noch wichtiger aber ist, dass wir im kommenden Jahr eine erfolgreiche EM-Qualifikation spielen", sagte der 22 Jahre alte Werner.

Dennoch sieht der 21-malige Nationalspieler schon das Testspiel am 15. November in seiner Wahlheimat Leipzig gegen Russland als wichtig an: "Wenn wir uns aus Leipzig mit einem Erfolg verabschieden, hat das natürlich Einfluss auf die Stimmung in der und um die Mannschaft. Jeder Sieg macht die Brust breiter."

Nach der misslungenen WM in Russland und schon sechs Niederlagen in elf Spielen im Jahr 2018 kämpfen Bundestrainer Joachim Löw und sein Team um Wiedergutmachung. "Es ist gut, dass es schnell die Chance gibt, ein anderes Bild abzugeben. Wir wissen, dass wir das WM-Aus nicht mit ein, zwei Spielen geraderücken können. Aber wir haben die Möglichkeit, Zeichen zu setzen und den Menschen zu zeigen, dass die Nationalmannschaft auf einem guten Weg ist", bemerkte Werner. Am Freitag wird DFB-Chefcoach Löw sein aktuelles Aufgebot benennen.

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bua/kad/news.de/dpa

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