25.09.2018, 07.11 Uhr

The Best Fifa Football Awards 2018: Triumphator Modric beendet Ronaldo-Messi-Epoche

Nach zehn Jahren Cristiano Ronaldo und Lionel Messi wird wieder ein anderer Star zum Besten seiner Zunft gekürt: Der Kroate Luka Modric. Weltmeister Didier Deschamps ist Trainer Nummer 1. Eine deutsche Fußballerin verpasst eine Überraschung.

Luka Modric und Cristiano Ronaldo sind Top-Favoriten für den Titel des Weltfußballers. Bild: picture alliance/Daniel Perez/EFE/dpa

Luka Modric hat als großer Triumphator des WM-Jahres eine Weltfußballer-Ära beendet. Nach je fünf Titeln für Cristiano Ronaldo und Lionel Messi wurde der kroatische Vize-Weltmeister als erster anderer Star seit 2007 mit der begehrtesten Einzelauszeichnung seiner Sportart geehrt. Der 33-Jährige von Real Madrid, der schon zum besten Spieler der WM und zu Europas Fußballer des Jahres gekürt worden war, setzte sich bei der FIFA-Gala am Montagabend in London gegen den wieder einmal durch Abwesenheit glänzenden Portugiesen Ronaldo und den Ägypter Mohamed Salah durch.

"Das war eine unglaubliche Saison, die beste Saison in meinem Leben. Ich bin sehr stolz. Ich werde mich mein ganzes Leben daran erinnern", sagte Modric im FIFA-Interview vor der Entscheidung auf dem grünen Teppich. Seine WM-Künste übertrafen die 15 Champions-League-Treffer von Ronaldo beim gemeinsamen dritten Königsklassen-Triumph in Serie.Als einzige deutsche Nominierte bei der Ehrung der Weltfußballerin des Jahres in Großbritanniens Metropole verpasste Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon) beim sechsten Erfolg der Brasilianerin Marta (Orlando Pride) eine Überraschung. 

Modric und Ronaldo wählten beide Varane - Neuer für Eden Hazard

Der neue Weltfußballer Luka Modric hat bei der FIFA-Wahl wie auch Cristiano Ronaldo seinen Teamkollegen Raphael Varane von Real Madrid auf den ersten Platz gesetzt. Der Kroate und der Portugiese durften als Kapitäne ihrer Nationalmannschaften abstimmen.

Pikant: Modric und Ronaldo setzten sich gegenseitig jeweils auf den zweiten Platz. Auf Position drei nannten beide den französischen Weltmeister Antoine Griezmann. Bundestrainer Joachim Löw wählte Modric vor Kylian Mbappé und Eden Hazard. Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer votierte für den Belgier Hazard vor Modric und Varane. Lionel Messi, erstmals seit 2006 nicht in den Top 3, gab sogar Ronaldo auf Rang drei einen Punkt. Hinter Modric und Mbappé.

The Best Fifa Football Awards 2018 heute im Live-Stream und TV

Die "Best Fifa Football Awards 2018" werden nicht im deutschen Fernsehen übertragen; auch ob Eurosport oder Sky Sport News HD die Verleihung zeigen werden, steht noch nicht fest. Möchten Sie die Weltfußballerwahl live auf Ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop anschauen, klicken Sie sich einfach im offiziellen FIFA Live-Stream unter fifa.com ein. Dieser ist für Sie kostenfrei und kann ab 19.30 Uhr abgerufen werden. Außerdem wird der YouTube-Kanal "FIFATV" den Stream der Veranstaltung live übertragen.

Die Nominierten der Best Fifa Football Awards 2018

Bis zum 10. August hatten Kapitäne und Trainer aller Nationalteams, Fans sowie Medienvertreter abgestimmt. Der Sieger steht schon fest und wird bei der Gala The Best in der Royal Festival Hall verkündet. Folgende Fußballer wurden nominiert:

Bester Spieler (Männer): Cristiano Ronaldo, Lka Modric, Mohamed Salah

Bester Torwart: Thibaut Courois, Hugo Lloris, Kasper Schmeichel

Bester Trainer (Männer): Zlatko Dalić, Didier Deschamps, Zinedine Zidane

Beste Spielerin (Frauen): Ada Hegerberg, Dzsenifer Marozsán, Marta

Beste Trainerin (Frauen): Reynald Pedros, Asako Takakura, Sarina Wiegman

Schönstes Tor (Puskás Award): Gareth Bale, Denis Cheryshev, Lazaros Christodoulopoulos, Giorgian De Arrascaeta, Riley McGree, Lionel Messi, Benjamin Pavard, Ricardo Quaresma, Cristiano Ronaldo, Mohamed Salah

Die Gewinner der Best Fifa Football Awards 2018

Das Ergebnis der Preisverleihung der Best Fifa Football Awards 2018 wird im Anschluss an die Veranstaltung hier ergänzt.

+++ 24.09.2019: Fan-Award 2018 verliehen +++

Der Fan Award geht an die Anhänger aus Peru.

+++ 24.09.2019: Belgier Courtois als Torhüter des Jahres geehrt +++

Folgen Der Belgier Thibaut Courtois ist vom Fußball-Weltverband FIFA als bester Torhüter des Jahres ausgezeichnet worden. Der 26-Jährige, der in diesem Jahr vom FC Chelsea zu Real Madrid gewechselt war, wird damit Nachfolger vom Italiener Gianluigi Buffon. Dieser hatte die Auszeichnung im vergangenen Jahr bei ihrer erstmaligen Verleihung gewonnen. Die drei herausragenden Torhüter wurden von einer Jury aus FIFA-Legenden aufgrund ihrer Leistungen im Zeitraum vom 3. Juli 2017 bis 15. Juli 2018 ausgewählt. Neben dem Belgier waren der Franzose Hugo Lloris und der Däne Kasper Schmeichel nominiert.

+++ 24.09.2019: Reynald Pedros wird bester Frauen-Trainer +++ 

Als bester Trainer einer Frauen-Auswahl wurde Reynald Pedros - ein weiterer Franzose - ausgezeichnet. Er hattte mit Olympique Lyon sowohl den nationalen Titel als auch die Champions League gewonnen.

+++ 24.09.2019: Frankreichs Coach Deschamps Welttrainer des Jahres +++

Didier Deschamps ist Welttrainer des Jahres. Der 49-Jährige, der im Sommer mit Frankreich den WM-Titel gewonnen hatte, setzte sich bei der FIFA-Gala am Montag in London gegen den kroatischen Nationaltrainer Zlatko Dalic und den Franzosen Zinédine Zidane durch. Dalic wurde bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland mit seiner Auswahl Zweiter hinter den Franzosen. Zidane gewann mit Real Madrid zum dritten Mal nacheinander die Champions League.

+++ 24.09.2019: Salah erhält "Puskas Award" für das schönste Tor +++

Mohamed Salah vom FC Liverpool ist bei der Weltfußballer-Gala mit dem «Puskas Award» für das schönste Tor der Saison ausgezeichnet worden. Der 26 Jahre alte Ägypter erhielt den Preis am Montag in London für seinen Treffer beim 1:1 gegen den FC Everton im Dezember 2017. Salah wurde in der vergangenen Saison Torschützenkönig in der Premier League.

Zu den zehn ausgewählten Traumtoren zählte auch der WM-Treffer von Benjamin Pavard. Der Verteidiger vom VfB Stuttgart hatte bei Frankreichs Achtelfinal-Erfolg gegen Argentinien getroffen.

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scs/kad/news.de/dpa

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