Champions-League-Finale 2018: Frauen des VfL Wolfsburg scheitern im Endspiel klar an Olympique Lyon

Bevor am Samstag das Finale der Champions League zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool ausgetragen wird, legten die Frauen vor. Das CL-Finale zwischen dem VfL Wolfsburg und Olympique Lyon lief für die Bundesliga-Damen jedoch alles andere als erfreulich.

Alexandra Popp, Lara Dickenmann, Zsanett Jakabfi, Joelle Wedemeyer und Lena Goeßling stehen mit dem VfL Wolfsburg im Finale der Champions League der Frauen und spielen gegen Olympique Lyon. Bild: Carmen Jaspersen / picture alliance / dpa

Am Samstag, dem 26.05.2018, wird bekanntlich das mit Spannung erwartete Finale der UEFA Champions League 2018 zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool ausgetragen. Doch bevor die Entscheidung in der Königsklasse fällt, machen die Damen den Anfang: In der Champions League der Frauen findet bereits am Donnerstag, dem 24.05.2018, das Finale zwischen dem VfL Wolfsburg und Olympique Lyon statt. Angepfiffen wird das Spiel um 18.00 Uhr im Walerij-Lobanowskyj-Stadion in Kiew.

VfL Wolfsburg verpasst zweites Triple - 1:4-Niederlage gegen Titelverteidiger Lyon

Für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg ist der Traum vom zweiten Triple nach einem weiteren Kraftakt geplatzt. Fünf Tage nach dem DFB-Pokalsieg scheiterte der deutsche Meister im Champions-League-Finale erst in der Verlängerung an der französischen Übermannschaft Olympique Lyon. Das Team von Trainer Stephan Lerch verlor am Donnerstagabend in Kiew nach umkämpften 120 Minuten mit 1:4 (0:0) gegen den Titelverteidiger, der damit zum dritten Mal in Serie die Königsklasse der Frauen gewann.

Bittere Niederlage in der Champions League 2018 für die Damen des VfL Wolfsburg

Vor 14.237 Zuschauern im vollbesetzten Walerij-Lobanowski-Stadion fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung, als Amandine Henry (98.), Eugenie Le Sommer (99.) und Ada Hegerberg (102.) innerhalb weniger Minuten das Spiel drehten. Den Schlusspunkt setzte Camille Abily für Lyon (116.). Zuvor hatte die Dänin Pernille Harder Wolfsburg noch in Führung gebracht (93.).

Doch die Kräfte reichten nicht mehr aus. Erst am vergangenen Samstag hatte der VfL beim Pokal-Triumph gegen den FC Bayern in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen gehen müssen. Damit machte Lyon einmal mehr die Hoffnungen der Grün-Weißen auf den dritten Champions-League-Sieg nach 2013 und 2014 zunichte. 2013 hatte Wolfsburg auch alle drei Titel der Saison abgeräumt.

Dzsenifer Marozsan schließt grandiose Saison mit Champions-League-Sieg bei Lyon ab

Eine Deutsche durfte aber doch jubeln. Dzsenifer Marozsan triumphierte wie im Vorjahr mit Lyon und krönte eine weitere perfekte Saison. Die Mittelfeldspielerin war gerade erst zur Fußballerin des Jahres in Frankreich gewählt worden.

"Es werden sich zwei Top-Mannschaften begegnen, die sich alles abverlangen werden", hatte Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch angekündigt. Und so kam es auch. Die beiden besten Frauen-Teams Europas kämpften um jeden Meter, beide Abwehrreihen agierten hochkonzentriert und ließen kaum Chancen zu. Lyon - in der gesamten Saison noch ohne Niederlage - zeigte die reifere Spielanlage.

Wolfsburg hielt mit Leidenschaft dagegen, insbesondere Abwehrchefin Nilla Fischer zeigte eine starke Leistung. Dabei kam den Wolfsburgerinnen auch die Rückkehr von Alexandra Popp zugute, die drei Wochen nach ihrem Muskelfaserriss rechtzeitig fit geworden war.

So blieben die großen Torchancen in der ersten Halbzeit aus. Erst im zweiten Durchgang, als Lyon den Druck erhöhte, ergaben sich vor allem für die Französinnen Gelegenheiten. Erschwerend kam für den VfL das verletzungsbedingte Aus der Isländerin Sara Björk Gunnarsdottir hinzu (56.). Ohne Fremdeinwirkung war die Mittelfeldspielerin im Rasen hängen geblieben.

Das Spiel verlagerte sich immer mehr in die Wolfsburger Hälfte. Dabei hatte Eugenie Le Sommer zwei Riesenchancen zur Führung. Erst kratzte Noelle Maritz einen Kopfball von der Linie (69.), dann parierte Almuth Schult aus kurzer Entfernung (83.).

In der Verlängerung überschlugen sich die Ereignisse. Harder nutzte einen Konter zur überraschenden VfL-Führung. Der Titelverteidiger antwortete mit wütenden Angriffen und Toren. Konnte Schult zunächst noch gegen Shanice van de Sanden parieren (96.), war danach gegen den Dauerdruck der Französinnen kein Halten mehr.

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