Ralph Hasenhüttl: DARUM kam es zum Split mit RB-Leipzig

RB Leipzig und Trainer Hasenhüttl trennen sich. Ein Jahr vor Ende des Vertrags. Das berichtet der Sportbuzzer. Alle Beteuerungen der Vereinsbosse sind damit nichts mehr wert. Ralf Rangnick steht als wichtigster Entscheider und RB-Architekt nun gehörig unter Druck.

Trainer Ralph Hasenhüttl steht bei RB Leipzig offenbar vor dem Aus. Bild: dpa

Die Zeit von Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig ist nach Informationen des Internetportals Sportbuzzer trotz einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte nach nur zwei Jahren beendet. Nach dem mittlerweile possenhaft wirkenden Hin und Her der vergangenen Wochen und Monate trennte sich der sächsische Fußball-Bundesligist am Mittwoch von dem 50 Jahre alten Österreicher.

Update #4: Die Hintergründe der Vertragsauflösung

Obwohl Hasenhüttl selbst um die Auflösung seines Vertrages gebeten habe, soll er laut "Bild" trotzdem eine Abfindung von 600.000 Euro erhalten. Wie "Bild" weiter berichtet, habe Hasenhüttl am Dienstag von Sportdirektor Rangnick und Vorstandschef Minzlaff erfahren, dass es kein neues Vertragsangebot geben werde. Hasenhüttls Art des Fußballs habe ihnen nicht mehr gefallen. Mit diesem Wissen wollte Hasenhüttl nicht in eine weitere Saison starten.

Weiterhin bleiben Hannes Wolf (zuletzt Trainer in Stuttgart) und Marco Rose (aktuell Red Bull Salzburg) als Nachfolger im Gespräch.

Update #3! Hasenhüttl bat um Vertragsauflösung - Die Hintergründe

Ralph Hasenhüttl hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den Fußball-Bundesligisten RB Leipzig um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Der Club und der 50 Jahre alte Coach trennten sich am Mittwoch. Zuerst hatte der Sportbuzzer über die Personalie berichtet.

Update #2! Wird Hasenhüttl Trainer in Frankfurt?

Die Trainersuche geht bei Eintracht Frankfurt in die finale Phase. Ein angebliches Interesse an Hasenhüttl, der nach übereinstimmenden Medienberichten seit Mittwoch nicht mehr Leipzig-Trainer ist, hatte Sportvorstand Fredi Bobicvor Wochen nicht bewertet. "Ich lasse den Spekulationen freien Lauf. Das bedeutet nicht, dass etwas dran sein muss", hatte er gesagt. Da war das Hasenhüttl-Aus bei RB allerdings noch in vermeintlich weiter Ferne.

Update #1! Medienbericht: RB Leipzig trennt sich von Hasenhüttl

Mit Hasenhüttl, der den Verein unter anderem zur deutschen Vizemeisterschaft im ersten Bundesligajahr und dem Viertelfinale in der Europa League geführt hatte, soll auch Co-Trainer Zsolt Löw gehen, der auf der Wunschliste des neuen PSG-Trainer Thomas Tuchel stehen soll.

Medienberichten zufolge hatte die Vereinsführung mit Sportdirektor Ralf Rangnick und Vorstandsboss Oliver Mintzlaff bei einem weiteren Vertragsgespräch am Dienstag kein neues Angebot gemacht. Damit war die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bis zum Vertragsende im Juni 2019 offensichtlich nicht mehr gewährleistet.

Rangnick straft sich selbst Lügen - Wird er der neue Trainer?

Alle Beteuerungen von Mintzlaff und Rangnick sind damit zunichte gemacht. Erst am vergangenen Wochenende hatte Rangnick gesagt: "Er wird auf jeden Fall nächstes Jahr unser Trainer sein, daran gab es noch nie irgendeinen Zweifel." Ob der bald 60-Jährige nun selbst wieder auf den Trainerposten rückt, blieb zunächst offen.

Klar ist, dass der mächtige RB-Sportdirektor mit der Entscheidung gegen Hasenhüttl, der in Spieler- und Fankreisen hohes Ansehen und große Sympathiewerte genießt, nun gehörig unter Druck steht. So wie der gesamte Verein, dem womöglich auch noch Spielerabgänge drohen könnten.

Hasenhüttls Erfolgskurve zeigte deutlich nach unten

Spekulationen um die Zukunft von Hasenhüttl gab es aber seit Monaten. Zuerst wurde er als möglicher Kandidat für den Trainerposten beim FC Bayern München gehandelt, auch bei Borussia Dortmund. Dann, nach einer Serie von vier Niederlagen und einem Remis, dem Verspassen der Champions League und dem Bangen sogar um die Europa League wurde das Engagement bei RB infrage gestellt. Rangnick sprach mit Blick auf eine Vertragsverlängerung auch einmal davon, dass man sehe müsse, "ob wir eine Grundlage finden, über 2019 hinaus weiter zusammenzuarbeiten".

Hasenhüttl selbst hatte beim ersten Gespräch über einen möglichen neuen Vertrag bei RB Leipzig im Dezember um Aufschub gebeten. Er war mit der jungen Mannschaft in der Champions League als deutscher Vizemeister hinter Besiktas Istanbul und dem FC Porto ausgeschieden, hatte sich aber vor der AS Monaco noch in die Europa League gerettet.

Dort wollte Hasenhüttl sehen, was mit dem Team und dem Konzept der Leipziger, junge Spieler bis 24 Jahre zu holen und keine Unsummen auszugeben für gestandenere Profis, möglich ist. RB setzte sich gegen den SSC Neapel und den FC St. Petersburg durch, erst im Viertelfinale war Schluss gegen Olympique Marseille. Das Aus fiel in die Krisenphase der Sachsen, auch bedingt durch Ausfälle wichtiger Spieler.

Hasenhüttl hatte seine Bereitschaft, RB-Trainer zu bleiben, klar signalisiert

Dennoch hatte Hasenhüttl, der in seiner Zeit bei RB durch die Erfolge auch deutlich selbstbewusster wirkte und auftrat, seine Bereitschaft klar signalisiert, über 2019 hinaus RB-Trainer zu bleiben. Die Gespräche wurden dann auf die Zeit nach dem Saisonende verschoben. Durch das 6:2 am letzten Spieltag bei Hertha BSC hatte er noch mal gute Argumente gesammelt und RB auf Platz sechs gehalten.

Hasenhüttl war im Sommer 2016 vom FC Ingolstadt zum damaligen Aufsteiger nach Leipzig gekommen und führte den jungen Verein gleich in der ersten Bundesligasaison zur Vizemeisterschaft und damit in die Champions League.

Das ist bisher passiert: Ralph Hasenhüttl bei RB Leipzig vor dem Aus

Der 50-jährige Österreicher, der die jungen Sachsen im Premieren-Jahr zur Vizemeisterschaft führte und nun trotz Doppelbelastung mit Champions League und Europa League mit Rang sechs erneut ins internationale Geschäft brachte, fühlt seine zweijährige Arbeit nicht genug gewürdigt.

Zwar beteuerte Rangnick noch am vergangenen Sonntag, dass er mit der Arbeit des Trainerteams mehr als zufrieden sei und es "nie irgendeinen Zweifel" gegeben habe, dass Hasenhüttl auch in der kommenden Saison Coach sein werde. Doch trotz der jüngsten Beteuerungen scheint das Aus wohl beschlossene Sache zu sein. Der Verein war für eine Stellungnahme auch am Mittwochmorgen zunächst nicht erreichbar.

Trainer Hasenhüttel erhält keinen neuen Vertrag

Am Dienstagabend hatten die "Bild"-Zeitung und das Fachmagazin "Kicker" übereinstimmend berichtet, dass der Verein dem Österreicher bei einem Gespräch kein neues Vertragsangebot über 2019 hinaus gemacht habe. Demzufolge würde Hasenhüttl mit einem auslaufenden Kontrakt in die neue Saison gehen - ein Szenario, das der Coach für sich eigentlich ausgeschlossen hatte. Auch Rangnick hatte diese Konstellation noch zu Weihnachten ausgeschlossen, dies nun aber revidiert.

RB Leipzig sucht Hasenhüttl-Nachfolger

Daran können wohl auch die positiven Worte von Hasenhüttls Mannschaft nichts ändern. Die Mannschaft um Kapitän Willi Orban hatte sich nach dem 6:2 bei Hertha BSC am letzten Spieltag klar für eine weitere Zusammenarbeit mit ihrem Trainer ausgesprochen. "Ich will definitiv mit dem Trainer weitermachen, aber es liegt nicht in meiner Hand", sagte Orban. Auch wenn der Abschied von Ralph Hasenhüttl noch nicht offiziell bestätigt wurde, so kursieren bereits zahlreiche Gerüchte über einen möglichen Nachfolger.

Ralf Rangnick oder Marco Rose: Wer könnte neuer RB-Trainer werden?

Neben Sportdirektor Ralf Rangnick, der die Mannschaft bereits im Jahr trainierte, gelten auch RB-Salzburg-Trainer Marco Rose undU19-Coach Robert Klauß als heiße Trainer-Favoriten. Letzterer könnte in Zusammenarbeit mitCo-Trainer Zsolt Löw den Posten übernehmen. Der 33-Jährige gilt als Ziehsohn Rangnicks, berichtet die "LVZ". Allerdings soll Löw ein Angebot vonParis Saint-Germain erhalten haben, wo der als Assistent von Thomas Tuchel arbeiten soll.

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sba/kns/news.de/dpa

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