Nazi-Skandal in vierter Liga: Spieler posieren mit Hitlergruß! Ganzes Fußballteam wird gefeuert

Am vergangenen Wochenende haben Spieler der B1-Jugendmannschaft von Lok Leipzig mit dem Hitlergruß für ein Foto posiert. Nun reagierte der Fußballverein und suspendierte die ganze Mannschaft. Der Trainer wurde fristlos gefeuert.

Lok Leipzig suspendiert eine komplette Mannschaft. Bild: Fotolia / Maksim Pasko

Der Fußballverein Lokomotive Leipzig hat darauf reagiert, dass Spieler seiner B1-Jugendmannschaft am vergangenen Wochenende mit dem Hitlergruß für ein Foto posiert hatten. Gegen den Co-Trainer, der die Spieler zu der Pose aufgefordert hatte, sei Strafanzeige gestellt und ein lebenslanges Hausverbot erteilt worden, teilte der Club über Facebook mit.

Hitlergruß beim Lok Leipzig - Verein feuert Trainer

Die Vereinsführung hat einen weiteren Nachwuchs-Trainer entlassen und die Mannschaft wurde bis zum Saisonende vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Der Vorfall hatte sich auf dem Clubgelände ereignet.

Auf seiner Facebook-Seite schrieb der Verein am Freitagabend: "Beim Zeigen dieses Grußes handelt es sich nicht nur um den Straftatbestand der Volksverhetzung. Er steht stellvertretend für die millionenfache Ermordung von Menschen in einem Unrechtssystem. Das ist also weder ein Kavaliersdelikt noch eine Provokation oder gar ein 'Spaß'." Der 1. FCLok kündigte an, gemeinsam mit dem Landessportbund und dem Fanprojekt Leipzig verschiedene Workshops für diese Jugendlichen durchzuführen. Laut "Bild"-Zeitung habe es zudem einen Elternabend gegeben.

"Strafanzeige? Lächerliche Anscheißer!" Reaktionen auf Facebook

Die Reaktionen auf Facebook sind gemischt. "Strafanzeige? Lächerliche Anscheißer", schreibt einer. "Ich finde, man kann's auch übertreiben", meint ein anderer. Einige zweifeln die Geschichte  komplett an. "Das glaube ich niemals. Bei unserem Verein und bei unserem integreren Trainerstab wird so etwas nicht vorkommen. Der oder die Verfasser, die solche Lügen hier verbreiten sind einfach nur verabscheuungswürdig", schreibt ein Facebook-Nutzer und fordert Beweise.

Doch Lok Leipzig behaart auf seinem Standpunkt. "Wir haben das Bild bzw. den "Beweis" gesehen, werden es aber sicherlich nicht veröffentlichen. Die Jungs haben genug Mist gebaut - die Suspendierung inkl. der Ansage, die die im Verein und Zuhause erhalten haben, ist hoffentlich vorerst Strafe genug. Wir werden die aber nicht hier auch noch per Foto öffentlich vorführen", schreibt der Verein.

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bua/news.de/dpa

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