Formel-1-GP Kanada 2018 Ergebnisse : Sebastian Vettel gewinnt Großen Preis von Kanada!

Der Formel-1-Zirkus reist am Wochenende zum Großen Preis von Kanada nach Montreal. Wie sich die F1-Piloten auf dem Circuit Gilles-Villeneuve in Training, Qualifying und Rennen schlagen, erfahren Sie hier mit allen Ergebnissen im Überblick.

Die Formel-1-Saison 2018 hat begonnen. Bild: dpa

Es ist das siebte Rennen der laufenden Formel-1-Saison, wenn sich die Piloten am Wochenende vom 08. bis 10. Juni 2018 in Montreal zum Großen Preis von Kanada einfinden. Im letzten Rennen konnte Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo den Sieg einfahren und rückte damit in der Gesamtwertung eng auf die beiden Führenden Sebastian Vettel (2.) und Lewis Hamilton (1.) auf. Kann er den beiden noch gefährlicher werden?

Die Formel-1-Ergebnisse vom GP in Kanada 2018

Wie sich die Fahrer auf demCircuit Gilles-Villeneuve in freien Trainings, Qualifying und dem Rennen am Sonntag, den 10.06.2018, schlagen, lesen Sie hier mit allen Ergebnissen im Überblick.

+++ 09.06.2018: Vettel nach Sieg in Kanada wieder WM-Spitzenreiter +++

Sebastian Vettel hat sich mit dem Sieg beim Großen Preis von Kanada die Führung in der Formel-1-Weltmeisterschaft zurückgeholt. Der Ferrari-Pilot holte sich am Sonntag in Montréal seinen 50. Grand-Prix-Sieg vor dem finnischen Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas und dem Niederländer Max Verstappen im Red Bull. Der bisherige WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton kam im zweiten Silberpfeil nach Motorproblemen nicht über Platz fünf hinaus. In der Gesamtwertung liegt Vettel nach dem siebten Saisonrennen nun einen Punkt vor Hamilton. Der nächste Grand Prix wird in zwei Wochen in Frankreich gefahren.

+++ 09.06.2018: Stroll und Hartley scheiden nach Crash aus +++

Das Rennen um den Formel-1-GP von Kanada ist mit einem Crash zwischen Lance Stroll und Brendon Hartley, nachdem Max Verstappen an Valtteri Bottas vorbeizieht und ihn berührt. Stroll und Hartley sind damit aus dem Rennen.

+++ 09.06.2018: Vettel holt Pole in Kanada - WM-Führender Hamilton nur Vierter +++

Sebastian Vettel hat sich erstmals nach fünf Jahren wieder die Pole Position zum Großen Preis von Kanada gesichert. Der viermalige Formel-1-Weltmeister verwies am Samstag im Ferrari Mercedes-Pilot Valtteri Bottas um 0,093 Sekunden auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Niederländer Max Verstappen im Red Bull vor dem WM-Führenden und sechsmaligen Kanada-Sieger Lewis Hamilton.

Für Vettel war es die vierte Pole in dieser Saison und die insgesamt 54. in seiner Karriere. Seinen bisher einzigen Sieg auf dem Circuit Gilles Villeneuve holte sich der Heppenheimer wie auch seine letzte Kanada-Pole 2013. Vor dem siebten von 21 Saisonrennen am Sonntag (20.10 Uhr MESZ) führt Hamilton in der Gesamtwertung mit 110 Punkten vor Vettel (96) und dem australischen Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo (72).

+++ 09.06.2018: Vettel Zweiter beim Abschlusstraining in Kanada +++

Sebastian Vettel hat sich beim Abschlusstraining zum Großen Preis von Kanada stark verbessert gezeigt. Der viermalige Formel-1-Weltmeister fuhr am Samstag im Ferrari zwei Stunden vor der Qualifikation die zweitbeste Zeit. Noch am Freitag hatte der 30-Jährige aus Heppenheim mit einigen Problemen zu kämpfen und nur die Plätze vier und fünf belegt.

Wie schon in den beiden Trainings einen Tag zuvor setzte Max Verstappen im Red Bull auf dem 4,361 Kilometer langen Circuit Gilles Villeneuve mit 1:11,599 Minuten die Bestzeit. Vettel lag nur 49 Hundertstelsekunden hinter dem Niederländer und nur zwei Tausendstel vor Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari.

Der WM-Führende und Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes wurde Vierter mit einem Rückstand von 0,107 Sekunden auf Verstappen. Nico Hülkenberg kam im Renault auf Rang acht.

In der Qualifikation (20.00 Uhr MESZ) will Vettel erstmals seit 2013 wieder die Pole Position in Kanada erobern. Damals hatte er auch seinen bislang einzigen Sieg in Montréal geholt. Hamilton kann am Sonntag (20.10 Uhr MESZ) mit einem Erfolg mit Rekordgewinner Michael Schumacher gleichziehen, der in Kanada sieben Mal siegte. In der Gesamtwertung führt Hamilton mit 110 Punkten vor Vettel (96) und dem australischen Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo (72).

+++ 08.06.2018: Verstappen auch im zweiten Kanada-Training vorn - Vettel Fünfter +++

Max Verstappen hat die ersten beiden Trainingseinheiten zum Formel-1-Rennen in Montréal bestimmt. Der Niederländer fuhr am Freitag im Red Bull jeweils die schnellsten Runden. Auf dem 4,361 Kilometer langen Circuit Gilles Villeneuve erreichte der 20-Jährige im zweiten Durchgang am Nachmittag in 1:12,198 Minuten die Tagesbestzeit. Zweiter wurde der Finne Kimi Räikkönen im Ferrari mit 0,130 Rückstand vor Verstappens Teamkollegen Daniel Ricciardo aus Australien im zweiten Red Bull.

Sebastian Vettel kam im zweiten Ferrari auf Rang fünf, nachdem er in der ersten Einheit auf den vierten Platz gefahren war. Der WM-Führende und sechsmalige Kanada-Sieger Lewis Hamilton belegte in den beiden Trainingseinheiten die Ränge zwei und vier. Nachdem Nico Hülkenberg am Vormittag Pech hatte, als sein Renault wahrscheinlich wegen eines Getriebeproblems liegen geblieben war, rangierte er im zweiten Training nur an 14. Stelle.

In der Qualifikation am Samstag will Vettel erstmals seit 2013 wieder die Pole Position in Kanada erobern. Damals hatte er auch seinen bislang einzigen Sieg in Montréal geholt. Sein Rivale Hamilton kann am Sonntag (20.10 Uhr MESZ) mit einem Erfolg mit Rekordgewinner Michael Schumacher gleichziehen, der in Kanada sieben Mal ganz oben auf dem Podest stand.

+++ 08.06.2018: Verstappen gewinnt 1. Freies Training beim GP in Kanada 2018 +++

Formel-1-Ausnahmetalent Max Verstappen hat im ersten freien Training zum Großen Preis von Kanada das erste Zeichen gesetzt. Der zuletzt wegen Unfällen und Fehlern viel gescholtene Red-Bull-Pilot legte in der ersten von zwei Übungseinheiten am Freitag in Montréal die Bestzeit hin. In 1:13,302 Minuten lag der 20-Jährige auf dem 4,361 Kilometer langen Kurs 0,088 Sekunden vor dem sechsmaligen Kanada-Sieger Lewis Hamilton im Mercedes.

Hinter Verstappens Teamkollegen Daniel Ricciardo wurde der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel mit einem Rückstand von 0,272 Sekunden Vierter. Der Ferrari-Pilot legte erst in der Schlussphase seine schnellsten Runden hin.

Pech hatte sein Landsmann Nico Hülkenberg. Dessen Renault blieb nach 27 Minuten stehen. "Ich kann keinen Gang mehr einlegen", funkte der 30-Jährige an die Box. Das Training musste für 13 Minuten unterbrochen werden, um den Renault zu bergen. Der Wagen konnte nicht schnell genug repariert werden, so dass der Deutsche keine gezeitete Runde aufwies.

+++ 08.06.2018: Ricciardo kommt um Strafversetzung vorerst herum +++

Monaco-Sieger Daniel Ricciardo muss vorerst doch nicht mit einer Strafversetzung beim Formel-1-Rennen in Montréal rechnen. Im Bericht der Technischen Delegierten für den Grand Prix von Kanada kurz vor dem ersten freien Training am Freitag wurde für den Red-Bull-Piloten keine Sanktion wegen des Wechsels von Motorteilen genannt.

Noch am Dienstag hatte sein Technikchef Andrian Newey gesagt, er rechne für Ricciardo mit einer Straversetzung um mindestens zehn Plätze in der Startaufstellung. Grund: eine neue Elektromaschine müsse eingebaut werden. Es wäre in dieser Saison die dritte MGU-K (Motor-Generator-Unit-Kinetic) am Wagen des Australiers. Erlaubt sind nur zwei pro Jahr. Eine MGU-K ist ein elektrischer Generator, der den Motor abbremst und die daraus entstehende Energie in Strom umwandelt.

+++ 07.06.2018: Motor-Pech für Mercedes - Vettel im Vorteil? +++

Auf seinem Herrschaftsgebiet in Montréal wollte Mercedes-Pilot Lewis Hamilton mit noch mehr Motor-Power einen wichtigen Schritt in der Formel-1-WM machen. Doch nachdem sein Team angekündigt hat, den neuen und verbesserten Antrieb statt in Kanada erst zwei Wochen später im französischen Le Castellet zu liefern, wirkte der Titelverteidiger am Donnerstag ernüchtert.

"Das ist ausgesprochen unglücklich", sagte der Vierfach-Champion und sechsmalige Kanada-Sieger und gab die Favoritenrolle für das Rennen am Sonntag an Ferrari mit seinem Rivalen Sebastian Vettel und Red Bull weiter.

Er nehme an, dass Ferrari und auch Red Bulls Motorenpartner Renault mit neuen Aggregaten nach Kanada angereist sei, sagte Hamilton. Besonders auf den powerträchtigen Geraden könnte sich ein PS-Vorteil positiv auswirken. Vettel wehrte jegliche Favoritenrolle ab. "Es ist vor dem Wochenende irgendwas schwer zu sagen, gerade aktuell. Alle drei Teams sind mehr oder weniger auf Augenhöhe", sagte der viermalige Weltmeister.

+++ 07.06.2018: Formel-1-Piloten zehn Minuten länger in der Startaufstellung +++

Die Formel-1-Fahrer müssen sich schon beim Grand Prix am Sonntag in Montreal auf eine leichte Änderung im Ablauf vor dem Start einstellen. Der Motorsport-Weltrat beschloss auf seiner Sitzung in Manila, "dass die Autos und Fahrer vor der Nationalhymne noch zehn Minuten länger am Start sind", teilte der Automobil-Weltverband FIA am Donnerstag mit. Damit sollen die Medien mehr Zeit bekommen, noch in der Startaufstellung mit den Fahrern zu sprechen.

Der Große Preis von Kanada wird am Sonntag (20.10 Uhr) gestartet und ist das siebte von 21 Saisonrennen. Die Nationalhymne des jeweiligen Gastgeberlandes wird etwa eine Viertelstunde vor dem Start gespielt.

+++ 07.06.2018: Aerodynamische Änderungen an Karosserien der Formel-1-Boliden beschlossene Sache +++

Der Motorsport-Weltrat bestätigt die aerodynamischen Änderungen am Frontflügel, an den Bremskanälen und am Heckflügel für die kommende Saison 2019. Dadurch werden die Autos bis zu 1,5 Sekunden langsamer pro Runde, wie FIA-Technikchef Nikolas Tombazis schon im Mai in Barcelona eingeräumt hatte. Der Grund für die Modifikationen ist, das Überholen künftig zu erleichtern. Die führenden Formel-1-Gremien hatten sich bereits auf die Änderungen verständigt.

Derzeit ist das Überholen mit den sensiblen Wagen der 2018er-Generation nicht so leicht. In den Zweikämpfen verliert ein Verfolger wegen der ungünstigen Luftverwirbelungen an Tempo, die Reifen überhitzen schnell.

+++ 07.06.2018: Fragen und Antworten zum GP von Kanada 2018 in Montreal +++

Es ist Formel 1 in Kanada, und am Ende gewinnt Lewis Hamilton: Die Bilanz des britischen Weltmeisters auf dem Circuit Gille Villeneuve in Montréal ist glänzend. Hier feierte er 2007 seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Fünf weitere folgten, allein drei mit Mercedes in den vergangenen drei Jahren. Am Sonntag könnte der Formel-1-Weltmeister zum Rekordgewinner des Grand Prix von Kanada werden. Doch so eindeutige Verhältnisse sind für das siebte Saisonrennen am Sonntag (20.00 Uhr) nicht zu erwarten.

Gibt es nach dem Sieg von Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo in Monaco einen Titel-Dreikampf mit dem Gesamtführenden Hamilton und dessen Verfolger Sebastian Vettel im Ferrari?

Auf jeden Fall nicht in Montréal. Ricciardo geht mit einem Handicap in das Wochenende. Der Australier muss mit einer Strafversetzung in der Startaufstellung rechnen, da am Antrieb seines Red Bulls regelwidrig Teile ausgewechselt werden müssen. Mit mindestens zehn Plätzen rechnet sein Technikchef Adrian Newey. Die Modifikationen am Renault-Motor werden da nur wenig bringen. Immerhin bietet aber der Kurs einige Überholmöglichkeiten. Doch die Strecke passt nicht so gut zu Red Bull wie die durch die Häuserschluchten in Monaco.

Wird Hamilton seine Siegesserie in Kanada ausbauen?

Der Brite kann mit einem weiteren Erfolg mit Rekordgewinner Michael Schumacher gleichziehen. Doch das ist für ihn wohl eher nebensächlich. Es wäre vor allem ein wichtiger Sieg gegen Ferrari-Rivale Sebastian Vettel, der nur 14 Punkte hinter ihm in der Gesamtwertung liegt. Hamilton gibt die Favoritenrolle aber an Ferrari. Er sieht die Scuderia mit Vettel weiter "am stärksten". Allerdings wartet der Heppenheimer auch schon seit zwei Monaten auf einen Sieg. Hamilton und sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas müssen in Montréal allerdings auf die erhofften Motoren-Verbesserungen verzichten - wegen eines "Qualitätsproblems", wie das Team mitteilte. Nun soll das Upgrade beim nächsten Rennen in Frankreich zwei Wochen später kommen.

Wird Red-Bull-Jungstar Max Verstappen endlich mal ein fehlerfreies Wochenende hinbekommen?

In jedem der bisherigen sechs Saisonrennen war der 20 Jahre alte Niederländer auffällig geworden. Das Supertalent von Red Bull ist zum Sorgenkind geworden. In Montréal muss er endlich beweisen, dass er spätestens nach seinem Trainingscrash von Monaco aus seinen Fehlern gelernt hat. Den erhofften WM-Titel kann er sich aber in diesem Jahr so gut wie abschreiben.

Was macht den Kurs in Montréal so besonders?

Die meisten Fahrer sind begeistert von dem Kurs auf der Ile Notre-Dame im Sankt-Lorenz-Strom. Er ist nicht so eng wie in Monaco, aber Fehler verzeiht auch er nicht. Die Strecke ist eine Mischung aus langen Geraden mit maximalem Speed und engen Kurven, vor denen die Piloten mächtig in die besonders geforderten Bremsen treten müssen. Beispiel Kurve 10: Vor der Haarnadel-Kurve erreichen die Autos rund 300 Stundenkilometer. Auf etwa 120 Metern bremsen die Fahrer auf etwas mehr als 60 Stundenkilometer herunter. An vielen Stellen drohen zudem Mauern. Die berühmteste ist die "Wall of Champions", die letzte Schikane vor dem Ziel. Hier sind schon so manche Sieges-Hoffnungen zerschellt.

  • Seite:
  • 1
  • 2
  • 3
Empfehlungen für den news.de-Leser