Formel 1 GP von Abu Dhabi 2018 Ergebnisse: Lewis Hamilton gewinnt Saisonfinale vor Vettel und Verstappen

Der Formel-1-Zirkus gastierte am Wochenende beim Großen Preis der Vereinigten Arabischen Emirate in Abu Dhabi. Wie sich die F1-Piloten im Training, Qualifying und Rennen schlugen, erfahren Sie hier mit allen Ergebnissen im Überblick.

Die Formel-1-Saison 2018 endet dieses Wochenende in Abu Dhabi. Bild: dpa

Lewis Hamilton ist Weltmeister 2018 und die Konstrukteurs-WM geht an Mercedes. Die wichtigsten Titel der Saison stehen damit zwar schon fest, dennoch hoffen freilich alle auf ein interessantes Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zumal Rang 3 in der Fahrerwertung noch ausgefahren werden muss.

Formel 1 Abu Dhabi 2018: Die Ergebnisse vom Großen Preis der Vereinigten Arabischen Emirate auf einen Blick

Alle aktuellen Zwischenstände und Ergebnisse vom Freien Training, Qualifying und dem Rennen der Formel 1 in Abu Dhabi lesen Sie zeitnah nach Beendigung der Läufe hier auf news.de.

+++ 25.11.2018:Hamilton gewinnt Formel-1-Finale vor Vettel +++

Weltmeister Lewis Hamilton hat auch das Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi gewonnen. Der britische Mercedes-Pilot verwies am Sonntag auf dem Yas Marina Circuit Vize-Weltmeister Sebastian Vettel im Ferrari auf den zweiten Platz und feierte seinen elften Saisonsieg. Dritter wurde Red-Bull-Fahrer Max Verstappen vor Teamkollege Daniel Ricciardo.

Nico Hülkenberg schied nach einem Crash schon früh aus. Der Rheinländer konnte seinen Renault aber eigenständig wieder verlassen. Auch Vettels Stallrivale Kimi Räikkönen musste seinen Wagen im letzten Grand Prix für Ferrari wegen technischer Probleme vorzeitig abstellen.

+++ 24.11.2018: Hamilton holt sich letzte Pole der Saison vor Bottas +++

Weltmeister Lewis Hamilton hat sich die letzte Pole Position in dieser Formel-1-Saison gesichert. Der fünfmalige Champion setzte sich am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis von Abu Dhabi mit 0,162 Sekunden vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas durch. Es ist die 83. Pole für Hamilton insgesamt, die elfte in diesem Jahr.

Zum fünften Mal nacheinander sicherten sich die Silberpfeile damit die erste Startreihe in Abu Dhabi. Keinem anderen Team ist das in der Formel-1-Geschichte auf einer Strecke jemals gelungen. Dritter wurde Sebastian Vettel vor seinem Ferrari-Teamkollegen Kimi Räikkönen. Dahinter starten an diesem Sonntag Daniel Ricciardo und Max Verstappen von Red Bull. Nico Hülkenberg wurde im Renault Zehnter.

+++ 24.11.2018: Hamilton Schnellster vor letzter Formel-1-Qualifikation 2018 +++

Weltmeister Lewis Hamilton hat im letzten Freien Training der Formel-1-Saison 2018 die schnellste Runde gedreht. Der 33 Jahre alte Brite vom deutschen Werksteam Mercedes verwies am Samstag das Ferrari-Duo mit Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel auf den zweiten und dritten Platz. Hamilton benötigte für seine schnellste Runde auf dem Yas Marina Circuit 1:37,176 Minuten. Räikkönen war 0,288 Sekunden langsamer, Vettel 0,411 Sekunden.

Auf Rang vier landete zwei Stunden vor der Qualifikation zum Großen Preis von Abu Dhabi Max Verstappen im Red Bull (+0,571). Vorjahressieger Valtteri Bottas kam im zweiten Mercedes auf Rang fünf (0,757). Es herrschten andere Bedingungen, als sie die Fahrer in der K.o.-Ausscheidung haben werden. Diese soll um 17.00 Uhr Ortszeit bei Tageslicht starten und unter Flutlicht und nicht mehr so hohen Temperaturen enden. Beim Training herrschten Sonnenschein und 32 Grad Celsius. In den vergangenen vier Jahren sicherte sich Mercedes jeweils die erste Startreihe. Noch keinem Team gelang das auf einer Formel-1-Strecke bislang fünfmal.

+++ 23.11.2018: Bottas beim 2. Freien Training mit Tagesbestzeit vor Verstappen +++

Vorjahressieger Valtteri Bottas hat im Mercedes die Tagesbestzeit zum Auftakt des Saisonfinales der Formel 1 aufgestellt. Der 29 Jahre alte Finne, der in diesem Jahr noch kein Rennen gewinnen konnte, verwies in 1:37,236 Minuten den 21 Jahre alten niederländischen Red-Bull-Piloten Max Verstappen auf den zweiten Platz. Der Sieger von Mexiko und Zweite von Brasilien lag allerdings nur 44 Tausendstelsekunden zurück.

Verstappen könnte sich an diesem Samstag in der Qualifikation zum jüngsten Polesetter in der Formel 1 küren und Sebastian Vettel in der Kategorie ablösen. Der viermalige Weltmeister aus Heppenheim kam im schnelleren zweiten Training am frühen Abend nicht über den sechsten Platz hinaus mit 0,333 Sekunden Rückstand auf Bottas. "Wir sind noch nicht schnell genug", räumte Vettel ein. "Wenn ich es jetzt aus dem Bauch heraus sagen müsste, woran es liegt, würde ich sagen, uns fehlt der Grip." Vettel hofft aber, dass es am Samstag reicht. "Es sollte okay sein, es wird aber hart. Vielleicht können wir das Blatt wenden."

Weltmeister Lewis Hamilton wurde im Mercedes Vierter hinter Bottas, Verstappen und Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull. Kimi Räikkönen landete im zweiten Ferrari als Fünfter auch noch vor Vettel. Nico Hülkenberg aus Emmerich wurde im Renault Achter.

+++ 23.11.2018: Verstappen Auftaktschnellster - Hamilton mit der 1 und Goldhelm +++

Max Verstappen hat beim Auftakttraining zum Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi die erste Bestzeit aufgestellt. Der 21 Jahre alte Niederländer verwies am Freitag in 1:38,491 Minuten seinen australischen Red-Bull-Teamkollegen Daniel Ricciardo mit 0,454 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter wurde der Finne Valtteri Bottas von Mercedes, danach folgte Fünffach-Weltmeister Lewis Hamilton im zweiten Silberpfeil.

Der Wagen des 33 Jahre alten Briten trug auf der Fahrzeugnase die Nummer 1. Hamilton, der mit der persönlichen Startnummer 44 antritt, hatte beim Verband um eine Ausnahme gebeten und sie gestattet bekommen. Zudem bestreitet der alte und neue Weltmeister Hamilton das Wochenende mit einem goldenen Helm.

Sein geschlagener Rivale Sebastian Vettel kam im Ferrari in der ersten anderthalbstündigen Einheit nicht über den achten Platz hinaus. Kimi Räikkönen, der das Team nach dieser Saison Richtung Sauber verlassen wird, landete einen Rang vor Vettel. Auf den hintersten Plätzen fanden sich die beiden Fahrer wieder, die vor dem 21. Saisonrennen zunächst in die Hauptrollen schlüpften. Fernando Alonso, der nach dem Abu-Dhabi-Rennen aus der Formel 1 aussteigen wird, wurde im McLaren mit Sonderlackierung für seinen Abschied 20. Robert Kubica, der im kommenden Jahr nach acht Jahren bei Williams sein Renncomeback feiern wird, wurde 21. Er durfte den Williams im Training anstelle des Russen Sergej Sirotkin steuern.

+++ 22.11.2018: Wehe, wenn die Sonne untergeht: Formel-1-Herausforderung Abu Dhabi +++

Seit Februar sind sie unterwegs. Nun ist es fast geschafft. Die sonnig-heißen Tage in Abu Dhabi wollen die Teams nun auch ein bisschen genießen. Ein reines Schaufahren dürfte es aber nicht werden beim Finale der Formel-1-Saison 2019.

Um was geht es diesmal noch aus sportlicher Sicht?

Auch wenn Lewis Hamilton und sein Mercedes-Team die Fahrer- und Konstrukteurswertung bereits gewonnen haben, sind Punkte und Prämien zu holen. Platz drei in der Fahrerwertung ist noch offen, Kimi Räikkönen im Ferrari liegt mit 14 Zählern vor Valtteri Bottas. Der Finne von Mercedes muss allerdings selbst aufpassen: Nur drei Punkte hinter ihm lauert Max Verstappen von Red Bull, mit seinem Sieg in Mexiko und Platz zwei in Brasilien der erfolgreichste Pilot der vergangenen beiden Rennen. Im Teamklassement, dass für die Verteilung der Gelder entscheidend ist, sind die Entscheidungen hinter Mercedes und Ferrari auch noch nicht alle gefallen.

Wie oft fand das Finale schon in Abu Dhabi statt?

Sechs Mal inklusive der Premiere 2009. Nur in den Jahren 2011, 2012 und 2013 verabschiedete sich die Formel 1 nicht aus Abu Dhabi in die Winterpause.

Was macht das Finale diesmal besonders?

Es wird ein Wehmut-Wochenende. Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso tritt zum letzten Mal in der Formel 1 an. Der noch immer letzte Ferrari-Weltmeister Kimi Räikkönen wird zum letzten Mal in einem Wagen der Scuderia Platz nehmen, er wechselt danach zu Sauber. Daniel Ricciardo wird sich von Red Bull verabschieden, er fährt künftig für Renault an der Seite von Nico Hülkenberg.

Wer hat die größten Siegchancen?

Seit vier Jahren ist Mercedes auf dem Kurs am Persischen Golf ungeschlagen. Ausgerechnet dort, wo in direkter Nachbarschaft die unübersehbare Ferrari-World auf Yas Island thront, regiert der Konkurrent aus Deutschland. Hamilton und diesmal vor allem Bottas dürften damit auch bei der 10. Auflage die Anwärter Nummer eins auf Rennrang eins sein. Dabei werden Mercedes und auch Champion Hamilton sicher alles versuchen, dem leidgeprüften Bottas den Weg zum ersten Saisonerfolg zu ebnen. Achten müssen sie neben Vettel und Räikkönen vor allem auf Verstappen und dessen Noch-Teamkollegen Daniel Ricciardo.

Welches ist die größte Herausforderung bei dem Rennen?

Die Abstimmung des Autos unter Bedingungen, die beim Start deutlich andere sind als knapp zwei Stunden später bei der Zieldurchfahrt. Wenn die Roten Ampeln ausgehen, heizen die letzten Sonnenstrahlen den Asphalt am späten Nachmittag (Ortszeit 17.10 Uhr) noch weiter auf. Außentemperaturen von 30 Grad sind nichts Außergewöhnliches, entsprechend heiß ist auch der Untergrund. Geht die Sonne unter, kühlt der Asphalt ab, 15 Grad beträgt der Unterschied für gewöhnlich. Wird die Reifentemperatur zu niedrig, verlieren die Autos an Haftung und können nicht die optimale Leistung auf den Asphalt bringen. Simulieren können die Teams die Rennsituation lediglich am Freitagnachmittag in der zweiten Freien Trainingseinheit.

+++ 22.11.2018: Alonso vor seinem Formel-1-Ende nach Abu Dhabi über ein mögliches Comeback +++

Fernando Alonso hat ein Comeback nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere an diesem Sonntag nicht ausgeschlossen. "Die Tür ist nicht zu", betonte der 37 Jahre alte Spanier am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Großen Preis von Abu Dhabi, auch wenn es im Moment schwer sei, über eine Rückkehr nachzudenken. Er sei nicht mal in der Stimmung, dass es sein letztes Rennen sein werde. "Ich weiß aber nicht, wie mich nächstes Jahr fühle. Vielleicht sitze ich nächstes Jahr im April oder Mai verzweifelt auf dem Sofa", sagte Alonso.

Nach offiziellen Angaben bestreitet er an diesem Sonntag (17.30 Uhr/RTL) sein 311. Rennen in der Formel 1. Er will im kommenden Jahr bei den Indy500 starten, viel mehr ist über Alonsos Pläne nicht bekannt. "Ich werde die Formel 1 immer lieben", sagte er. Er werde es vermissen, diese Autos zu fahren. Alonso startete zur Saison 2001 bei Minardi. Er holte 2005 und 2006 den WM-Titel mit Renault und schlug dabei Rekordchampion Michael Schumacher. Den Kerpener nannte er aus emotionaler Sicht auch seinen schwersten Gegner, nachdem er diesen zu eigenen Kartzeiten bei dessen Siegfahrten als Nachwuchspilot verfolgt hatte.

+++ 22.11.2018: Verstappen nach Brasilien-Zoff: Hätte deutlich schlimmer sein können +++

Esteban Ocon ganz rechts, Max Verstappen ganz links. Dazwischen Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen - und jede Menge Spannungen in der Luft beim zweiten Teil der Pressekonferenz zum Großen Preis von Abu Dhabi. Der Ärger von Verstappen nach der folgenreichen Kollision in Brasilien mit Ocon war auch am Donnerstag alles andere als verraucht. Verstehen konnte der 21 Jahre alte Niederländer die Diskussionen und die Strafe für seine Schubser gegen den Franzosen Ocon nach dem Formel-1-Rennen in Sao Paulo auch nicht. "Ich wollte eine Entschuldigung, ich habe eine andere Antwort bekommen. Was mich betrifft, war ich wirklich ruhig, es hätte deutlich schlimmer sein können", betonte Verstappen.

"Was denken Sie denn, was ich hätte tun sollen: Hingehen und Danke sagen, dass ich Zweiter geworden bin", fragte er die Medienvertreter, während Ocon recht kleinlaut auf der anderen Seite des Podiums saß und erstens versuchte, sich zu entschuldigen für den Crash ("Es tut mir leid für Max"), der Verstappen den Sieg gekostet hatte und zweitens bemüht war, die Sache hinter sich zu lassen. Auf die Frage, wie er es findet, dass er und Ocon voraussichtlich noch einige Jahre in der Formel 1 gegeneinander antreten müssen, antwortete Verstappen mit maximaler Emotionslosigkeit: "Wir sind schon im Kart gegeneinander gefahren. So ist das Leben."

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