03.08.2019, 18.50 Uhr

Konstanze Klosterhalfen privat: Wie läuft es für "Koko" neben dem Leistungssport?

Wenn Konstanze Klosterhalfen ihre Laufschuhe schnürt, bekommt es die Konkurrenz mit der Angst zu tun: Die 22-Jährige ist der neue Star in der Leichathletik. Wie es für das Ausnahmetalent privat läuft, lesen Sie hier.

Konstanze Klosterhalfen ist der neue Stern am Leichtathletikhimmel. Bild: Bernd Thissen / Picture alliance / dpa

Wo anderen Sportlern die Puste ausgeht, trumpft Konstanze Klosterhalfen erst richtig auf. Die 22-jährige Leichtathletin ist ein Ass auf der Mittel- und Langstrecke und eine der großen Hoffnungen des deutschen Kaders bei dem Leichtathletik-Wettkampf der IAAF Diamond League 2019 in London im Juli 2019.

Konstanze Klosterhalfen ist seit 17 Jahren Leichtathletin

Obwohl Konstanze Klosterhalfen erst 22 Jahre jung ist, darf sich die 1997 in Bonn geborene Sportlerin schon als alter Hase in der Leichtathletik bezeichnen. Seit ihrem fünften Lebensjahr trainiert die heute 22-Jährige Leichtathletik, mit elf Jahren entdeckte sie ihre Passion fürs Laufen. Mit zwölf Jahren, als sie bereits ein Jahr beim TSV Bayer 04 Leverkusen trainierte, knackte die zierliche Blondine die Marke von 2 Minuten, 38 Sekunden und 42 Zehntelsekunden über 800 Meter und steigerte sich seitdem kontinuierlich.

Konstanze Klosterhalfen ist auch international als Läuferin ein Ass

Mit 15 Jahren stand Konstanze Klosterhalfen erstmalig bei den Deutschen Jugendmeisterschaften am Start und konnte sich im 800-Meter-Lauf ins Finale durchkämpfen, wo sie den siebten Platz belegte. Ein Jahr später spurtete die Bonnerin bereits auf Rang zwei und gewann bei den U18-Meisterschaften erstmals Gold über 1.500 Meter. Internationale Erfolge ließen ebenfalls nicht lange auf sich warten: Von den U20-Europameisterschaften 2015, die in Eskilstuna in Schweden stattfanden, kehrte Konstanze Klosterhalfen mit einer Bronzemedaille im 1.500-Meter-Lauf zurück.

Konstanze Klosterhalfen alias Koko startet bei Hallen-Weltmeisterschaft in Birmingham

Dass man sich ein Talent wie Konstanze Klosterhalfen, die von ihrem Trainer Sebastian Weiß bei Bayer 04 Leverkusen auf den Spitznamen "Koko" getauft wurde, nicht entgehen lassen sollte, erkannte auch der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV). Bei den Team-Europameisterschaften 2017 stand Konstanze Klosterhalfen erstmals im DLV-Kader, startete im 1.500-Meter-Lauf und ließ die Konkurrenz eiskalt hinter sich. Als Sahnehäubchen der EM 2017 schnappte sich Konstanze Klosterhalfen mit der deutschen Mannschaft den Team-Sieg.

Konstanze Klosterhalfen privat: Schon gewusst? Das macht sie abseits der Rennstrecke

Obwohl Konstanze Klosterhalfen fast ihr ganzes Leben lang hart an ihrer sportlichen Karriere arbeitet, gibt es für die drahtige Leistungssportlerin auch ein Leben abseits der Leichathletik-Welt. Dass die 22-Jährige nicht nur sportlich eine Überfliegerin, sondern auch äußerst attraktiv ist, hat Konstanze Klosterhalfen zu einer Karriere als Model verholfen. Allerdings bleibt der Sportlerin für ihre Laufsteg-Passion nur wenig Zeit, wie sie in einem Interview mit der "FAZ" gestand. Zudem sei sie mit 1,74 Metern exakt einen Zentimeter zu klein, um Modelmaße zu haben. Auf der Fashion Week in Berlin durfte Konstanze Klosterhalfen trotzdem schon Modelluft schnuppern und über den Laufsteg schweben.

Konstanze Klosterhalfen ist Studentin und tanzt Ballett

Wenn Konstanze Klosterhalfen mal nicht trainiert oder neue persönliche Bestzeiten aufstellt, ist die Rheinländerin vermutlich im Hörsaal zu finden. Nach ihrem Abitur, das sie mit der Note 1,7 ablegte, schrieb sich Konstanze Klosterhalfen als Studentin im Fach Sportjournalismus ein. In ihrer Freizeit tanzt die 20-Jährige außerdem gern Ballett, spielt Klavier und Querflöte oder trifft sich zuhause in Bockeroth im Siebengebirge, wo auch ihre Eltern Brigitte und Vater Bernd leben, gern mit ihren Freunden. Zur Familie von Koko gehört außerdem ein älterer Bruder namens Niko.

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Lauftalent Konstanze Klosterhalfen beim Start zur Hallen-WM mit Medaillenchance

Deutschlands großes Lauftalent Konstanze Klosterhalfen ging am Donnerstag, dem 01.03.2018, gleich zum Auftakt der Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham mit Medaillenchancen ins Rennen. Die 21-Jährige aus Leverkusen ist in diesem Jahr weltweit die zweitschnellste Frau über die 3.000 Meter hinter der Äthiopierin Genzebe Dibaba. Klosterhalfen und Top-Sprinterin Tatjana Pinto aus Paderborn führen das 22-köpfige Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes beim Höhepunkt der Hallensaison an.

An den vier Wettkampftagen in der Arena Birmingham gehen bis zum Sonntag mehr als 600 Athleten aus rund 140 Ländern an den Start. Gleich im ersten Finale kann am Donnerstag auch der deutsche Hochsprung-Meister Mateusz Przybylko für eine Überraschung sorgen. Hürdensprinterin Cindy Roleder aus Halle kämpft ebenso um eine Medaille wie zwei frühere Freiluft-Weltmeister: Kugelstoßer David Storl (Leipzig) und Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (Zweibrücken).

Lauftalent Konstanze Klosterhalfen pulverisiert deutschen 3.000-Meter-Rekord

Die deutsche Topläuferin Konstanze Klosterhalfen hat beim Diamond-League-Meeting in Stanford/Kalifornien ihren eigenen deutschen 3.000-Meter-Rekord gleich um fast zehn Sekunden verbessert. Die 22 Jahre alte Leverkusenerin, die seit dem vergangenen Jahr beim umstrittenen Oregon-Projekt unter Alberto Salazar trainiert, benötigte am Sonntagabend (Ortszeit) 8:20,07 Minuten. Damit rannte Klosterhalfen in eine neue Dimension.

Die Hallen-Vize-Europameisterin ist jetzt sechstschnellste Läuferin der Leichtathletik-Geschichte über die eher selten gelaufene Distanz. Schneller waren nur vier Chinesinnen 1993 sowie in Stanford die aus Äthiopien stammende Niederländerin Sifan Hassan: Sie stellte als Siegerin in 8:18,49 Minuten sogar einen Europarekord auf. Klosterhalfens vorheriger Rekord von Birmingham 2017 stand bei 8:29,89 Minuten.

Diamond League 2019 Leichtathletik in London: Warholm verbessert Hürden-Europarekord - Klosterhalfen Fünfte

Top-Talent Konstanze Klosterhalfen ist in London deutlich am Sieg über 1500 Meter vorbeigelaufen, der Norweger Karsten Warholm hat beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten seinen Europarekord über 400 Meter Hürden erneut verbessert. Gut fünf Wochen nach seiner Gala in Oslo gewann der Welt- und Europameister das Rennen am Samstag in glänzenden 47,12 Sekunden. Damit blieb der 23-Jährige 21 Hundertstelsekunden unter der Bestmarke, die er am 13. Juni bei den Bislett Games in der norwegischen Hauptstadt aufgestellt hatte. Der zweitplatzierte Türke Yasmani Copello (48,93) hatte in London fast zwei Sekunden Rückstand auf Warholm.

Drei Wochen nach ihrem Rekordlauf über 3.000 Meter in Stanford/USA sah es für Klosterhalfen im Olympiastadion von 2012 zunächst ganz gut aus - doch dann übernahm Europameisterin Laura Muir die Führung und zog auf der Schlussrunde unwiderstehlich davon. Die Britin gewann in 3:58,25 Minuten; Klosterhalfen wurde noch von drei Läuferinnen überspurtet und am Ende Fünfte in 4:00,43 Minuten.

"Mit dem Rennen und auch mit der Zeit bin ich nicht zufrieden", sagte die 22 Jahre alte Leverkusenerin der dpa. "Ich habe einen Fehler gemacht, weil ich nicht an Laura dran geblieben bin", meinte Klosterhalfen, die seit dem vergangenen Jahr in den USA beim umstrittenen Oregon-Projekt unter Alberto Salazar trainiert. "Aber ich weiß, dass da noch mehr drin ist."

Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong vom LAZ Zweibrücken landete mit 65,73 Metern auf dem dritten Platz. Den Sieg sicherte sich die EM-Fünfte Taziana Chaladowitsch aus Weißrussland mit 66,10 Metern.

Lauf-Talent Klosterhalfen stellt deutschen Rekord über 5.000 Meter auf

Deutschlands Lauf-Talent Konstanze Klosterhalfen hat bei den deutschen Meisterschaften am Samstag in Berlin über 5000 Meter in 14:26,76 Minuten einen deutschen Rekord aufgestellt. Die bisherige Bestmarke hielt seit 20 Jahren Irina Mikiteno mit 14:42,03 Minuten. Die 22 Jahre alte Langstreckenläuferin hatte erst Anfang Juli einen deutschen Rekord über 3.000 Meter in 8:20,07 Minuten aufgestellt.

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loc/kns/news.de/dpa

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