Wegen der Fußball-WM: Russland plant Massenschlachtung von Straßenhunden

Fußballfans zählen bereits die Tage bis zum Beginn der Fußball-WM 2018 in Russland am 14. Juni 2018. Weniger erfreulich sind jedoch die Aussichten für herrenlose Hunde in Russland - die Streuner sollen nämlich reihenweise abgeschlachtet werden.

Den Straßenhunden in Russland geht es an den pelzigen Kragen - Schuld ist die bevorstehende Fußball-WM. Bild: Barbara Walton / EPA / picture alliance / dpa

Das Großereignis der Fußball-WM 2018 in Russland wirft seine Schatten voraus. Nicht nur die qualifizierten Fußball-Nationalmannschaften befinden sich in der sportlichen Vorbereitung für das am 14. Juni 2018 beginnende Turnier. Auch Gastgeberland Russland plant einige Maßnahmen, um sich bei den Scharen von Fußballfans, die zur WM erwartet werden, in bestem Licht zu präsentieren.

Straßenhunde in Russland stören das Stadtbild bei der Fußball-WM 2018

Ein Makel, das die öffentliche Wahrnehmung des Gastgeberlandes empfindlich stören könnte, sind herumstreunende Straßenhunde auf den Straßen von Moskau, Sankt Petersburg oder Kaliningrad. Um der Straßenhund-Plage Herr zu werden, habe der russische Vize-Ministerpräsident Witali Mutko die Behörden in den WM-Austragungsorte angewiesen, ihre Tierheimkapazitäten zu vergrößern, um schätzungsweise zwei Millionen herrenlose Hunde unterzubringen.

Russland will Straßenhunde massenhaft abschlachten lassen

Tierschützer sehen die Pläne allerdings skeptisch und wollen einem Bericht der britischen "Metro" zufolge erfahren haben, dass bereits geplant sei, russische Streuner massenhaft abzuschlachten. Unter anderem mit bissigen Kampfhunden und Giftködern soll der Streuner-Schwemme vor der Fußball-WM 2018. Allerdings sorgen sich Tierschützer, dass nicht nur herrenlose Hunde, sondern auch Katzen und Vögel von den Giftködern bedroht werden könnten. Kurzerhand starteten die Aktivisten eine Petition gegen den Massenmord an Straßenhunden, die die WM-Orte anklagt, "im Blut von herrenlosen Tieren zu ertrinken". Knapp 110.000 Unterschriften hat die Petition bereits.

Tierschützer klagen an: 1,5 Millionen Euro an Tierschlächter bezahlt

Doch die Anschuldigungen gegen die russische Regierung sind noch weitreichender. Es seien bereits hohe Geldsummen in Höhe von umgerechnet 1,5 Millionen Euro geflossen, um Tierschlächter zu bezahlen. Lediglich einzelne Orte hätten sich bereit erklärt, herrenlose Hunde lieber kastrieren zu lassen und mit dem von der Regierung bereitgestellten Geld ihre Tierheime auszubauen, anstatt die Streuner kaltblütig abzuschlachten.

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loc/mag/news.de

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