05.01.2018, 21.56 Uhr

Biathlon Weltcup 2018 in Oberhof mit Ergebnissen: Arnd Peiffer landet auf Platz 12, Fourcade wird Sprint-Sieger

Laura Dahlmeier vergnügt sich schon wieder beim Skiwandern in den Bergen - doch ihr Start beim Heim-Weltcup in Oberhof stand lange auf der Kippe. Alle Infos zum Weltcup-Auftakt in Oberhof 2018 lesen Sie hier.

Auch Laura Dahlmeier startet in Oberhof. Bild: dpa

Biathlon-Weltmeisterin Laura Dahlmeier startet beim Heim-Weltcup in Oberhof. Nachdem die 24-Jährige wegen eines erneuten Infekts kurz vor dem Jahreswechsel die Team Challenge auf Schalke ausließ, ist sie nun wieder fit. Die Weltcup-Gesamtsiegerin absolvierte am Mittwochmittag das Training. Das deutsche Team beendete die Einheit aufgrund widriger Witterungsbedingungen bereits nach einer guten Stunde vorzeitig.

Biathlon Weltcup 2018 aus Oberhof live im TV

Mit dem Biathlon-Sprint der Damen im thüringischen Oberhof starten die ARD und Eurosport in das erste Biathlon-Wochenende im Jahr 2018. Am Donnerstag, 4. Januar 2018 ab 12 Uhr, überträgt Eurosport das Rennen, die ARD steigt um 12.20 Uhr in die Live-Übertragung ein. Am Freitag, 5. Januar, übertragen Eurosport und die ARD das 10-Kilometer-Sprintrennen der Männer live ab 14 Uhr und 14.05 Uhr. Hier finden Sie die Termine nochmal im Überblick:

  • Donnerstag, 4.1.2018, 12 Uhr:7,5-km-Sprint der Damen (Eurosport)
  • Donnerstag, 4.1.2018, 12.20 Uhr: 7,5-km-Sprint der Damen (ARD)
  • Donnerstag, 4.1.2018, 16.15 Uhr: Zusammenfassung des 7,5-km-Sprints der Damen (ZDF)
  • Freitag, 5.1.2018, 14 Uhr: Sprint 10-km-Sprint Herren (Eurosport)
  • Freitag, 5.1.2018, 14.05 Uhr: Sprint 10-km-Sprint Herren (ARD)

Biathlon Weltcup 2018 online im Live-Stream

Sollten Sie über keinen Fernseher verfügen, können Sie die Wettkämpfe wie gewohnt über den ARD-Live-Stream verfolgen. Auch Eurosport bietet einen Live-Stream an, der jedoch nur im Abo zu einem Preis von 6,99 Euro erhältlich ist. Alternativ können Sie auch Streaming-Portale wie Zattoo oder Magine TV nutzen. Selbst nach Ablauf des Probemonats stehen Ihnen die öffentlich-rechtlichen Sender kostenfrei zur Verfügung.

Peiffer im Oberhof-Sprint auf Platz zwölf - Fourcade gewinnt

Die deutschen Biathleten haben im Sprint beim Heim-Weltcup in Oberhof enttäuscht und die Podestplätze nach schwachen Schießleistungen deutlich verpasst. Der ehemalige Weltmeister Arnd Peiffer war am Freitag nach zwei Strafrunden auf Platz zwölf noch der beste DSV-Skijäger. "Mit 80 Prozent Trefferleistung kann man nicht zufrieden sein, die Bedingungen an sich waren nicht so schwer", sagte der 30-Jährige. "Es war nicht super sauber geschossen. An einem Tag wie heute ist das ärgerlich, denn es war durchaus mehr drin."

Der Franzose Martin Fourcade, zuletzt sechsmal in Serie Gewinner im Gesamtweltcup, sicherte sich bei Daueregen über zehn Kilometer souverän seinen 64. Weltcupsieg und landete 8,1 Sekunden vor dem ebenfalls fehlerfreien Emil Hegle Svendsen aus Norwegen. Dessen Landsmann Johannes Thingnes Bö wurde dank der klaren Laufbestzeit trotz zwei Schießfehlern Dritter.

Weltmeister Benedikt Doll (3 Fehler) belegte vor 12.500 Zuschauern im Thüringer Wald Platz 17 und ärgerte sich anschließend. "Zwei Fehler hätte ich vermeiden können, die waren einfach nicht gut geschossen. Der andere war Risiko, das sich nicht ausgezahlt hat", sagte Doll nach dem ersten Rennen des Jahres und ergänzte: "Vielleicht hat mir heute ein bisschen die Routine gefehlt, das ist schon ärgerlich."

Johannes Kühn (2) schaffte es auf Rang 20 und Roman Rees (2) auf Platz 30. Massenstart-Weltmeister Simon Schempp (3) wurde als schwächster des deutschen Quintetts mit 1:49,7 Minuten Rückstand nur 34. und hat eine schlechte Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag. Der zweimalige Saison-Dritte Erik Lesser fehlte wegen eines Infektes.

Deutsche Biathleten peilen ohne Erik Lesser Top-Platzierung in Oberhof an

Im ersten Rennen des Olympia-Jahres muss Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner in Oberhof auf Lokalmatador Erik Lesser verzichten. Der zweimalige Weltmeister fehlt am Freitag im Weltcup-Sprint wegen eines Infekts und kann somit auch am Samstag in der Verfolgung nicht starten. Sein Einsatz am Sonntag in der Staffel ist auch fraglich. Einen Ersatz für Lesser gibt es nicht. Der Frankenhainer hatte mit zwei dritten Plätzen für die bisher einzigen deutschen Podestplätze in dieser Saison gesorgt.

Damit ruhen die deutschen Hoffnungen vor allem auf Massenstart-Weltmeister Simon Schempp, Arnd Peiffer und Benedikt Doll. Auch Johannes Kühn und Roman Rees wollen sich fünf Wochen vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang zeigen.

Nach Biathlon-Aus für Erik Lesser: Hoffnungen ruhen auf Schempp, Peiffer und Doll

Besonders das Abschneiden von Sprint-Weltmeister Doll wird mit Interesse verfolgt. Der Schwarzwälder, der in Oberhof bei Bundestrainer Kirchner trainiert, kam in dieser Saison erst langsam in Fahrt. Platz acht in der Verfolgung von Le Grand Bornand war das einzige ansprechende Ergebnis.

Seinen Start Ende Dezember bei der World Team Challenge auf Schalke nutzte er vor allem als Schießtraining. "Ich habe gezielt risikoreicher geschossen. Das hat mir sehr viel gebracht für die kommenden Rennen", sagte Doll. Er hat vor allem stehend immer wieder Probleme, kommt da so gut wie nie fehlerfrei durch. "Ich hoffe, dass ich mein läuferisches Niveau halten kann und dass es stehend keine Ausfälle gibt", sagte er. "Es ist schon wichtig, mit einem guten Rennen weiterzumachen und gut ins Jahr zu starten."

Die Biathleten hoffen am Freitag auf halbwegs faire Bedingungen. Das Wetter beim Weltcup in Oberhof ist beinahe traditionell schlecht. Die Organisatoren hatten bereits nach dem Damen-Rennen im Dauerregen und Nebel alle Hände voll zu tun, die Strecke weiter renntauglich zu halten. Und auch der Wind könnte erneut eine entscheidende Rolle spielen. "Es wird auf der tiefen Loipe ein hartes Rennen", sagte der 27-jährige Doll voraus.

Die Startnummern der Deutschen:

7 Simon Schempp - 14 Benedikt Doll - 28 Arnd Peiffer - 44 Johannes Kühn - 82 Roman Rees

Biathlet Lesser fehlt beim Sprint in Oberhof mit Infekt

Die deutschen Biathleten müssen beim Heim-Weltcup in Oberhof im Sprint am Freitag auf den zweimaligen Weltmeister Erik Lesser verzichten. Der Thüringer muss aufgrund eines Infekts pausieren. Das teilte der Deutsche Skiverband am Donnerstag mit. Damit kann sich der 29-Jährige auch nicht für das Verfolgungsrennen am Samstag qualifizieren und verpasst beide Einzelwettbewerbe in seiner Heimat. Ob der zweimalige Olympia-Zweite von Sotschi am Sonntag zum Abschluss in der Staffel dabei sein kann, ist noch nicht klar.

Hildebrand im Oberhof-Sprint Vierte - Dahlmeier auf Rang 13

Auf ihren ersten Eintrag in die Siegerlisten von Oberhof muss Laura Dahlmeier weiter warten. Nach ihrem erst vor kurzem auskurierten Infekt kam Deutschlands Biathlon-Königin im ersten Weltcuprennen des Olympia-Jahres nicht über Rang 13 im Sprint hinaus. "Das war für mich ein Leistungstest und ich konnte mich im Rennen steigern. Das stimmt mich positiv", sagte Dahlmeier am Donnerstag und nahm das Abschneiden gelassen.

Denn fünf Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang geht es neben dem Formaufbau auch darum, dass die 24-Jährige wie zuletzt zwischen Weihnachten und Neujahr nicht wieder krank wird. Und so ihre olympische Goldmission gefährdet. Auch deshalb absolvierte Dahlmeier im einsetzenden Schneeregen in Thüringen ihre Interviews im Schnelldurchgang.

Ihren schon dritten Saisonsieg sicherte sich derweil die zweimalige Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei. Beste Deutsche war mit einer Strafrunde Franziska Hildebrand als Vierte, ihr fehlten 6,9 Sekunden zu Rang drei. Zweitbeste Deutsche wurde Franziska Preuß, die als Zwölfte die halbe Olympia-Norm erfüllte. Die zweimalige Saisonsiegerin Denise Herrmann leistete sich gleich vier Schießfehler und wurde nur 45. "Der Stehendanschlag war einfach nur schlecht", sagte die Sächsin. Maren Hammerschmidt landete auf Rang 24.

Keine Erfolge für Damen beim Biathlon in Oberhof

Damit bleibt es dabei: Dahlmeier und keine ihrer Teamkolleginnen konnten bisher in Oberhof gewinnen. Den letzten deutschen Damensieg im Thüringer Wald schaffte vor fünf Jahren Miriam Gössner im Sprint. Die 27-Jährige, die nach der Geburt von Tochter Matilda und der Heirat mit Alpin-Ass Felix Neureuther pausiert, wird wohl nicht zu den Skijägerinnen zurückkehren. Sie erwägt ein Comeback im Langlauf.

Dahlmeier hat derzeit mit Kuzmina eine Gegnerin, die auch die Dominatorin der Vorsaison nur in Bestform schlagen kann. Die 33-Jährige ist in einer momentan beeindruckenden Verfassung, und das nur wenige Monate nach der Geburt ihres zweiten Kindes. "Ich wüsste auch gerne, was sie frühstückt", sagte Vanessa Hinz als 55. enttäuscht.

Laura Dahlmeier nach Infekt geschwächt in Oberhof

Ganz zu 100 Prozent kann Dahlmeier nach ihrem Weihnachts-Infekt und der kurzen Trainingspause noch nicht sein. Wenngleich sie ihr Abschneiden nicht darauf schieben wollte. "Es lief recht gut, ich bin sehr zufrieden. Ich glaube, ich bin auch wieder 100 Prozent gesund", sagte die Deutschlands Sportlerin des Jahres. In der Loipe lag die siebenmalige Weltmeisterin aber 37 Sekunden hinter der Spitze. Die Top-Schützin ärgerte sich bei fast schon traditionell schwierigen Bedingungen vor allem über ihre Strafrunden. "Zwei Fehler waren einfach zu viel." Beim letzten Weltcup in Frankreich hatte Dahlmeier noch einen Sieg und zwei weitere Podestplätze eingeheimst.

In der Verfolgung am Samstag will sie wieder angreifen. "Die Position ist ganz gut. Ich versuche, mein Bestes zu geben und am Schießstand sauber zu arbeiten und dann sind die Top Ten möglich", sagte Dahlmeier, die 1:20 Minuten Rückstand hat.

Die Männer müssen derweil zum Auftakt am Freitag im Sprint auf Erik Lesser verzichten. Der zweimalige Weltmeister muss wegen eines Infektes passen und fehlt damit auch am Samstag in der Verfolgung. Damit ruhen die Hoffnungen vor allem auf Massenstart-Weltmeister Simon Schempp.

Biathlon-Weltmeisterin Laura Dahlmeier startet beim Heim-Weltcup in Oberhof 2018

Dahlmeier, die wegen einer Erkältung kurz vor dem Jahreswechsel die Team Challenge auf Schalke ausließ, geht mit Blick auf ihre Gesundheit und die Olympischen Spiele kein Risiko ein. Aber knapp sechs Wochen vor dem Saisonhöhepunkt zählt jeder Wettkampfkilometer. "Laura tritt hier nicht an, um dabei zu sein, sondern um erfolgreich zu sein", sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Er warnte aber gleichzeitig davor, beim Sprint am Donnerstag (Wunderdinge von seiner Nummer eins zu erwarten. "Bei der Vorgeschichte kann man nicht davon ausgehen, dass sie wie Ende Dezember annähernd bei 100 Prozent ist", sagte er. Die Partenkirchnerin hatte wegen einer Erkältung bereits den Saisonstart in Östersund auslassen müssen. Beim vorigen Weltcup in Le Grand Bornand gewann sie die Verfolgung und war Zweite im Sprint sowie Dritte im Massenstart geworden.

Auch Maren Hammerschmidt und Vanessa Hinz hatten sich vor Weihnachten leichte Infekte zugezogen und mussten eine ungeplante Trainingspause einlegen. "Wir sind trotzdem gut aufgestellt und wollen an die Dezember-Ergebnisse anknüpfen, da hat sich die Mannschaft sehr gut verkauft", sagte Hönig. Neben Dahlmeier, Hinz und Hammerschmidt komplettieren die zweimalige Saisonsiegerin Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Franziska Preuß das Team. Am Samstag steht die Verfolgung an und am Sonntag die Staffel.

Lesen Sie auch: Laura Dahlmeier und Johannes Rydzek nicht nur in den Loipen erfolgreich.

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gea/kns/news.de/dpa

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