26.10.2017, 12.35 Uhr

DFB-Pokal 2017/18: Bayern ballert Leipzig nach großer Schlacht raus

Arjen Robben feierte mit nacktem Oberkörper. Jupp Heynckes zollte dem Gegner Respekt. Für den FC Bayern war es nicht irgendein Sieg in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Es war spürbar: Gegner Leipzig ist ein Rivale auf hohem Niveau.

Für den FC Bayern war es nicht irgendein Sieg in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Bild: dpa

Der Jubel und die Erleichterung beim ruhmreichen FC Bayern über das Erreichen des eigentlich selbstverständlichen Achtelfinales im DFB-Pokal hatte einen Grund: Gegner RB Leipzig. Voller Anerkennung zählte Jupp Heynckes die Qualitäten des Gegners auf, der sogar in Unterzahl ab der 54. Minute die Münchner bis ins Elfmeterschießen gezwungen hatte. "Deswegen ist der Sieg letztendlich für uns sehr hoch zu bewerten", sagte Heynckes nach dem mitreißenden 5:4 der Bayern am Mittwochabend im Elfmeterschießen.

Im DFB-Pokal können die Leipziger den Bayern den Weg zum Triple nicht mehr versperren. Im Kampf um die Meisterschaft sind diese Leipziger aber schon in ihrem zweiten Jahr ein ernsthafter Kandidat. Am Samstag könnten sie mit einem Sieg in der Fußball-Bundesliga in München an den Bayern vorbeiziehen und womöglich sogar die Tabellenführung übernehmen.

Bayern - Leipzig schon wieder am Wochenende

Allerdings könnte sich der unbelohnte Kraftakt des deutschen Vizemeisters gegen den deutschen Meister auch dann noch negativ auswirken. 120 Minuten, denen es nie an Dramatik und Rasanz mangelte, und selbst in den Pausen und danach die Gemüter in Rage waren. Dass Referee Felix Zwayer den Leipzigern in der 34. Minute einen Elfmeter zu- und dann wieder aberkannte und nach der Pause Naby Keita wegen wiederholten Foulspiels in einer sehr körperlichen und intensiv geführten Parte vom Platz stellte, sorgte bei Hasenhüttl für Unmut und Unverständnis. "Unterm Strich waren 22 Akteure sehr gut auf dem Platz heute, einer konnte das Niveau nicht so ganz halten", sagte der 50 Jahre alte Österreicher.

Werder, Freiburg und Heidenheim weiter

Der Bundesliga-Vorletzte Werder Bremen hat das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Das Team von Trainer Alexander Nouri besiegte 1899 Hoffenheim am Mittwochabend durch das erste Pflichtspieltor des algerischen Nationalspielers Ishak Belfodil mit 1:0 (1:0). Der SC Freiburg setzte sich gegen Zweitligist Dynamo Dresden nach Rückstand am Ende mit 3:1 (0:0) durch. Die beiden Zweitliga-Kellerkinder Jahn Regensburg und 1. FC Heidenheim lieferten sich eine muntere Partie, die mit 2:5 (1:2) endete.

Auch Köln, Wolfsburg und Stuttgart im DFB-Pokal weiter

Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Im ersten Spiel nach der überraschenden Trennung von Manager Jörg Schmadtke gewannen die Rheinländer am Mittwochabend bei Hertha BSC mit 3:1 (2:0). Ebenfalls für die Runde der letzten 16 qualifiziert sind der VfL Wolfsburg, der VfB Stuttgart und der Zweitligist 1. FC Nürnberg.

Hertha dominierte gegen Köln zwar zunächst, doch die Gäste gingen mit etwas Glück durch Tore von Simon Zoller (35.) und Dominic Maroh (43.) in Führung. Christian Clemens (64.) machte mit einem Abstauber alles klar. Niklas Stark (69.) gelang nur noch der Anschlusstreffer.

Im Niedersachsen-Duell besiegte der VfL Wolfsburg Hannover 96 mit 1:0 (0:0). Das Tor des Tages erzielte Abwehrspieler Felix Uduokhai (49.), wobei Hannovers Salif Sané den Ball noch abfälschte. Sein Keeper Michael Esser, der erstmals in einem Pflichtspiel für Hannover im Tor stand, war ohne Chance. Für den neuen Wolfsburg-Coach Martin Schmidt war es der erste Sieg nach fünf Unentschieden

Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern ging zwar in der 7. Minute nach einem haarsträubenden Abwehrfehler des VfB Stuttgart durch Lukas Spalvis in Führung. Daniel Ginczek (21./Foulelfmeter), Chadrac Akolo (66.) und der eingewechselte Simon Terodde (71.) sorgten jedoch am Ende für einen 3:1-Erfolg des Bundesliga-Aufsteigers.

Auch Drittliga-Schlusslicht VfL Osnabrück half der gute Start beim 2:3 (1:1) gegen den 1. FC Nürnberg nichts. Marcos Alvarez (4./Foulelfmeter) besorgte die Führung. Der schwedische Torjäger Mikael Ishak (38.), Tim Leibold (50.) und Enrico Valentini (72.) trafen für Nürnberg. Christian Groß (64.) hatte zwischenzeitlich noch einmal für die Gastgeber zum 2:2 ausgeglichen. Osnabrück-Verteidiger Furkan Zorba sah nach einer Notbremse noch die Rote Karte (76.).

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gea/kns/news.de/dpa

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