08.09.2017, 16.00 Uhr

Andreas Bretschneider privat: DIESES Element wurde nach dem Turner benannt

Andreas Bretschneider gehört zu den besten und bekanntesten Turnern in Deutschland und hat 2016 an der Seite von Andreas Toba und Fabian Hambüchen bei den Olympischen Spielen in Rio teilgenommen. Darüber hinaus hat er das bis heute schwierigste Turnelement kreiert. Was es noch über ihn zu wissen gibt, lesen Sie hier.

Kunstturner Andreas Bretschneider hat ein neues Element erfunden. Bild: dpa

Bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 verpatzte Andreas Bretschneider das von ihm eigens kreierte und nach ihm benannte Element, das als das schwierigste der Welt gilt, und landete unsanft auf dem Boden.

Andreas Bretschneider hatte im Turnen nie großes Talent

Danach legte er eine neunmonatige Wettkampfpause ein und musste sich zu Jahresbeginn zwei Schulteroperationen unterziehen. Aber der 28-Jährige möchte wieder Wettkämpfe turnen und das in der deutschen Nationalmannschaft. Sein nächstes Ziel sind die Weltmeisterschaften in Montreal vom 2. bis 8. Oktober 2017 - vorausgesetzt, er ergattert dafür eins der begehrten Tickets von Cheftrainer Andreas Hirsch. Dabei kann der gebürtige Berliner mit seinem noch recht jungen Alter auf eine beachtliche Karriere zurückblicken angesichts der Tatsache, dass er nie als großes Talent galt und erst mit 21 Jahren bei den Deutschen Meisterschaften teilnahm. Andreas Hirsch sagte über ihn einmal, dass er "bestimmt nicht die idealen technischen Voraussetzungen mitbringt", aber er sei ein Kämpfer.

Andreas Bretschneider hat neues Turnelement "Bretschneider" erfunden

Besonders erwähnenswert ist hierbei vor allem ein neues Turnelement, das er erstmals 2014 beim DTB-Pokal in Stuttgart am Reck zeigte und das nach ihm benannt ist. Der Bretschneider ist ein Kovács-Salto - das ist ein Doppelsalto rückwärts gehockt über die Reckstange, bei dem der Turner diese für ein paar Zehntelsekunden nicht sieht - mit einer doppelten Drehung in der Längsachse. Es ist das bis dato schwierigste Turnelement und wird als H-Teil eingestuft. Der 28-jährige Turner hat inzwischen auch eine andere Variante kreiert, den "Bretschneider II", bei dem der Doppelsalto gestreckt und damit noch schwieriger ist, wie "dtb-online.de" berichtet.

Dass das Reck sein Spezialgerät ist, bewies Andreas Bretschneider aber bereits ein Jahr zuvor. 2013 gewann er beim Turnier der Meister in Cottbus die Goldmedaille am Reck, die er sich 2016 erneut sichern konnte und ebenfalls beim World Challenge Cup im Jahr 2014. Auch wenn das Turnen sicherlich seine Leidenschaft ist, sein Beruf ist es nicht. Andreas Bretschneider ist abseits von Reck, Barren oder Pauschenpferd Sportsoldat in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Chemnitz.

Andreas Bretschneider privat mit Turnerin und Freundin Pauline Schäfer zusammen

Dennoch hat es der Sport wohl mit sich gebracht, dass die Freundin von Andreas Bretschneider ebenfalls eine Turnerin ist. Pauline Schäfer, 20 Jahre jung, hat bei den Weltmeisterschaften in Glasgow 2015 am Schwebebalken mit Bronze als erste deutsche Turnerin seit 34 Jahren eine Medaille an diesem Gerät gewonnen. Sie lebt und trainiert ebenfalls in Chemnitz wie ihr Freund und hat - wenn das nicht passt - ebenfalls ein eigenes Element erfunden, den "Schäfer": Das ist ein Seitwärts-Salto mit halber Drehung.

Andreas Bretschneider hat auch einen kleinen Sohn namens Piet, über die Mutter ist leider nichts bekannt.

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kad/jat/news.de

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