Schwere Vorwürfe gegen DFB: Schiedsrichter darf nicht mehr pfeifen - weil er schwul ist

Amateur-Fußballer Tony Quindt hatte sich 2009 in seiner Mannschaft als schwul geoutet. Seitdem kämpft er öffentlich gegen Homophobie im Fußball und erhebt jetzt schwere Vorwürfe gegen den DFB.

Ein schwuler Fußballer greift den DFB wegen seiner angeblichen Doppelmoral an. Bild: picture alliance / Fredrik Von Erichsen/dpa

Der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hatte sich nach seiner aktiven Fußballerkarriere als homosexuell geoutet und musste mit schlimmen Anfeindungen kämpfen, bekam aber auch viel Unterstützung. Tony Quindt hat es bereits während seiner aktiven Laufbahn als Amateur-Kicker getan und kämpft seitdem für schwule Fußballer. Dem Sportportal "Spox" gegenüber hat er nun schwere Anschuldigungen gegenüber dem DFB offengelegt.

Tony Quindt outete sich als aktiver Fußballer

Tony Quindt behauptet, dass der Deutsche Fußball Bund einen namentlich nicht genannten Schiedsrichter aufgrund seiner homosexuellen Neigung beurlaubt habe. Die Begründung hierfür sei hanebüchen: Man befürchte, dass der Unparteiische Spieler aufgrund ihrer Attraktivität bevorteilt behandeln würde. Nachdem sich Tony Quindt öffentlich als schwuler Fußballer geoutet hat, ist er immer wieder Anlaufstelle und Kummerkasten für Gleichgesinnte. Spieler und Schiedsrichter melden sich angeblich häufig bei ihm und würden über Erfahrungen berichten.

Beurlaubte DFB schwulen Schiedsrichter?

So tat es offenbar auch besagter Schiedsrichter, der schon viele Jahre auf dem Platz Begegnungen leitete. Aufgrund seiner sexuellen Neigungen sei er nun von oberster Stelle suspendiert worden. Man habe angeblich Angst, dass er nicht mehr unvoreingenommen seinen Job ausüben könne. Für Tony Quindt ein Unding, auf der einen Seite würde der DFB sich gegen Homophobie aussprechen, auf der anderen Seite verurteilt man schwule Schiedsrichter und Spieler.

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koj/loc/news.de

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