Michael Schumacher: Formel-1-Legende vergleicht Vettel und Schumi

Der Stern von Michael Schumacher leuchtet in der Formel 1 weiter. Mehr als drei Jahre nach dem tragischen Skiunfall von Schumi wird Formel-1-Pilot Sebastian Vettel eine besondere Ehre zuteil: Der Ferrari-Star wurde von keinem Geringeren als Jean Todt mit Michael Schumacher verglichen, obwohl Vettel derzeit im Kreuzfeuer der Kritik steht.

Michael Schumacher und Sebastian Vettel, hier gemeinsam auf einer Aufnahme aus 2011, haben sich einen Platz unter den Formel-1-Legenden gesichert. Bild: Rolf Vennenbernd / picture alliance / dpa

Für Sebastian Vettel ist derzeit in der Welt der Formel 1 nicht alles eitel Sonnenschein: Der Ferrari-Pilot muss sich nach seinem Wut-Rempler beim Großen Preis von Aserbaidschan gegen Lewis Hamilton einer offiziellen Untersuchung des Automobil-Weltverbandes (FIA) stellen.Der Weltverband will demnach prüfen, ob mögliche weitere Schritte gegen Vettel ergriffen werden müssen.

Nach Rüpel-Rempler in Aserbaidschan: Sebastian Vettel im Fokus der FIA

Am kommenden Montag - ausgerechnet dem 30. Geburtstag des Hessen - soll es dazu eine Verhandlung geben. Eine endgültige Entscheidung über den Vorfall soll damit noch vor dem nächsten Grand Prix am 9. Juli in Österreich gefällt werden. Im äußersten Fall könnte Vettel eine Sperre für ein Formel-1-Rennen drohen.

Vettel war am Sonntag beim Grand Prix in Baku in der 19. Runde aus Wut über ein vermeintliches Bremsmanöver von Hamilton hinter dem Safety-Car absichtlich ans linke Vorderrad des Silberpfeil-Stars gefahren. Der viermalige Weltmeister wurde anschließend mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt. Die FIA will nun prüfen, ob diese Form der Strafe angemessen war. Trotz der Sanktion kam Vettel als Vierter vor Hamilton ins Ziel, weil der Brite wegen einer lockeren Nackenstütze einen Zusatzstopp einlegen musste. In der WM-Wertung hat der Deutsche nach dem achten Saisonlauf 14 Punkte Vorsprung auf seinen britischen Titelrivalen.

Sebastian Vettel kassiert nach Crash mit Hamilton drei Strafpunkte

Für seine Rüpelattacke am Kaspischen Meer hatte Vettel zudem drei Strafpunkte im Sündenregister der FIA bekommen. Der Ferrari-Fahrer hat nun insgesamt neun auf seinem Konto. Erhöht sich diese Zahl auf zwölf, wird Vettel automatisch für ein Rennen gesperrt. Nach dem Grand Prix von Österreich verjähren allerdings zwei seiner Strafpunkte aus der Vorsaison.

Trotz Rempel-Skandal: Sebastian Vettel wird mit Schumi auf eine Stufe gestellt

Am Rande des Rempel-Skandals hat FIA-Boss Jean Todt, selbst eine Legende in der Formel 1, für Sebastian Vettel trotzdem nur lobende Worte übrig. Todt ist nämlich nach eigenem Bekunden begeistert, dass in der Formel 1 auch echte Emotionen gezeigt werden und nicht nur sterile Rennen gefahren werden. Im Gespräch mit der "Sportbild" sagte Jean Todt, der Zweikampf zwischen Vettel und Hamilton brächte der Königsklasse des Rennsports endlich "Action und Emotionen". Damit nicht genug, macht Todt dem Ferrari-Piloten ein schmeichelhaftes Kompliment - und vergleicht den 29-Jährigen mit keinem Geringeren als Michael Schumacher, der einst selbst für Ferrari fuhr.

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Michael Schumacher und Sebastian Vettel: So ähnlich sind sich die Formel-1-Legenden

"Vettels Herangehensweise erinnert mich dabei ein wenig an die von Michael", beginnt der FIA-Boss seine Lobeshymne auf Sebastian Vettel. Sowohl seine professionelle Arbeitsweise als Formel-1-Pilot als auch seine Gabe, seine Teamkollegen mit seinem Enthusiasmus anzustecken seien Charakterzüge, die Jean Todt bereits an Michael Schumacher schätzte und nun auch an Sebastian Vettel wiedererkennt. Nicht zuletzt der Siegeswillen eine Sebastian Vettel und Michael Schumacher, so Jean Todt: "Michael hat nicht gerne verloren – das kann man auch von Vettel behaupten", zitiert die "Sportbild" den FIA-Chef.

FOTOS: Vorbild überholt Meister Vettel und Schumi im Direktvergleich

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loc/kad/news.de/dpa

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