Formel 1 Kanada GP 2017: Formel-1-Pilot Wehrlein Letzter in Qualifikation in Montreal

Pascal Wehrlein ist im ersten Zeitabschnitt der Qualifikation zum Formel-1-Rennen in Kanada ausgeschieden. Sebastian Vettel hatte vor der Qualifikation die schnellste Runde im Freien Training gedreht. 

Sebastian Vettel an der Spitze des Fahrerfeldes nach dem Start zum Großen Preis von Kanada auf der Gilles Villeneuve Rennstrecke in Montreal 2016. Bild: dpa

Pascal Wehrlein ist im ersten Zeitabschnitt der Qualifikation zum Formel-1-Rennen in Kanada ausgeschieden. Der 22-Jährige aus Worndorf kam am Samstag nicht über den 20. und damit letzten Platz hinaus. Kurz vor dem Ende der ersten K.o.-Runde krachte Wehrlein mit seinem Sauber auch noch in die Streckenbegrenzung und beschädigte seinen Boliden.

Sebastian Vettel bei Freiem Training in Montreal Schnellster

Sebastian Vettel hat vor der Qualifikation zum Großen Preis von Kanada die schnellste Runde im Freien Training gedreht. Der viermalige Formel-1-Weltmeister verwies am Samstagvormittag (Ortszeit) in Montréal seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen um 0,292 Sekunden auf den zweiten Platz. Dritter wurde Vettels WM-Verfolger Lewis Hamilton. Der dreimalige Champion war im Mercedes auf dem 4,361 Kilometer langen Kurs 0,354 Sekunden langsamer.

Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas schaffte es auf Rang fünf, zwischen die beiden Silberpfeile schob sich Max Verstappen im Red Bull. Nico Hülkenberg belegte im Renault den sechsten Platz, Pascal Wehrlein im Sauber den 20. und damit letzten Rang.

Im WM-Klassement hat Vettel vor dem siebten Saisonrennen an diesem Sonntag (20.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) 25 Punkte Vorsprung auf Hamilton. Der Brite ist mit fünf Pole Positions und fünf Siegen allerdings der mit Abstand erfolgreichste aktive Pilot auf dem Kurs auf der Île Notre-Dame ist. Vettel konnte dort bisher erst einmal (2013) gewinnen.

Formel 1 Kanada GP 2017: Alle Termine im Überblick

Event Datum Uhrzeit MESZ
1. Freies Training Freitag, 9. Juni 16.00-16.30 Uhr
2. Freies Training Freitag, 9. Juni 20.00-21.30 Uhr
3. Freies Training Samstag, 10. Juni 16:00-17.00 Uhr
Qualifying Samstag, 10. Juni 19.00-20.00 Uhr

Formel 1 Kanada GP 2017: Zum 50. Geburtstag in Kanada keine Geschenke - Zeichen auf Rot

Der Gänsehaut-Sieg von Monaco mit Beigeschmack durch den internen Positionswechsel nach Vettels zweitem Boxenstopp ist schon wieder Geschichte. In Montréal hat Vettel noch Nachholbedarf. Nur einen seiner 45 Grand-Prix-Siege feierte er auf dem kurzen Kurs mit der legendären "Wall of Champions" auf der Île Notre-Dame. "Eine komplett andere Bahn", meinte Vettel im Vergleich zum engen und noch deutlich kürzeren Straßenkurs von Monaco, wo er dank besserer Strategie vor Teamkollege und Pole-Mann Kimi Räikkönen gewonnen hatte.

Auch interessant: Darum ist Vettel nach dem Monaco-Triumph in Gedanken bei Schumi.

Hamilton hatte in Monaco mit Platz sieben höchstens Schadensbegrenzung betrieben, nachdem der Wagen des 55-maligen Grand-Prix-Siegers nicht auf Touren gekommen war. Aufgeben? Keine Alternative. Hamilton will und wird kämpfen. So wie eines seiner großen Vorbilder. "Ich denke an deinen Kampfgeist und alles, was mich heute inspiriert, Champ", schrieb Hamilton zum ersten Todestag von Box-Legende Muhammad Ali, ehe er mit Kumpel Neymar beim zweiten Finalspiel der NBA zwischen den Golden State Warriors und den Cleveland Cavaliers in Oakland mitunter nicht schlecht staunte über die Künste der US-Korbjäger.

Hamilton: "Für die Erfolge von gestern kannst du dir heute nichts mehr kaufen"

In Montréal will Hamilton selbst auf die Jagd gehen. Bislang war es auch sein Terrain. Fünf Siege feierte der 32-Jährige dort, zuletzt zweimal nacheinander. Von den aktiven Fahrern war keiner auf dem Kurs auch nur annähernd so erfolgreich. Nur wie bemerkte Wolff mit Blick auf den insgesamt schwächelnden Branchenführer: "Für die Erfolge von gestern kannst du dir heute nichts mehr kaufen."

Das führt zu folgendem Stand in der WM: Vettel 129 Punkte, Hamilton 104, Valtteri Bottas im zweiten Mercedes 75 und damit bereits 54 hinter Vettel, Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari 67. Danach folgen der Monaco-Dritte Daniel Ricciardo (52) und dessen Red-Bull-Rivale Max Verstappen (45). Nur sollten beide bis auf den üblichen Spaß in der pulsierenden Metropole Quebecs nicht mit allzu viel rechnen. "Ich mache mir etwas Sorgen über die nächsten Rennen", sagte Teamchef Christian Horner. Kanada, Aserbaidschan, Österreich und Italien seien die wohl die schwierigsten Strecken für Red Bull.

Aber nicht für Ferrari. Der SF70H funktionierte bislang auf allen Kursen. Bester Beleg: Vettel wurde in den bisherigen sechs Rennen mindestens Zweiter. Nur dass ihm und Ferrari Platz zwei nicht reicht. Spekulationen, wonach manch einer bei Vettels Sieg in Monte Carlo durch einen cleveren Boxenstopp auch eine Teamorder vermutete, stritt Vettel ab.

Gigantenduell in Montréal beim Formel 1 Kanada GP 2017

Wolff griff das Thema vor dem nächsten Gigantenduell der zusammen siebenmaligen Weltmeister (Vettel 4x/Hamiton 3x) und 100-fachen Grand-Prix-Gewinner (Vettel 45x/Hamilton 55x) aber noch mal auf und wies auf die eigenen Teamregie hin. "Wir haben zwei exzellente Fahrer und wir halten an unserer Philosophie fest, sie gegeneinander antreten zu lassen, um das Team damit weiterzubringen - obwohl das manchmal schwierig sein kann, da nicht immer derjenige Fahrer gewinnt, der in der Weltmeisterschaft gerade vorne liegt."

Dabei sollte aber auch nicht vergessen werden, dass Mercedes Neuzugang Bottas in Spanien zugunsten von Hamilton ausbremste. Es zeigt nur, dass dieses Duell beiden Titel-Hauptkandidaten und ihren Teams alles abverlangt. Geschenke wird es auch zum Formel-1-Jubiläum Kanadas nicht geben, wo die Motorsport-Königsklasse 1967 - damals auf dem Mosport International Raceway - erstmals durchstartete.

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mag/sam/news.de

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