02.06.2017, 10.31 Uhr

Joachim Löw: Schande für den Fußball! Das sagt Jogi Löw über Helene Fischer

Haben Fußballfans jedweden Respekt verloren? Für Bundestrainer Joachim Löw lautet die Antwort ganz klar "ja". Unter anderem das gemeine Pfeifkonzert gegen Helene Fischer beim DFB-Pokalfinale ist Jogi Löw ein Dorn im Auge.

Bundestrainer Joachim Löw hat die Respektlosigkeit von Fußballfans scharf kritisiert. Bild: Arne Dedert / picture alliance / dpa

Samstags ins Fußballstadion gehen, seine Lieblingsmannschaft anfeuern und danach friedlich mit anderen Fans ein Bierchen trinken gehen - in der Fußballwelt könnte es so harmonisch ablaufen. Doch die Realität sieht anders aus: Immer öfter stört Pyrotechnik auf den Rängen den Frieden bei Fußballspielen, wildgewordene "Fans" demolieren das Inventar und nach Stadion-Prügeleien sind Verletzte zu beklagen. Die Szenerien in der Bundesliga-Relegation und beim Finale im DFB-Pokal sind nur zwei Beispiele dafür, dass die Fankultur immer mehr verroht.

Joachim Löw kritisiert randalierende Fußballfans: "Kein Verständnis"

Einem sind die aktuellen Zustände ein wahrer Dorn im Auge: Bundestrainer Joachim Löw. Der 57-Jährige äußerte sich besorgt und erzürnt über Ausschreitungen und Respektlosigkeit unter den Fußballfans. "Ich habe kein Verständnis dafür, Böller und Leuchtraketen haben nichts im Stadion zu suchen, sie haben auch nichts mit Fankultur zu tun", sagte Löw in einem Gespräch der Deutschen Presse-Agentur."Das sind für mich auch keine Fans, sie wollen einfach nur die Bühne des Fußballs missbrauchen", betonte der Weltmeister-Trainer.

Bundestrainer fordert mehr Respekt in Fußballstadien

Die Relegationsspiele in Braunschweig und München waren von Ausschreitungen überschattet worden, während des DFB-Pokalfinales hatten Fans Pyrotechnik gezündet. "Wir haben da auch den Familien und den Kindern im Stadion gegenüber eine Verantwortung", betonte der DFB-Chefcoach und forderte mehr Respekt.

Unterstützung für Helene Fischer: Jogi Löw motzt gegen "respektlose" Fans

Er habe sich als Augenzeuge im Berliner Olympiastadion auch über die Pfeifkonzerte rund um das Pokalfinale geärgert, "sowohl bei der Nationalhymne als auch beim Auftritt von Helene Fischer", sagte Löw: "Das ist respektlos." Schlagerstar Helene Fischer hatte in der Halbzeitpause des Pokalfinales ein Medley aus ihrem Hits "Atemlos durch die Nacht" und "Herzbeben" angestimmt und war hat Minuten lang vom Stadionpublikum ausgebuht worden. Selbst von Seiten der Fußballprofis gab es im Anschluss herbe Kritik an Helene Fischers Gastspiel im Berliner Olympiastadion.

Bundestrainer Joachim Löw lässt Bundesliga-Saison 2016/17 Revue passieren

In seiner Saisonbilanz hat Löw vor allem die Leistungen des SC Freiburg, von 1899 Hoffenheim und RB Leipzig gewürdigt. "Streich, Nagelsmann und Hasenhüttl sind Trainer mit einer klaren Idee. Und das sieht man auf dem Platz", erklärte der Bundestrainer. Die Bundesliga sieht Löw trotz des Ausscheidens aller Clubs vor der entscheidenden Phase weiter als konkurrenzfähig: "Die Bayern waren sehr gut und mindestens auf Augenhöhe mit Real Madrid. Sie sind immer in der Lage, die Champions League auch zu gewinnen." Am Montag beginnt für Löw und die deutsche Nationalmannschaft die Vorbereitung auf den Confed Cup.

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loc/sam/news.de/dpa

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