27.05.2017, 14.00 Uhr

DFB-Pokal-Finale der Damen 2017: Wolfsburger Frauen erkämpfen DFB-Pokal-Sieg

Die Wolfburger Fußballerinnen haben das Double perfekt gemacht. Zwei Tore der Dänin Harder sicherten den vierten Titel im DFB-Pokal gegen Sand zum Abschied von Trainer Kellermann. Der VfL-Erfolgscoach beschränkt sich künftig auf die Aufgaben des Sportlichen Leiters.

Fußball DFB-Pokal Frauen Finale: SC Sand - VfL Wolfsburg am 21.05.2016 im RheinEnergieStadion in Köln. Wolfsburgs Babett Peter beim Einwurf. Bild: Marius Becker/dpa

Als der neuerliche Pokal-Coup feststand, huldigten die Spielerinnen ihrem scheidenden Erfolgscoach Ralf Kellermann. Gemeinsam hielt das Team ein großes Transparent hoch: "Vielen Dank Trainer", stand darauf. Der 48 Jahre alte Fußball-Lehrer zog gerührt die grüne Vereinskappe und verneigte sich zum Abschluss seiner Trainerlaufbahn vor seiner Elf. "Natürlich träumt man davon, nochmal einen Titel zu gewinnen. Dass es dann sogar zwei werden, ist umso schöner", schwärmte Kellermann, der sich von der kommenden Saison an auf seine Aufgaben als Sportlicher Leiter beim VfL beschränkt.

Wolfsburger Fußball-Frauen gewinnen DFB-Pokal - 2:1 gegen Sand

Nur eine Woche nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft gewannen die Niedersachsen bereits zum vierten Mal nach 2013, 2015 und 2016 den DFB-Pokal. Wie im Vorjahr setzte sich die Elf in Köln vor 17 016 Zuschauern im Finale knapp mit 2:1 (0:0) gegen den SC Sand durch. Deren Trainer Richard Dura erwies sich als fairer Verlierer und war stolz auf sein Team. Schließlich hatte der Außenseiter dem Favoriten großen Widerstand geleistet. "Das war Werbung für den Frauenfußball", befand Dura. "Leider hat es am Ende wieder nicht gereicht."

DFB-Pokal-Finale der Frauen 2017: Wolfsburg gegen Sand

Beide Wolfsburger Tore erzielte die dänische Nationalspielerin Pernille Harder (65. Minute/75.), doch nach dem Anschlusstreffer von Jovana Damnjanovic (78.) wurde es noch einmal äußerst spannend. Eine Minute vor dem 1:2 war VfL-Nationalspielerin Alexandra Popp wegen Meckerns vom Platz gestellt worden, und in der Nachspielzeit musste auch noch ihre Teamkollegin Sara Björk Gunnarsdottir vom Feld. "Da wurde es nochmal brenzlig. Ich bin glücklich, dass wir es noch über die Zeit gebracht haben", gab Kellermann zu.

DFB-Pokalfinale der Frauen mit SC Sand gegen VfL Wolfsburg

"Die Emotionen sind mit mir durchgegangen", sagte Rotsünderin Popp zu ihrer Aktion und ergänzte: "Trotzdem haben wir den Sieg eingefahren. Wir haben es geschafft. Das überwiegt." VfL-Kollegin Nilla Fischer sprach von "harter Arbeit": "Wir haben eines unserer schlechtesten Spiele in dieser Saison gemacht. Wir haben zu wenig Fußball gespielt.". Enttäuscht war Sand-Spielerin Anne von Bonn: "Es überwiegt die Traurigkeit. Es wäre mehr drin gewesen."

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lid/news.de

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