14.03.2017, 14.30 Uhr

Skispringen in Lillehammer 2017 im Live-Stream und TV: Sturmböen in Lillehammer: Skisprung-Weltcup abgebrochen

Die RAW-AIR-Tour macht ihrem Namen alle Ehre. Zu starker Wind führt zur Absage des Skisprung-Weltcups in Lillehammer. Ob der Wettbewerb nachgeholt wird, blieb zunächst offen.

Stefan Kraft aus Österreich will in Lillehammer die Sieg-Prämie mit nach Hause nehmen. Bild: dpa

Ein Sturm an der Olympiaschanze in Lillehammer hat den geplanten Angriff der deutschen Mixed-Weltmeister Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler auf RAW-AIR-Spitzenreiter Stefan Kraft gestoppt. Wegen zu starken Windes brach die Jury den Skisprung-Weltcup am Dienstag nach 26 Springern aus Sicherheitsgründen ab. "Schade. Vor allem Markus Eisenbichler liebt diese Schanze und wäre hier sicher um den Sieg mitgesprungen", sagte Bundestrainer Werner Schuster. "Aber es ging einfach nicht." Am Donnerstag, den 16. März 2017 geht der Weltcup im Skispringen weiter und bleibt in Norwegen. Hoffentlich ist das Wetter an der Ski-Schanze von Trondheim besser.

Kraft, Wellinger und Eisenbichler mit Kopf-an-Kopf-Rennen um Weltmeistertitel

Im Kampf um die 60.000-Euro-Siegprämie liegt somit weiter Doppel-Weltmeister Kraft aus Österreich mit 823,6 Punkten vor Wellinger (802,7) und Eisenbichler (785,4) an der Spitze der Gesamtwertung. Der 25 Jahre alte Bayer hatte am Vortag mit einem tollen Flug auf 140,5 Meter die Qualifikation gewonnen und galt als ein heißer Sieganwärter.

Das DSV-Team reist am Mittwochmorgen weiter nach Trondheim, wo die mit 100.000 Euro dotierte Serie fortgesetzt wird. Ob es dort - wie geplant - am Mittwoch nur eine Qualifikation gibt oder ob der ausgefallene Wettbewerb nachgeholt wird, war zunächst offen.

"Ich könnte mir vorstellen, dass die Veranstalter ein Ersatzprogramm auf die Beine stellen", sagte Schuster. Sein österreichischer Kollege Heinz Kuttin hält dagegen nichts von solchen Plänen. "Wir sind am Ende der Saison, und die Tour ist schon anstrengend genug", mahnte er.

Skispringen wegen stürmischen Böen abgebrochen

Bei stürmischen Böen von zwölf Metern pro Sekunde hatte schon am Nachmittag vieles auf eine Absage des Wettbewerbs hingedeutet. Der Probedurchgang musste gestrichen und der Beginn des Wettkampfes um eine halbe Stunde verschoben werden. Als die Sonne unterging, verschwand für kurze Zeit auch der Wind - und die Jury gab grünes Licht. "Da sah es ganz gut aus. Es war richtig, um den Wettbewerb zu kämpfen", lobte Schuster.

Doch nach wenigen Minuten frischte es wieder auf - und es entwickelte sich ein Geduldsspiel mit diversen Unterbrechungen, die an die Substanz der Springer gingen. Erst als der Slowene Jernej Damjan nur mit Mühe einen schweren Sturz verhindern konnte, hatte die Jury ein Einsehen und entschied sich für eine längere Pause. Eine halbe Stunde später kapitulierte sie vor den Naturgewalten. "Es war gefährlich, der Abbruch war die richtige Entscheidung", sagte Schuster.

Skispringen Weltcup 2017 aus Lillehammer live im TV (Eurosport) und Live-Stream sehen

Mit den Skispringen im norwegischen Lillehammer startet die ARD die Übertragung des Wintersport-Tages. Am Dienstag, 14. März 2017 um 16.30 Uhr, meldet sich Eurosport zu dem Einzelspringen. Sollten Sie über keinen Fernseher verfügen, können Sie den Wettkampf wie gewohnt als Live-Stream via Eurosport Player verfolgen. Alternativ können Sie auch Streaming-Portale wie Zattoo oder Magine TV nutzen. Die Dienste sind allerdings nicht kostenfrei.

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Weltcup 2017 verpasst? Skispringen aus Lillehammer als Wiederholung sehen

Wenn Sie das Skispringen in Lillehammer verpasst haben, müssen Sie nicht traurig sein. Eurosport sendet noch einmal eine Zusammenfassung des Weltcups zu folgenden Sendeterminen im Fernsehen:

  • Dienstag, 14.3.2017 um 20.30 Uhr
  • Mittwoch, 15.3.2017 um 12 Uhr
  • Mittwoch, 15.3.2017 um 15.15 Uhr

Richard Freitag wird in Qualifikation in Lillehammer Zweiter

Zweiter in der Qualifikation am Montag wurde Richard Freitag, der damit wie schon zum Auftakt in Oslo die Ausscheidung der nicht vorqualifizierten Springer gewann und sich in der Gesamtwertung auf Platz sieben verbesserte. Der Sachse erhielt für einen Sprung auf 134,5 Meter 151,9 Punkte und reihte sich knapp vor Stefan Kraft aus Österreich und Andreas Wellinger ein.

Auch Wank, Leyhe und Geiger in Lillehammer mit dabei

Doppel-Weltmeister Kraft lag nach einem Sprung auf 130,5 Meter um 0,4 Punkte vor Wellinger, der auf 131 Meter kam. Im Duell um die 60.000-Euro-Siegprämie liegt Kraft nun 20,9 Zähler vor dem zweimaligen Vizeweltmeister. Stephan Leyhe, Karl Geiger und Team-Olympiasieger Andreas Wank, der sich als letzter Springer qualifizierte, sind ebenfalls beim Wettbewerb an diesem Dienstag (17 Uhr) auf der Olympiaschanze von 1994 dabei.

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zurück Weiter Ted Ligety ist ein US-amerikanischer Skirennläufer. Im Riesenslalom wurde er dreimal Weltmeister und einmal Olympiasieger. Im Super-G und in der Kombination kann er je einen Olympiasieg und eine olympische Goldmedaille verbuchen. (Foto) Foto: Stephan Jansen / picture alliance / dpa Kamera

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gea/kad/news.de/dpa

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