Leverkusen - Werder Bremen: 1:1 gegen Bremen: Punkteteilung für Leverkusen bei Korkut-Einstand

Tayfun Korkut musste sich bei seinem Einstand auf der Trainerbank von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen mit einem 1:1 (1:0) gegen Werder Bremen begnügen. Zum Auftakt des 24. Spieltages am Freitagabend gelang Kevin Volland in der siebten Miute die frühe Führung für Bayer.

Tayfun Korkut, neuer Trainer bei Bayer Leverkusen. Bild: Uwe Anspach/dpa

Der Sieg für Bayer Leverkusen beim Debüt von Trainer Tayfun Korkut war greifbar nah. Doch den Elfmeter in der Nachspielzeit vergab Ömer Toprak kläglich. Ömer Toprak konnte es selbst nicht fassen. "Ich war mir ziemlich sicher, dass ich den reinmache. Leider hat es nicht geklappt", sagte der Abwehrchef von Bayer Leverkusen nach seinem Last-Minute-Missgeschick mit leiser Stimme und gesenktem Kopf.

Der Kapitän hätte beim 1:1 (1:0) gegen Werder Bremen zum Helden werden und seinem neuen Trainer Tayfun Korkut den Sieg zum Einstand schenken können - doch sein Elfmeter in der 96. Minute gegen Werder Bremen geriet zur Lachnummer. Für die lauten Pfiffe der Fans nach dem direkt folgenden Abpfiff hatte Toprak denn auch Verständnis: "Klar, dass sie enttäuscht sind. Ich bin es ja auch."

Tayfun Korkut-Debüt bei Leverkusen gegen Werder

Damit setzte sich Bayer Elfmeter-Trauma auch bei Korkuts Debüt spektakulär fort - schon unter Vorgänger Roger Schmidt hatte Leverkusen vier von fünf Elfmetern größtenteils kläglich vergeben. Topraks Fehlschuss am Freitag war aber nur die passende Pointe nach einer schwachen Leistung von Bayer. Und stand symbolisch für das mangelnde Selbstvertrauen der hochveranlagten Mannschaft, der nicht mal das frühe Führungstor durch Kevin Volland (7.) Sicherheit verlieh. "Wir wollen aber nicht alles Schwarz sehen", versicherte Korkut: "Es gab Auf und Abs in diesem Spiel."

Bayer Leverkusen - SV Werder Bremen am Freitagabend 10.03.2017

Der "Korkut-Effekt" hat bisher nicht eingesetzt. Bayer wird sich am Mittwoch bei Atlético Madrid (Hinspiel 2:4) wahrscheinlich aus der Champions League verabschieden - und das wohl für mehr als ein Jahr. Selbst ein Europa-League-Platz rückt in immer weitere Ferne - und ist mit Leistungen wie am Freitag sowieso unerreichbar.

Dafür nähert sich Werder dank zweier Helden seinem Ziel Klassenerhalt immer mehr. Neben Torhüter Felix Wiedwald, der den Strafstoß parierte, war dies Claudio Pizarro. Der 38-Jährige erzielte in seinem 200. Spiel für die Bremer mit dem Bauch das 1:1 (79.). "Er bringt eine Ausstrahlung auf den Platz, vor der jeder Gegner Angst hat", lobte Wiedwald.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

lid/kad/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser