11.03.2017, 13.30 Uhr

RB Leipzig gegen VfL Wolfsburg - Ergebnis: Nächster Heim-Dämpfer für Leipzig! RB verliert gegen Wolfsburg

Einen Monat nach dem 0:3 gegen den HSV kassiert die ehemalige Heimmacht RB Leipzig die nächste Niederlage im eigenen Stadion. Der Aufsteiger zeigt eine enttäuschende Leistung. Die abstiegsbedrohten Gäste nutzen Leipziger Tugenden zum Sieg.

Wird RB Leipzig auch an diesem Samstag Grund zum Jubeln haben? Bild: dpa

RB Leipzig hat im Kampf um die Champions League einen weiteren Rückschlag vor heimischer Kulisse hinnehmen müssen. Der Aufsteiger verlor am Samstag (11.03.2017) gegen den VfL Wolfsburg mit 0:1 (0:1). Den einzigen Treffer der Partie erzielte Nationalstürmer Mario Gomez in der neunten Minute. Der Rückstand der Leipziger auf Tabellenführer FC Bayern wuchs durch die zweite Heimniederlage in den vergangenen drei Spielen auf zehn Punkte. Zudem verpasste es der Aufsteiger, den Vorsprung auf die Verfolger auszubauen. Die Gäste aus Wolfsburg feierten dagegen unter dem neuen Trainer Andries Jonker den ersten Sieg im Kampf gegen den Abstieg.

RB Leipzig patzt VfL Wolfsburg: Es hat nicht funktioniert für die Leipziger

Eigentlich wollten die Leipziger die Wolfsburger ja stressen. So, wie sie es schon so oft in der ausverkauften heimischen Red Bull Arena in dieser Saison gemacht hatten, außer bei der 0:3-Pleite gegen den Hamburger SV vor einem Monat. Doch die 42.558 Zuschauer wurden Zeugen vom Gegenteil. Trainer Ralph Hasenhüttl hatte durch die Gelbsperre von Defensiv-Allrounder Stefan Ilsanker erstmals seit dem 19. Spieltag wieder den etatmäßigen Kapitän Dominik Kaiser in die Startelf beordert und spielte zunächst mit drei Zweierblöcken vor der Viererabwehrkette.

Es funktionierte nicht. Auch, weil die Wolfsburger das machten, was die Leipziger vorhatten: den Gegner stressen. Der erste Tor-Versuch durch Yannick Gerhardt in der zweiten Minute aus 13 Metern war noch zu schwach. Beim zweiten Versuch, diesmal schon durch Gomez(6.), konnte RB-Keeper Peter Gulacsi retten. Als die Wolfsburger aber in feinster Leipziger Manier temporeich über Yunus Malli und Daniel Didavi auf Gomez in die Spitze spielten und der deutsche Nationalstürmer den Ball zu seinem achten Saisontreffer ins Netz jagte, waren alle RB-Profis geschlagen.

Aggressive Spielweise bei Wolfsburg, Leipzig ohne Rhythmus

Die Hilflosigkeit hielt an, die Wolfsburger schienen mit ihrer aggressiven Spielweise die Leipziger Tempo-Kicker komplett aus dem Rhythmus gebracht zu haben. "Es ist brutal hart, wie die in die Sache gehen", schimpfte der gesperrte Ilsanker am Halbzeit-Mikro Richtung Wolfsburg - und Referee Benjamin Brand: "Der Schiri trägt seinen Teil dazu bei." Zu einem (unnötigen) Foul ließ sich aber Leipzigs völlig enttäuschender Regisseur Naby Keita hinreißen, als die Partie schon unterbrochen war. Keita kassierte seine fünfte Gelbe Karte, der 22-Jährige aus Guinea ist am kommenden Samstag im Spiel beim SV Werder Bremen gesperrt.

Nur ein Schuss aufs Tor in der ersten Halbzeit von Leipzig, viel mehr war da nicht. Den Diego-Demme-Schuss (15.) lenkte Diego Benaglios Stellvertreter Koen Casteels nicht ganz überzeugend zur Ecke. Hasenhüttl reagierte, wechselte zur Pause Kaiser aus, brachte in Federico Palacios einen weiteren Angreifer und stellte auf drei Mittelfeldspieler und drei Stürmer um. Es zeigte etwas Wirkung: In der 49. Minute verpasste Bundesliga-Top-Torjäger Timo Werner allerdings den Ausgleich. Auf der Gegenseite rettete gleich zweimal der Pfosten bei Aktionen von Malli und Gomez (53.).

Die Leipziger Tempo-Schönspieler versuchten es nun mit allen Mitteln. Als Wolfsburgs Robin Knoche den Ball an den Unterarm bekam, reklamierten sie vergeblich Handelfmeter. Danach kam Marcel Sabitzer (75.) frei zum Schuss - Casteels in die Arme. Es sollte einfach nicht klappen, und so verpasste RBL auch die Einstellung eines Debütanten-Ligarekords des FC Bayern aus der Saison 1965/66, als die Münchner nach 24 Spieltagen 16 Siege aufweisen konnten. RB bleibt dagegen bei 15 Siegen bei vier Remis und nun fünf Niederlagen.

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fka/sam/news.de/dpa

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