03.03.2017, 11.01 Uhr

Kevin Großkreutz nach Prügelskandal: Stuttgart setzt Großkreutz vor die Tür - Rückzug aus Profi-Sport

Nach den nächtlichen Prügel-Eskapaden von Kevin Großkreutz soll sich der VfB Stuttgart mit sofortiger Wirkung von dem 28-Jährigen getrennt haben, das berichten mehrere Medien. Der Verteidiger war am Montag in eine Schlägerei verwickelt. 

Der VfB Stuttgart soll sich mit sofortiger Wirkung von Kevin Großkreutz getrennt haben. Für den 28-Jährigen ein Schock! Bild: dpa/Federico Gambarini

Nach Informationen von Sky Sport News hat sich der Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart von Weltmeister Kevin Großkreutz getrennt. Der nächtliche Streifzug und der anschließende Krankenhaus-Aufenthalt des Rechtsverteidigers habe zum Ende der Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung geführt, berichtete der Sender am Freitag. Darauf hätten sich Club und Profi geeinigt.

VfB Stuttgart trennt sich von Kevin Großkreutz

Wie die "Bild"-Zeitung online schrieb, wurde die Trennung nach einem zweistündigen Gespräch mit Großkreutz vereinbart. Großkreutz war in der Nacht auf Dienstag mit Jugendlichen unterwegs und aus einer anderen Gruppe heraus angegriffen worden. Der VfBwar am Freitag zunächst nicht für eineStellungnahme zu erreichen.

Kevin Großkreutz flog aus diesem Grund beim VfB

"Bild" zufolge soll Großkreutz in der besagten Nacht angetrunken gewesen sein. Zudem soll der 28-Jährige drei Nachwuchsspieler aus der U17 des VfB Stuttgart dabei gehabt haben, berichtet das Blatt weiter. Besonders pikant: Der Ex-BVB-Spieler soll "Bild"-Informationen zufolge im Rotlicht-Milieu unterwegs gewesen sein. Für die VfB-Boss scheinbar zu viel des Guten.

Trainer Hannes Wolf macht sich stark für Kevin Großkreutz

Auch Trainer Hannes Wolf konnte den Verteidiger nicht mehr retten. Dabei hatte sich dieser am Donnerstag noch für den Fußballer stark gemacht. "Wenn man ihn sieht, weiß man, dass noch viel mehr hätte passieren können. Er hat Glück, dass er keine bleibenden Schäden davonträgt. Er hat niemanden umgebracht, hat kein Verbrechen begangen. Daher sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man ihn jetzt verurteilt", zitiert "Bild" den VfB-Coach.

VfB Stuttgart bestätigt Trennung von Kevin Großkreutz

Zweitliga-Tabellenführer VfB Stuttgart hat das Ende der Zusammenarbeit mit Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz nach dessen nächtlichem Ausflug bestätigt. Die Vorgänge konnten "aus Sicht des VfB Stuttgart nicht folgenlos bleiben", sagte Sportvorstand Jan Schindelmeiser am Freitag. "Gerade die Spieler der ersten Mannschaft haben eine besondere Vorbildfunktion für den Verein im Allgemeinen und unsere Jugendspieler im Besonderen." Großkreutz wisse, dass er "großen Mist gebaut hat".

Kevin Großkreutz zieht sich vorerst aus Profi-Fußball zurück

Kevin Großkreutz will sich nach der Trennung vom VfB Stuttgart vorerst aus dem Profi-Fußball zurückziehen. Er wolle "erstmal mit Fußball nichts mehr zu tun haben", sagte der 28-Jährige bei einem Presseauftritt am Freitag in Stuttgart. Der Weltmeister entschuldigte sich für sein Verhalten bei der Mannschaft und den Fans. Großkreutz bat unter Tränen um Rücksicht, auch für seine Familie. "Ich habe einen Fehler gemacht, der mir sehr leid tut", sagte er.

Kevin Großkreutz und seine Skandale

Wie es jetzt mit dem ehemaligen Nationalspieler weitergeht, wird die Zukunft zeigen. Großkreutz war Anfang 2016 von Galatasaray zum VfB gekommen. Sein Vertrag dort lief noch bis 2018. Für Großkreutz ist dies nicht der erste Skandal. Bereits 2014 geriet der gebürtige Dortmunder in die Schlagzeilen, als er nach dem DFB-Pokal-Finale in die Lobby eines Hotels urinierte.

VIDEO: DAS sagt die VfB-Führung
Video: Sport1

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sba/kad/news.de/dpa

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