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Streif in Kitzbühel: So knallhart geht es bei der Hahnenkamm-Abfahrt zu

Das berühmte Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel zieht Jahr für Jahr die Prominenz und Skifans in ihren Bann. Man mag darüber streiten, ob die sportlichen Leistungen im Fokus stehen oder Erwartungen von etwas Spektakulärem. Erstmals wurde nun die gefährliche Rennstrecke entschärft.

Die legendäre Streif in Kitzbühl lädt wieder zum Ski Weltcup ein. Bild: dpa

Mehr als 3 Kilometer lang ist der Höllenritt in Kitzbühel. Das steilste Gefälle beträgt 85% und die alpinen Skirennläufer erreichen teilweise über 140 km/h. Nach ungefähr zwei Minuten landen alle erschöpft, aber hoffentlich gesund im Ziel. Die Rede ist von der Streif. Die wohl gefährlichste Rennstrecke der Welt. Findet kein Ski-Weltcup statt, ist sie für jeden Skifahrer befahrbar.

Geschichte der Streif

Seit 1937 werden auf der Piste in Kitzbühel Skirennen ausgetragen. Der schnellste damals war Thaddäus Schwabl mit knapp vier Minuten Rennzeit. Aktueller Streckenrekord des Österreichers Fritz Strobl ist 1:51,58 Minuten. Nicht in jedem Jahr fanden die Hahnenkamm-Rennen statt. Aufgrund von widrigem Wetter wurden mehrmals verkürzte Rennen gefahren oder auch der Wettkampf komplett abgesagt. Aufgrund der Gefährlichkeit der Strecke zieht sie die Zuschauer in ihren Bann. Für die Rennläufer selber ist der Start oftmals ein Phänomen. Es herrscht im Starthaus auf 1665 Metern Höhe absolute Stille.

Die Rennstrecke Streif - Steile Mausefalle

In diesem Jahr wurde die alpine Abfahrt etwas entschärft. Nur wenige Sekunden nach dem Start folgt die berühmte Mausefalle. Ein Steilstück mit einem Gefälle von 85% - der Sprung der Athleten geht nicht selten bis zu 80 Meter weit. In der anschließenden Karusselkurve herrschen teilweise Fliehkräfte bis zu 3G. Im sehr engen Brückenschuss müssen die Abfahrer bei bis zu 110 km/h höllisch aufpassen. Zwischen der Alten Schneise und dem Seidlalmsprung ist dann bereits die Hälfte geschafft.

Die Rennstrecke Streif - anspruchsvolle Hausbergkante

Nach der Seidlalmkurve, einer gefährlichen S-Kurve, können die Skirennläufer für einen Augenblick auf dem Lärchenschuss durchatmen, ehe sie auf die Hausbergkante treffen. Ab da können auch die Zuschauer im Zielraum das Rennen mitverfolgen. An der Hausbergkante müssen die Läufer die richtige Richtung für den Zielschuss einschlagen. Sie erreichen hier teilweise bis zu 140 km/h für den finalen Zielsprung. Auch hier sind Springerqualitäten gefragt bei Weiten bis zu 80 Metern. Wer dann wohlbehalten im Ziel landet, wird frenetisch bejubelt.

Rekorde auf der legendären Streif

Die meisten Siege in der Abfahrt hat der Schweizer Didier Cuche eingefahren. Er konnte die Hahnenkamm-Abfahrt insgesamt fünf Mal zwischen 1998 und 2012 als Schnellster beenden. Der Österreicher Franz Klammer schaffte es zwischen 1975 und 1984 immerhin vier Mal. In den letzten Jahren jedoch konnte der Sieg nicht verteidigt werden. Auch zuschauertechnisch ist die Abfahrt auf der Streif ein Rekord. Zwischen 40.000 und 50.000 Zuschauer verfolgen das Rennen im Zielstadion und am Zielhang. Eine unglaubliche Kulisse.

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