Jens Lehmann vor Gericht: Urteil gesprochen! Lehmanns Strafe reduziert

Seit Mittwoch muss sich Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann vor Gericht verantworten. Der Grund: Ihm wird vorgeworfen, einen Autofahrer aus dem Auto gezerrt und ihn am Schal gepackt zu haben. Gegen den Strafbefehl legte Lehmann Einspruch ein.

Der wegen Nötigung und versuchter Körperverletzung angeklagte Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann kommt am 09.11.2016 vor Beginn seines Gerichtsprozesses in das Amtsgericht in Starnberg (Bayern). Bild: dpa

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann (46) steht seit Mittwoch wegen eines Streits mit einem Autofahrer vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heutigen TV-Fußballexperten Nötigung und versuchte Körperverletzung im Straßenverkehr vor.

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann vor Gericht: Darum geht's im Prozess

Es geht um eine Autofahrt vor zwei Jahren nahe seinem Wohnort am Starnberger See. Laut Strafbefehl stieg Lehmann damals aus seinem Wagen aus und packte den Kontrahenten am Schal, nachdem er dessen Auto aus Verärgerung über die Fahrweise überholt und ausgebremst hatte. Dafür sollte der vermögende Ex-Fußballprofi 60 Tagessätze zu je 4.000 Euro zahlen - macht satte 240.000 Euro.

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann vor Gericht - Geldstrafe reduziert

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann (46) hat in seinem Prozess um gleich drei Verkehrsvergehen eine erheblich niedrigere Geldstrafe bekommen als zunächst vorgesehen. Ursprünglich sollte der heutige TV-Fußballexperte für eine Nötigung samt versuchter Körperverletzung 60 Tagessätze zu je 4.000 Euro zahlen, also 240.000 Euro. Dagegen legte er jedoch Einspruch ein. Das Amtsgericht in Starnberg bei München reduzierte die Strafe in der mündlichen Verhandlung am Mittwoch auf 50 Tagessätze zu je 850 Euro, also 42.500 Euro.

Zuvor hatten sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung darauf verständigt, dass das Verfahren wegen der zwei Jahre zurückliegenden versuchten Körperverletzung eingestellt wird. Damals soll Lehmann einen anderen Autofahrer ausgebremst und am Schal gefasst haben. Ebenso wurde ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung eingestellt: Lehmann soll in diesem Frühjahr bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der Autobahn Salzburg-München (A8) geblitzt worden sein, aber einen anderen Mann als Fahrer angegeben haben.

Zu der Geldstrafe verurteilt wurde er schließlich wegen Beihilfe zur Unfallflucht. Lehmann war im vergangenen Herbst als Beifahrer in der Münchner Innenstadt in einen Auffahrunfall verwickelt worden und hatte sich geweigert, dass der Zusammenstoß von der Polizei aufgenommen wird.

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sba/sam/news.de/dpa

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