Von news.de-Volontär Johannes Kohlstedt - 12.09.2016, 16.44 Uhr

Nach Sieg über den BVB: Gefahr aus der Dose! Stürmt RB jetzt nach Europa?

Nach den guten Start in Hoffenheim, setzte RB Leipzig noch einen Drauf. Mit einer engagierten Leistung schlugen sie den Vizemeister aus Dortmund. Wohin führt der Weg der Leipziger? Müssen nun die Großen zittern? 

RB Leipzig feiert den Sieg über den BVB. Bild: dpa

Dieser Sieg war genau nach Ralf Rangnicks Vorstellungen. "Solche Spiele wie heute, dafür wollen wir stehen, in diese Richtung soll es gehen", so der Sportdirektor. Als der Aufstieg ins Oberhaus fest stand, verkündete Rangnick noch, dass sie mit einem guten Saisonstart, dafür sorgen wollen, dass sie mit den hinteren Plätzen nicht zu tun haben. Der Start ist den Leipzigern geglückt. Nach dem Unentschieden in Sinsheim, folgte nun der Heimsieg gegen Dortmund.

Wohin führt der Weg von RB Leipzig?

RB Leipzig ist kein gewöhnlicher Aufsteiger. Dass die Leipziger in anderen Dimensionen denken, ist kein Geheimnis. Langfristig wollen sie ins internationale Geschäft. Sieben Neue hat Ralf Rangnick für geschätzte 50 Millionen geholt. Allein auf der Bank saßen mit Naby Keita und Oliver Burke rund 30 Millionen Euro. Die brachten später den Sieg, Burke legte auf, Keita vollendete.

"Man hat gemerkt, dass wir das Spiel noch gewinnen wollen. Nach dem Spiel zwischen Schalke und Bayern habe ich meiner Mannschaft darauf hingewiesen, dass es nicht reicht, die Großen nur zu ärgern, wenn am Ende nichts Zählbares dabei herausspringt. Diesen Fokus wollte ich bis zum Ende des Spiels aufrechterhalten", sagte Hasenhüttl am Sonntag im Volkswagen Doppelpass.

Geschätzte 50 Millionen Euro für 7 Neuzugänge

Müssen nun die großen Vereine zittern? Mit dem Investor Red Bull im Rücken sind solche Transfers wie Oliver Burke (kam für geschätzte 15,2 Millionen von Nottingham Forest) kein Problem. Zum Vergleich: Der letztjährige Tabellensiebte Hertha BSC hat insgesamt nur 6,7 Millionen Euro in Neuzugänge investieren.

Seit der Gründung 2009 pumpt Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz Millionen um Millionen in den Verein. Das gefällt nicht jeden. Für die Fans im Osten ist es die Chance, endlich mal wieder einen Bundesligisten zu haben, für viele andere ist es der erste Verein, der nur entstanden ist, um ein Produkt zu vermarkten. Von Vereinsstruktur hält man wenig bis gar nichts. Und die Transferpolitik ist vielen ein Dorn im Auge: Allein in den letzten drei Jahren kamen 13 Profis für insgesamt 28 Mio Euro aus der "Tochter-Filiale" in Salzburg.

Parallelen zu Hoffenheim

Dass Leipzig viel Gegenwind bekommt, stört Hasenhüttl nicht: "Ich kann und muss mit dieser Situation nicht viel anfangen. Ich will mich aufs Sportliche konzentrieren. Ich bekomme nur das mit, was in Leipzig passiert. Und das ist nur positiv." In der Tat: Den Sieg über Dortmund feierten knapp 40.000. Es wird sich zeigen inwieweit sich die junge Mannschaft von der Euphoriewelle tragen lässt. Vielleicht läuft es ja so ähnlich wie bei der TSG 1899 Hoffenheim. Ebenfalls als Kommerz-Klub verschrien, mischten sie 2008 in ihrer Premieren-Saison die Liga auf. Am Ende der Hinrunde stand die Herbstmeisterschaft. Ihr Trainer damals: Ralf Rangnick.

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jko/bua/news.de

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