Steven Bradbury privat: So gewann der Außenseiter Olympia-Gold

Der Eisschnellläufer Steven Bradbury ist der perfekte Beweis dafür, dass auch eine jahrelange Pechsträhne etwas Positives hat. Nach zahlreichen Stürzen trat er 2002 bei Olympia an – und gewann durch eine glückliche Fügung.

Der Eisschnellläufer Steven Bradbury gewann bei Olympia 2002 durch eine glückliche Fügung. Bild: Gero Breloer/dpa

Steven Bradbury ist ein echter Pechvogel. Seine Leidenschaft galt schon immer dem Eisschnelllauf, dennoch meinte es das Glück nicht besonders gut mit ihm. Obwohl der Australier mehrfach bei den Olympischen Spielen antrat, ließ der Erfolg lange auf sich warten. Erst eine günstige Fügung des Schicksals brachte ihm die verdiente Goldmedaille.

Bei Steven Bradbury liegt Eisschnelllauf in der Familie

Steven John Bradbury wurde am 14. Oktober 1973 in Sydney geboren. Die Vorliebe zum Eisschnelllauf wurde ihm quasi in die Wiege gelegt: Sein Vater galt im Shorttrack bereits in den 1960er Jahren als einer der besten Athleten Australiens. Auch Bradbury schaffte es bald zu einem der führenden Sportler in dieser Disziplin und nahm bereits 1991 mit einer Staffel bei den Weltmeisterschaften teil. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville wurde er jedoch nur zum Reserveläufer nominiert. Auch sonst klappte es für ihn in den Folgejahren nicht so gut.

Eisschnellläufer Steven Bradbury mit Verletzungspech

Bei den Olympischen Winterspielen in Lillehammer 1994 galt Bradbury als Favorit. Er schied jedoch bereits frühzeitig aus. Schuld am mangelnden Erfolgen war hauptsächlich Verletzungspech. Bei einem Sturz erlitt er eine tiefe Schnittwunde am Bein durch die Kufe eines Mitläufers, wodurch er viel Blut verlor. Er musste mit 111 Stichen genäht werden. Im Jahr 2000 kam es erneut zu einem schweren Sturz, bei dem er die Seitenbegrenzung der Strecke durchschlug und sich einen Halswirbel brach. Trotzdem hielt er weiterhin an seinem Traum fest.

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