Tour de France 2016: Alle Ergebnisse des Radsport-Events: Froome gewinnt Tour de France - Greipel-Sieg bei Final-Etappe

Chris Froome hat es geschafft. Tour-Triumph Nummer drei. Der 31 Jahre alte Brite erlebt dabei eine "Achternfahrt". Und das Finale gewinnt wieder André Greipel. Überschattet wird die 103. Tour auch von den Anschlägen in Nizza und München.

Chris Froome in Aktion. Bild: dpa

Chris Froome genoss auf seiner Tour d'Honneur zum dritten Triumph Bier statt Champagner mit seinen Teamkollegen, André Greipel riss im Ziel jubelnd sein Rad in die Höhe. Der 34-Jährige sorgte für die Fortsetzung der deutschen Serie auf den Champs-Élysées und die perfekte Einstimmung auf den Tour-Start 2017 in Düsseldorf. Greipel gewann am Sonntag die 21. und letzte Etappe der 103. Tour de France - auch im vergangenen Jahr hatte er das Finale für sich entschieden. "Ich kann es nicht beschreiben», sagte Greipel, er sei super stolz: «Dafür bin ich drei Wochen gefahren. Es ist wundervoll."

Seit 2013 siegte auf der Prachtstraße der französischen Hauptstadt damit immer ein Deutscher: 2013 und 2014 war es Marcel Kittel. An der schwächsten deutschen Sieg-Bilanz seit 2011 mit nur zwei Etappenerfolgen vermochte allerdings Greipels erneuter Erfolg nichts mehr zu ändern.

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Froome: "Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Achterbahnfahrt"

Aus dem Kampf um den prestigeträchtigen Sieg hielt sich Froome heraus. Er hatte sein eindrucksvolles Werk schon vor den letzten 113 Kilometern erledigt und seinen dritten Gesamtsieg nach 2013 und 2015 perfekt gemacht. Froome meisterte dabei auch kritische Situationen wie den Unfall auf dem Mont Ventoux mit seinem verzweifelten Lauf berghoch und seinen Sturz im Regen bei einer Abfahrt. "Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Achterbahnfahrt", sagte Froome, der noch immer gezeichnet war und am rechten Ellbogen sowie Knie Pflaster trug. "Eine dritte Tour de France zu gewinnen, ist einfach unglaublich."

Emanuel Buchmann bester Deutscher im Klassement

174 der gestarteten 198 Fahrer erreichten das Ziel in Paris. Bester Deutscher im Klassement wurde der ehemalige deutsche Meister Emanuel Buchmann auf Rang 21, in der Jungprofi-Wertung wurde er Dritter. Für den einzigen deutschen Etappensieg bis zu Greipels Kraftakt hatte Kittel auf der vierten Etappe gesorgt.

Tony Martin wegen Knieproblemen ausgefallen

Die Hoffnungen des dreimaligen Zeitfahrweltmeisters und Gelbträger des vergangenen Jahres, Tony Martin, auf einen Erfolg beim Kampf gegen die Uhr hatten sich zerschlagen. Zu allem Überfluss konnte er die Tour nicht mal zu Ende bringen. Wegen Schmerzen im linken Knie stieg er auf der letzten Etappe aus. "Die Form ist eigentlich gut, aber der Wurm ist drin, bei mir auch", hatte Martin vorher schon gesagt.

19 Etappensiege hatten Martin, Kittel, Greipel und Co. in den Jahren 2013 (6), 2014 (7) und 2015 (6) geschafft. Diesmal waren es nur zwei - so wenige wie zuletzt vor fünf Jahren. In einem Jahr beim Heimstart dürfte die deutsche Fraktion einiges gut machen wollen.

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