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Nach Viertelfinal-Sieg gegen Italien: Mehmet Scholl attackiert Joachim Löw und Urs Siegenthaler

ARD-Experte Mehmet Scholl sieht nach dem Sieg im Elfmeter-Krimi gegen Italien keinen Grund zur Freude - und ätzte nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Trainer Joachim Löw und dessen Taktik. Insbesondere einer bekam dabei sein Fett weg: Löws Berater Urs Siegenthaler. Der solle künftig lieber "im Bett bleiben", so Scholl.

Mehmet Scholl hat nach dem knappen Sieg gegen Italien im EM-Viertelfinale kräftig gegen Joachim Löw und dessen Berater Urs Siegenthaler ausgeteilt. Bild: Maja Hitij/dpa

Es ist vollbracht, der Fluch gebannt: Deutschland steht nach dem Sieg im Elfmeter-Drama gegen Italien (6:5) im Halbfinale der Europameisterschaft 2016. Doch einer konnte kaum an sich halten - und sparte nicht an Kritik: Ex-Bayern-Profi und ARD-Experte Mehmet Scholl (45) holte nach dem knappen Sieg in seiner Auswertung mit Moderator Matthias Opdenhövel geradezu zu einem Rundumschlag gegen die Taktik von Joachim Löw (56) und insbesondere dessen Taktik-Berater Urs Siegenthaler (68) aus.

Mehmet Scholl kritisiert nach Viertelfinal-Sieg gegen Italien Taktik und Aufstellung

Scholls Kritik richtete sich dabei vornehmlich auf eine Entscheidung Löws: Der Coach hatte sich für das Spiel gegen Italien dazu entschieden, die bewährte Viererkette (4-2-3-1), etwa aus dem erfolgreichen Achtelfinalspiel gegen die Slowakei, auf eine Dreierkette zu reduzieren.

Aus Scholls Sicht passe man sich mit dieser Aufstellung dem Gegner jedoch zu stark an. Diese Entscheidung, mutmaßte er, sei auf den Rat Siegenthalers hin gefallen: "Es geht nicht darum zu motzen. Aber warum muss man eine Mannschaft, die so funktioniert hat, an den Gegner anpassen", hinterfragte der ARD-Experte. Und ging noch einen Schritt weiter.

Die Misserfolge des Joachim Löw und "die schwachsinnigste Idee aller Zeiten"

"2008 gegen Spanien verloren. Wir haben uns angepasst, sind raus. 2010 an die Spanier angepasst, rausgeflogen. 2012 angepasst an die Italiener, rausgeflogen. Jetzt kommt der Clou: 2014 ab dem Viertelfinale hat Jogi Löw jeden Rat seines Stabs ignoriert und hat der Mannschaft vertraut. So gewinnt man Titel!" Die Weltmeisterschaft 2014 habe man gewonnen, weil "wir die schwachsinnigste Idee aller Zeiten, mit vier Innenverteidigern zu spielen, über Bord geworfen haben", so Scholl.

Scholl attackiert Taktik-Chef Urs Siegenthaler: "Soll morgens liegen bleiben"

Dem Taktik-Chef Siegenthaler empfahl Scholl, "morgens liegen" zu bleiben, die anderen zum Training gehen zu lassen und nicht "mit irgendwelchen Ideen" zu kommen: "Ich weiß nicht, ob es nur Siegenthaler ist, aber Jogi Löw wacht nicht nachts auf und sagt: 'Dreierkette, Dreierkette, Dreierkette'. Das hätte man heute auch anders lösen können. Man hätte die Passwege mit der gewachsenen Mannschaft unterbinden können. So hätten wir uns nicht unserer Stärke nach vorne beraubt"

Urs Siegenthaler ist ein ehemaliger Fußballspieler und -Coach aus der Schweiz. Seit 2005 ist er der Spielanalyst der deutschen Nationalmannschaft und Joachim Löws Taktikchef.

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lid/sba/news.de

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