Joachim Löws Pleiten, Pech und Pannen: Von Italien-K.o. bis Entlassung: Das waren Jogis schlimmste Niederlagen!

Deutschland hatte bis zum Samstag, den 2. Juli 2016, noch nie in einem Turnier gegen Italien gewonnen. Angst hatte Joachim Löw aber nicht. Für ihn kam die Squadra Azzura gerade recht: Er hatte noch eine offene Rechnung zu begleichen.

Joachim Löw erlitt gegen Italien seine schmerzlichste Niederlage. Bild: dpa

Am Samstag war es endlich soweit: Die wohl besten beiden Mannschaften der Europmeisterschaft 2016 treffen aufeinander. Deutschland spielte im Viertelfinale gegen Angstgegner Italien - und gewann. Bis dahin konnte die deutsche Nationalmannschaft in einem EM- oder WM-Turnier noch nie gegen die Squadra Azurra gewinnen. Für den Bundestrainer war dieses Duell eine spezielle Geschichte: Gegen die Italiener erlebte er seine bitterste Niederlage als Bundestrainer.

Schmerzhafte Niederlage für Joachim Löw 2012

Im Halbfinale 2012 schickte Mario Balotelli mit seinem Doppelpack die DFB-Elf nach Hause. Löw hatte sich mit seiner Taktik verzockt. Sein Plan, Toni Kroos auf Andre Pirlo anzusetzen, ging nicht auf. "Ich habe Fehler gemacht. Das muss ich verantworten. Diese Niederlage hat mir weh getan, sie war für mich viel schwerer zu verschmerzen als die Niederlage im Finale gegen Spanien vier Jahre zuvor." Im Nachhinein kann Löw der Niederlage aber auch etwas Gutes abgewinnen. Bei manchen Überlegungen während der WM 2014 habe ihm das schmerzliche Spiel geholfen. Dieses Spiel war für ihn "eine gute Lehre".

Bittere Niederlage gegen Italien

Dabei hat er bei der Heim-WM 2006 ebenfalls eine sehr schmerzhafte Niederlage gegen Italien erleiden müssen. Damals noch als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann. Anders als 2012 war die DFB-Elf allerdings nicht als Favorit ins Spiel gestartet. Die deutsche Nationalmannschaft zeigte im Halbfinale, dass sie den Italienern Paroli bieten kann. Als sich alle schon aufs Elfmeterschießen einzustellen schienen, schlug Fabian Grosso zu. Zehn Jahre später kann der 56-Jährige sich revanchieren und nach der Weltmeisterschaft auch die Europameisterschaft gewinnen.

Jogi Löw als Vereinstrainer - Seine Erfolge und Pleiten

Auf Vereinsebene ist seine Titelsammlung überschaubarer. 1997 gewann er mit dem VfB Stuttgart den DFB-Pokal. Ein Jahr später schaffte er den Einzug ins Finale des Europapokals der Pokalsieger, führte den VfB auf Platz vier - und wurde dennoch entlassen. Seine weiteren Stationen hießen: Fenerbahce Istanbul, Karlsruher SC, Adanaspor, Wacker Innsbruck und Austria Wien. Mit Innsbruck gewann Löw 2002 die Meisterschaft. Obwohl Austria Wien bei seiner letzten Trainerstation Tabellenführer war, wurde er nach einer Niederlage gegen Schlusslicht Kärnten beurlaubt.

Das wird dem Weltmeister-Coach beim DFB sicherlich nicht passieren. DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte schon in der "tz" angekündigt, den Vertrag mit Löw verlängern zu wollen - auch bei einem Ausscheiden am Samstag. Von der negativen Statistik ließ sich Löw ebenfalls nicht beeinflussen: "Wir haben kein Italien-Trauma!"

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jko/sam/news.de

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