Vor dem EM-Viertelfinale: Löw siegessicher! "Wir haben kein Italien-Trauma"

Joachim Löw blickt dem EM-Kracher gegen Italien nicht mit Angst, sondern einem" guten Gefühl" entgegen. Am Plan für den Premierensieg in einem Turnierduell muss der Weltmeistercoach noch "tüfteln". Der Kapitän bleibt Reservist, ein Juve-Insider ist ganz wichtig.

Bundestrainer Joachim Löw lief auf der Pressekonferenz zu Hochform auf. Bild: dpa

Am Samstag, 21.00 Uhr, im Nouveau Stade de Bordeaux möchte der Weltmeistercoach mit seinen ebenfalls hochmotivierten Fußball-WM-Champions Turniergeschichte schreiben. Der Premierensieg gegen den Angstgegner bei einer EM- oder WM-Endrunde ist überfällig, wie ein zur Hochform auflaufender Löw beim verbalen Vorspiel am Dienstag in Évian-les-Bains verdeutlichte.

Vor dem EM-Kracher gegen Italien: "Die Vergangenheit ist kalter Kaffee"

"Wir haben kein Italien-Trauma. Die Vergangenheit ist kalter Kaffee. Ein frischer Espresso ist uns lieber, da müssen wir schauen, dass er uns am Samstag sehr gut schmeckt." Witzig und kämpferisch, selbstbewusst und demütig, aber vor allem entschlossen präsentierte sich der 56-Jährige vor einem Duell, das er auch ganz persönlich als offene Rechnung betrachtet.

"Für mich als Trainer ist es die Aufgabe, für besondere Herausforderungen Lösungen zu finden", sagte Löw. Er hat noch etwas aufzuarbeiten gegen die Italiener, die ihm 2012 im EM-Halbfinale von Warschau mit dem unvergesslichen Doppelschlag von Muskelprotz Mario Balotelli die wohl bitterste und im öffentlichen Nachhall heftigste Niederlage seiner Amtszeit zugefügt hatten. Dieses 1:2 habe ihm "unheimlich weh getan", aber zugleich auf dem Weg zum WM-Triumph in Brasilien geholfen. "Es war für mich eine gute Lehre", gestand Löw offen und souverän mit dem zeitlichen Abstand von vier Jahren.

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Gelingt die Revanche für 2012?

Löw ist gereift - und seine Spieler sind es auch. "2012 war auch alles gut bis zum Halbfinale. Und dann sind wir ausgeschieden gegen die Italiener. Da waren wir die großen Verlierer des Turniers", erinnerte Torjäger Mario Gomez. Abwehrchef Jérôme Boateng, dessen verhärtete Wade weiter intensive Behandlung benötigt, benannte die Qualitäten des von Juventus Turin geprägten Gegners: "Die Italiener sind taktisch super geschult. Auf Zentimeter genau stimmen da die Abstände. Sie arbeiten als Team zusammen und setzen Nadelstiche."

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1 Kommentare
  • putinfanatiker

    29.06.2016 15:51

    Er kann die Koffer schon O E F F N E N L A S S E N !

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